16-jähriger scheitert mit Klage gg. Wahlrecht, Wer wählen will,soll auch sonst voll verantwortlich

Guten
Morgen liebe Hessen,

„Habeck
ruft zum Energiesparen auf“ – so titelte kürzlich die Zeitschrift Cicero. Grund
des Aufrufs ist der „drohende Engpass bei der Gasversorgung“, der den Wirtschaftsminister
von den Grünen dazu veranlasst hatte, die erste Stufe des nationalen
Notfallplans Gas in Kraft zu setzen und in diesem Zusammenhang die Verbraucher
aufzufordern, Energie zu sparen. Es gebe derzeit zwar aktuell keine
Versorgungsengpässe – so der Minister – aber man müsse „die Vorsorgemaßnahmen
erhöhen, um für den Fall einer Eskalation seitens Russlands gewappnet zu sein“.
Dabei helfe „jede Kilowattstunde“. Auch die Wirtschaftsweisen riefen die
Verbraucher zum Energiesparen auf, z.B. durch die Bildung von
Fahrgemeinschaften oder die Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs (1). Auch der
hessische Wirtschaftsminister Al-Wazir (ebenfalls Grüne) ruft zum Gassparen
auf. Dazu gibt die Landes-Energie-Agentur zehn Tipps, um den Verbrauch zu
senken. Dazu gehören u.a. eine Absenkung der Raumtemperatur – insbesondere
nachts oder wenn die Räume verlassen werden, eine Absenkung der Temperatur bei
Durchlauferhitzern, eine Verkleidung von Heizungsrohren, Verwendung von
LED-Leuchten und Stilllegung von „Stromfressern“. Erklärtes Ziel ist es,
mögliche Engpässe zu vermeiden, sich unabhängig von russischen Gaslieferungen
zu machen und langfristig ohne fossile Energieträger auszukommen (2).

Aufrufe
zum Energiesparen hörte man von Grünen bislang nicht. Dafür haben sie seit
Jahrzehnten jede Menge Vorschläge für die Nutzung „erneuerbarer Energien“.
Dabei ist bereits der Begriff „erneuerbare Energien“ physikalisch unsinnig,
denn Energie kann nicht erneuert werden, sondern nur umgewandelt. Das lernte
man früher in der Schule im Physik-Unterricht, den es aber vermutlich nicht
mehr gibt, sondern durch Gender-Bildung und ähnliches ersetzt wurde. Immer
wieder betonen die Grünen, wie wichtig es sei, fossile Energieträger durch
Solar- und Windenergie zu ersetzen. Von Energiesparen war dabei bislang nie die
Rede. Im Gegenteil: immer wieder wurde der Eindruck vermittelt, „erneuerbare“
Energie stünde kostenlos und in beliebiger Menge zur Verfügung und Sparsamkeit
sei daher kein Gebot.

Dabei
ist die Idee des Energiesparens nicht neu. Die gab es spätestens seit dem Zweiten
Weltkrieg und wurde damals auch gefordert – für Grüne und Linke
„Nazi-Propaganda“. Auch die zahlreichen Vorschläge des Energiesparens der Ära
Adenauer dürften für Grüne nur ein Rückfall in die rückständigen fünfziger
Jahre sein. Und so gehört gedankenlose Energieverschwendung seit Jahrzehnten
zum grün-linken Kulturgut. Das kann man jeden Tag und überall beobachten. Das
fängt bei den zahlreichen Flugreisen und SUV-Ausflügen an und endet keineswegs
beim Italiener, der frisch eingeflogene Meeresfrüchte aus dem Mittelmeer
serviert und selbst das Mineralwasser über tausende von Kilometern heranfahren
lässt. Theoretisch könnte man zwar auch Bad Vilbeler Urquelle oder Gerolsteiner
trinken – aber das ist nicht gerade in. Und auch die FFF-Demonstranten hängen
den ganzen Tag an ihrem mit Strom betriebenen Smartphone und posten ihrer
weltweiten Fan-Gemeinde jeden Aufenthalt an der Pommes-Bude und jeden
Toilettengang live. Dass sowohl für die Geräte als auch die entsprechende
Infrastruktur (Sender, Server, Satelliten) Unmengen an Energie – meist völlig
sinnfrei – verbraucht wird, interessiert sie offensichtlich nicht. Und deshalb
fordern sie auch nicht Energiesparen, sondern nur erneuerbare Energien.

Ihr
Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.cicero.de/wirtschaft/habeck-notfallplan-gas-energiesparen-russland

(2)
https://epaper.fnp.de/webreader-v3/index.html#/473520/8-9

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