100 Jahre nach Abschaffung der Monarchie – Deutschland hat endlich wieder einen König: King Abode!

Guten Morgen liebe Hessen,

Ende 1918 wurde in Deutschland die Monarchie abgeschafft, alle Bundefürsten traten mit Ende des ersten Weltkrieges zurück. Seither wird immer wieder die Wiedereinführung der Monarchie gefordert – meist im Zusammenhang mit glanzvollen Hochzeiten der noch regierenden europäischen Fürstenhäuser. Doch durchsetzen konnten sich die Monarchisten in Deutschland bislang nicht – trotz der langen Reihe eher glanzloser Bundespräsidenten. Und auch die aktuellen Forderungen des Hauses Hohenzollern schaden dem monarchischen Gedanken eher.

Aber man muss bei der Wiedereinführung der Monarchie auch nicht unbedingt auf die alten Fürstenhäuser zurückgreifen, zumal diese zu Beginn des vorigen Jahrhunderts dem Land mehr geschadet als genützt haben. Warum nicht einfach einen Monarchen aus dem Volk – oder besser noch aus der großen Gruppe der Zuwanderer. Das hat gleich mehrere Vorteile: man würde ein klares Zeichen für Vielfalt und Buntheit und gegen Ausgrenzung und Diskriminierung setzen, es wäre eine versöhnliche Geste angesichts der kolonialen Vergangenheit und ein Beitrag dazu, dass Europa zukünftig nicht „in Inzucht degenerieren“ wird – wie der Bundestagspräsident kürzlich beklagte (1).

Ein Kandidat hat seinen Anspruch bereits angemeldet: Mohamed Youssef T., der sich selbst nur „King Abode“ (König Aufenthalt) nennt. Aus Libyen kommend, reiste er 2014 über Italien und die Schweiz nach Deutschland ein. Er beantragte zunächst Asyl, weil Teile seiner Familie von salafistischen Milizen getötet wurden, so dass ihm nur die Flucht geblieben sei. Zunächst wurde er dem Landkreis Bautzen zugewiesen (2).

Der Asylantrag wurde im September 2016 abgelehnt, das Verwaltungsgericht Dresden bestätigte die Ablehnung. Abode klagte gegen diesen Beschluss. Er beschäftigt jedoch auch Polizei und Justizbehörden. Die Staatsanwaltschaft Dresden führt mehrere Verfahren gegen ihn, die teilweise mit Geld- oder Haftstrafe auf Bewährung enden, zum Teil eingestellt wurden. In Görlitz werden über 60 Verfahren gegen ihn geführt, meist wegen Bagatellkriminalität. Ein vorübergehendes Aufenthaltsverbot der Stadt Bautzen missachtete er. Ende August werden weitere Delikte vor dem Amtsgericht Bautzen verhandelt: Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung und Hausfriedensbruch (2).

Diese Verfahren beeindrucken King Abode nicht sonderlich. Als Monarch würde er ohnehin über dem Gesetz stehen und strafrechtliche Immunität genießen. Und so wendet er sich per Handyvideo an die Bevölkerung: „die Scheisse-Polizei, hab isch kein Respekt vor euch, isch geb dir Fuck, Fuck, Fuck, Fuck! Isch bleibe hier in Deutschland“ (3). Eine deutliche Botschaft an das Volk, die sich wohltuend von langatmigen und staatstragenden Reden des Bundespräsidenten abhebt. Dieser Mann redet Klartext – er vermittelt mit wenigen Worten mehr als mancher Politiker in einer einstündigen Rede. Und er beweist die für einen Monarchen unerlässliche Sprachgewandtheit, indem er deutsche und englische Termini gekonnt in einem Satz vereinigt, ohne dass die Verständlichkeit darunter leidet. Mit einem Wort: der ideale Kandidat für den Königsthron.


Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.faz.net/aktuell/politik/wolfgang-schaeuble-abschottung-wuerde-europa-in-inzucht-degenerieren-lassen-14275838.html
(2) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/wenn-der-staat-in-ohnmacht-faellt/
(3) https://www.youtube.com/watch?v=eSYyKbTGJMM

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