ARD EXPERTE STELLT ZUSTÄNDE IN FREIBAD KLAR: Natürlich keine Übergriffe durch Migranten, sondern nur ein „Jugendstreich“, Zusammenhang mit Flüchtlingen sei „nicht erkennbar“

Guten Morgen liebe Hessen,

In der laufenden Badesaison kam es immer wieder zu Vorfällen mit jungen Männern oder Jugendlichen in Freibädern. Das Rheinbad in Düsseldorf stand dabei mehrfach im Fokus und musste wiederholt geschlossen werden, „weil Hunderte Jugendliche randalierten“ und die Anweisungen der Bademeister nicht befolgten. Das Bad wurde dann mit Hilfe der Polizei geräumt (1). Inzwischen wurde dann eine Ausweiskontrolle durchgeführt. Absurd: an der Landesgrenze wird nicht kontrolliert, am Eingang eines Schwimmbades schon (1).

Die Vorfälle wurden im Rahmen eines „Wertedialogs“ thematisiert, an dem u.a. der Düsseldorfer OB und der Integrationsminister des Landes teilnahmen. Dabei schilderte ein Rheinbad-Schwimmmeister die Vorfälle aus einer Sicht: „Man erlebt oft Beleidigungen, man wird mit Vergewaltigung der Mutter bedroht, Morddrohungen, ich töte dich, ich zünde dich an“ (2). Angesichts zahlloser Vorfälle, bei denen es tatsächlich – oft aus nichtigem Anlass – zu Tötungsdelikten gekommen ist, muss man diese Drohung durchaus ernst nehmen. Der Schwimmmeister berichtet, dass er während seiner Arbeit auch schon körperlich attackiert worden. Das Erteilen von Hausverboten bringe nicht viel: „Viele Jugendliche lachen einfach darüber“ (2).

Auch andere Bürger schildern ihre Erfahrungen. Ein Bürger berichtet, wie er mit seiner Frau einmal fluchtartig das Schwimmbad verlassen habe, weil sich eine Gruppe von Jugendlichen zusammenrottete: „Ich kenne viele Frauen, die da gar nicht mehr hingehen“. Ein anderer sagt, er würde aufgrund der Vorfälle das Bad nicht mehr besuchen, obwohl er viele Jahre regelmäßig dort war. Ein weiterer Bürger sagt, es gebe auch Migrantengruppen, die ihm Freude machen: „die Japaner – die räumen auf, veranstalten den Japan-Tag – und sie parken nicht mal falsch“ (2). Ein schlechter Vergleich – fast schon rassistisch. Natürlich gibt es auch Japaner, die falsch parken oder eine Zigarettenkippe auf die Straße werfen.

Und so ist es natürlich Zufall, dass es sich bei den Tätern im Rheinbad um – wie Augenzeugen berichten – “Schwarzafrikaner” handelt. Und der Leiter des ARD-Magazins Monitor, Georg Restle, bestritt die Darstellungen des Bademeisters und stellte klar, dass es natürlich nicht zu zu Übergriffen durch Migranten gekommen sei. Es habe sich um einen „Jugendstreich“ gehandelt, ein Zusammenhang mit Flüchtlingen sei „nicht erkennbar“ (3). Und der Düsseldorfer OB Thomas Geisel (SPD) sekundiert: es handele sich um einen „lebendigen Badebetrieb“, der jetzt dazu diene, ein „unappetitliches deutschnationales Süppchen“ zu kochen (3).

Ein „Jugendstreich“ – Morddrohungen, die man durchaus ernst nehmen muss. Da fallen einem doch gleich die wohlgesetzten Worte des Fußball-Managers Christian Streich ein, die er im Zusammenhang mit dem Mord an der Studentin Maria L. in Freiburg fand: „Und jetzt ist der Bub, der was ganz Schlimmes gemacht hat, aus Afghanistan. Und dann sind es die Afghanen oder die Ausländer“ (4).

Nein, es sind nicht die Afghanen oder die Ausländer, sondern es sind alles Einzelfälle. Aber Einzelfälle, von denen viele hätten vermieden werden können, wenn die Bundeskanzlerin einfach nur geltendes Recht angewendet hätte.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/duesseldorf-polizei-raeumt-rheinbad-erneut-wegen-randale-a-1279287.html
(2) https://www.msn.com/de-de/nachrichten/panorama/„man-wird-mit-vergewaltigung-der-mutter-bedroht“/ar-AAGbOrg?ocid=spartandhp
(3) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2019/rheinbad-bademeister-spricht-von-todesdrohungen/
(4) https://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/article160138769/Streichs-Brandrede-gegen-Rassismus-Hass-und-AfD.html

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