AACHENER „ALLAHU AKBAR“ SERIENTÄTER: In Deutschland groß geworden, trotzdem islamistisch radikalisert

Guten Morgen liebe Hessen,

Vor einigen Wochen war ein 23-Jähriger mit seinem Auto in Stolberg bei Aachen unterwegs. Kurz nach Mitternacht wurde die Tür des im Schritttempo fahrenden Fahrzeugs aufgerissen und der Fahrer von dem Angreifer mit einem Messer lebensgefährlich verletzt. Er konnte durch eine Not-OP gerettet werden. Der Täter hatte bei der Tat „Allahu akbar“ gerufen. Am Folgetag konnte der Tatverdächtige durch ein mobiles Einsatzkommando festgenommen werden (1).

Der Beschuldigte ist Deutsch-Iraker und dem Staatsschutz bereits seit 2016 bekannt. Damals beteiligte er sich an der Koranverteil-Aktion „Lies!“ (2). Er galt bislang beim Staatsschutz schon länger als sogenannter Prüffall und wurde jetzt zum Gefährder hochgestuft (3). Er hatte bereits Mitte März in einem Restaurant in Aachen einen Mann mit einem großen Messer am Arm verletzt, wobei er ebenfalls „Allahu akbar“ ausrief (4).

Weitere Angaben sind der Presse nicht zu entnehmen. Aber das, was bekannt ist, ist aufschlussreich. Der Tatverdächtige kam vermutlich als Kind aus dem Irak nach Deutschland oder wurde hier geboren, in jedem Fall aber hier sozialisiert. Und dennoch bewegt er sich offensichtlich in der islamistischen Szene und ist radikalisiert, so dass er zumindest zwei islamistische Anschläge verübt hat. Die Erziehung und der Besuch der Schule haben ihn nicht daran gehindert, sich zu radikalisieren. Vielleicht hat er während seiner Schulzeit sogar den staatlichen den Islam-Unterricht besucht.

Besonders problematisch ist die Nationalität des Tatverdächtigen: Deutsch-Iraker. Nach dem aktuellen Staatsangehörigkeitsrecht erwirbt ein Kind ausländischer Eltern automatisch die deutsche Staatsangehörigkeit, wenn es in Deutschland geboten wurde und mindestens ein Elternteil sich seit 8 Jahren rechtmäßig im Land aufhält. Damit kann er nicht einmal in die Heimat abgeschoben werden, wo er seiner Religion des Friedens ungestört nachgehen kann.

Und so wird es in Zukunft vermutlich immer mehr „Prüffälle“ und potentielle „Gefährder“ geben, die sich im Land aufhalten und frei bewegen können. Die beschäftigen eine Vielzahl von Behörden-Mitarbeitern, die die betreffenden Personen beobachten, Daten auswerten und archivieren, aber meist keine Anschläge verhindern können. Sie wissen dann nur hinterher, dass der Betreffende aufgefallen war.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.focus.de/panorama/welt/taeter-soll-allahu-akbar-gerufen-haben-islamistischer-hintergrund-messerattacke-in-stolberg-bei-aachen_id_12425542.html
(2) https://www.merkur.de/politik/nrw-wahl-2020-messerattacke-stolberg-islamistisch-terror-autofahrer-polizei-teater-ermittlungen-zr-90043393.html
(3) https://www1.wdr.de/nachrichten/rheinland/messerstecher-stolberg-fahndung-100.html
(4) https://www.spiegel.de/politik/deutschland/stolberg-mutmasslicher-messerstecher-war-polizeibekannt-a-b3716028-449f-43c1-8a0c-1bacbee0dbfa

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