12 „junge Männer“ vergewaltigen 15-jährige, Medien schweigen zur Täterherkunft

Guten
Morgen liebe Hessen,

Im
September 2020 wurde in Hamburg ein 15-jähriges Mädchen von mehreren Männern
vergewaltigt. An dem betreffenden Tag hatte das Mädchen an einer
Geburtstagsfeier teilgenommen und sich gegen 23.00 Uhr – vermutlich
alkoholisiert – zu Fuß auf den Heimweg begeben, der durch den Stadtpark führte.
Dort traf sie auf eine Gruppe von „jungen Männern“. Einer dieser jungen Männer
sprach sie an und lockte sie anschließend in ein Gebüsch und vergewaltigte sie.
Danach rief dieser seine Freunde herbei die das Mädchen ebenfalls
vergewaltigten. Einer der Männer soll die Tat mit seinem Handy gefilmt haben.
Die Gruppenvergewaltigung dauerte 2 ½ Stunden. Vor ihrer Flucht hatten die
jungen Männer ihr Opfer noch ausgeraubt und ihr das Handy und das Portemonnaie
gestohlen (1, 2).

Tatverdächtig
waren insgesamt 12 Männer im Alter von 16 bis 20 Jahren (3). Zehn dieser Männer
haben einen Migrationshintergrund (2). Zu den Tatverdächtigen zählt der
dunkelhäutige 21-jährige Hamburger Azubi James M. (1). Bei der späteren gerichtsmedizinischen
Untersuchung des Opfers wurden Spermaspuren von neun verschiedenen Männern
sichergestellt, die den Tatverdächtigen zugeordnet werden konnten (1). Einer
der Tatverdächtigen wurde nach der Tat festgenommen, aber kurze Zeit später
wieder freigelassen. Ein Gerichtssprecher führte dazu aus, dass die
Untersuchungshaft bei Jugendlichen besonders strengen Anforderungen unterliege (4).

Derzeit
läuft vor der Jugendkammer des Landgerichts Hamburg das Verfahren gegen elf
Tatverdächtige (5). Zehn der Tatverdächtigen sind wegen Vergewaltigung
angeklagt, der elfte wegen Beihilfe zur Vergewaltigung und Herstellung
pornografischen Materials (6). Zu Beginn des Prozesses beschloss das Gericht,
die Öffentlichkeit auszuschließen – zum Schutz der Angeklagten (5).

Zahlreiche
Medien berichten zwar über den Strafprozess, verschweigen aber in aller Regel,
dass mindestens zehn der Angeklagten einen Migrationshintergrund besitzen und –
mit einer Ausnahme – keiner der Angeklagten in Untersuchungshaft saß. Die Namen
der Angeklagten sind den Medien zwar bekannt, werden aber nicht genannt – auch
nicht die Vornamen, weil diese in der Regel Rückschlüsse auf die Nationalität
bzw. Herkunft zulassen. Die Angeklagten zeigen bislang vor Gericht keine Reue –
im Gegenteil. Die Bild-Zeitung formulierte es so: „Statt Reue zeigen sie vor
Gericht: Sonnenbrillen, 1000-Euro-Jacken – und den Fotografen den Stinkefinger“
(4).

Tatsächlich
besteht für die Angeklagten kaum Grund zur Besorgnis. Denn wenn sie weiterhin
konsequent schweigen, muss ihnen das Gericht die Tat nachweisen – und zwar
jedem einzelnen. Und das könnte schwierig werden. Denn weder die DNA-Spuren und
das Video (soweit es dem Gericht überhaupt vorliegt) dürften die Tat möglicherweise
zweifelsfrei beweisen. Und so erscheinen Freisprüche einzelner (oder aller)
Angeklagter nicht ausgeschlossen. Doch selbst wenn eine Verurteilung des einen
oder anderen Angeklagten erfolgen sollte, dürften eher mäßige Bewährungsstrafen
zu erwarten sein.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1)
https://www.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/nach-massenvergewaltigung-alle-beschuldigten-auf-freiem-fuss-78136404.bild.html

(2)
https://www.focus.de/panorama/welt/grausame-tat-11-junge-maenner-vergewaltigen-15-jaehrige-im-hamburger-stadtpark_id_24387012.html

(3) https://www.focus.de/panorama/welt/grausame-tat-12-junge-maenner-vergewaltigen-eine-15-jaehrige-im-hamburger-stadtpark-jetzt-kommen-neue-details-ans-licht_id_24387012.html

(4) https://www.bild.de/bild-plus/regional/hamburg/hamburg-aktuell/nach-massenvergewaltigung-alle-beschuldigten-auf-freiem-fuss-78136404.bild.html

(5) https://epaper.fnp.de/webreader-v3/index.html#/474013/24-

(6) https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/sie-sollen-ein-maedchen-15-ueber-stunden-im-stadtpark-vergewaltigt-haben-mammut-80033478.bild.html

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