30 JAHRE NACH DER WIEDERVEREINIGUNG: SPD-Junior merkt nicht, dass Sozialismus gescheitert ist …und keiner in der SPD sagt es ihm.

Guten Morgen liebe Hessen,

SPD-Junior Kevin Kühnert – von „Beruf“ Studienabbrecher – fantasierte jüngst über seine Wunschvorstellung von einem Deutschland, in dem große Konzerne vergesellschaftet werden. Ob dabei am Ende ein staatliches oder genossenschaftliches Unternehmen herauskommt, sei ihm egal. Ebenso sollte es kein Geschäftsmodell mehr mit Wohnraumvermietung geben. Maximal dürfe einem die Wohnung gehören, in der man selber wohnt.

Angenommen, es gebe nach der Fantasie von Klein-Kevin keinen Wohnungsmarkt mehr, wie sollte dann jemand, der sich – z.B. um zu arbeiten oder zu studieren – in einer anderen Stadt niederlassen will, eine Wohnung finden ? Oder soll man dann lebenslang an die eigenen vier Wände gefesselt sein ?

Auch ein beliebtes Modell der Altersvorsorge ist im Kühnert-Kosmos unmöglich: Das Eigenheim mit Einliegerwohnung, die man zuerst für die eigenen Kinder nutzt und später – wenn diese ausgezogen sind – vermietet, um die schmale Rente aufzubessern.

Wohin die Abschaffung des Privatvermögens von Unternehmen führt, zeigte eindrucksvoll die DDR und ist immer noch anschaulich in sozialistischen Staaten wie Venezuela und Nord-Korea zu besichtigen, wo alle Menschen zwar gleichviel haben, aber eben auch alle gleich arm sind – ausgenommen natürlich die Parteibonzen, zu denen Kevin auch gerne gehören möchte.

Um einem Ausufern von großen Konzernen wie Amazon, Google oder Facebook zu begegnen, bedarf es keiner planwirtschaftlichen Eingriffe, sondern einer sinnvollen Besteuerung. Über ein sinnvolles Steuerkonzept könnten Bürger entlastet und große Konzerne am Ort Ihres Gewinnertrags ihren Beitrag dazu leisten.

Aber davon versteht Kevin nichts – er kennt die DDR nicht aus eigener Anschauung und hat sich um den Erwerb entsprechender Fachkenntnisse wohl auch nicht besonders bemüht. Das wäre eigentlich kein Problem, wenn er nicht an prominenter Stelle seine Theorien und Pläne verkünden dürfte, ohne dass ihn jemand daran hindert. Was eigentlich möglich und auch notwendig wäre.

Vielleicht weniger aus den eigenen JUSO-Reihen als vielmehr von der Mutterpartei SPD. Die Parteivorsitzende Andrea Nahles hüllt sich in Schweigen – möglicherweise hat ihr auch niemand erklärt, was Kevin jetzt wieder von sich gegeben hat. Aber auch ihr Vize Stegner („Pöbel-Ralle“) hat mit ihm offensichtlich kein Problem. Auf Twitter äußerte er sich wie folgt: „…mir ist ein Juso-Chef, der links von der SPD steht, allemal lieber als eine Junge Union, die ihre Mutterpartei noch rechts überholt.“ [1].

Aber was soll man schon von der SPD erwarten: Die SPD hat eine große Vergangenheit, aber keine Zukunft – bei der AfD ist es genau umgekehrt.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

[1] https://twitter.com/Ralf_Stegner/status/1123681843298144256

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