Auch nach über eine Woche: Merkel & Co. schweigen nach Würzburg-Attentat

Guten Morgen liebe Hessen,

Am Freitag, dem 25. Juni 2021 tötete ein abgelehnter Asylbewerber aus Somalia in Würzburg drei Frauen mit einem Messer und verletzte weitere 6 Personen schwer. Alle Zeitungen berichteten über den Terrorakt, nur von den verantwortlichen Politikern war relativ wenig zu hören. Das war zu erwarten, denn der Täter gehört der Religion des Friedens an und brachte seine Tat selbst mit dieser Religion in Zusammenhang („Allahu akbar“, „Dschihad“), seine Opfer dagegen gehören zur Gruppe der schon länger hier Lebenden. Wäre es umgekehrt gewesen, wäre die Reaktion sicher deutlich anders ausgefallen. So veranlasste vor einigen Jahren ein auf einem Moscheen-Bauplatz in Leipzig abgelegter Schweinekopf den damaligen SPD-Vorsitzenden dazu, sofort den Ort des Geschehens zu besuchen, um ein Zeichen gegen Intoleranz und Islamfeindlichkeit zu setzen. Der Anschlag sei für ihn ein Angriff auf die deutsche Gesellschaft und habe Entsetzen ausgelöst (1).

Dagegen war die Reaktion hochrangiger Politiker angesichts des Würzburger Attentates verhalten – weder die Kanzlerin besuchte den Ort der Bluttat noch der Bundespräsident. Auf dessen Internetpräsenz wurde am Folgetag nur über seine Ansprache beim Benefizkonzert im Kloster Eberbach und seine Videobotschaft zur Eröffnung der 70. Lindauer Nobelpreisträgertagung berichtet (2). Sein Vorgänger hatte in seiner Weihnachtsansprache 2012 noch beklagt: „Sorge bereitet uns auch die Gewalt: In U-Bahnhöfen oder auf Straßen, wo Menschen auch deshalb angegriffen werden, weil sie schwarze Haare und eine dunkle Haut haben“ (3). Ein bestialischer Mord an völlig unbeteiligten Bürgern scheint seinem Nachfolger dagegen wenig Sorge zu bereiten. In seiner dünnen Pressemitteilung findet sich jedenfalls kein einziges Wort der Frage darüber, wie diese Tat geschehen konnte und wie man weitere ähnliche Verbrechen in Zukunft verhindern kann (4). Verständlich, denn dann wäre die einzig sinnvolle Antwort gewesen: allen Personen, die eine Gefahr für die Bevölkerung darstellen, die Einreise nach Deutschland zu verweigern und alle, die sich als potentielle Gefährder erweisen, unverzüglich auszuweisen und abzuschieben.

Regierungssprecher Steffen Seibert bezeichnete den Somalier Abdirahman J. (24) als „Amokläufer“, dessen Tat sich gegen „jede Religion“ richte. Seibert äußerte seine „Gewissheit“, dass es „keine Religion gibt, die eine solche blindwütig hasserfüllte Tat in irgendeiner Weise rechtfertigt“ (5). Dass es möglicherweise doch eine Religion gibt, die die Tötung von Ungläubigen fordert, verschweigt der Regierungssprecher. Die religionspolitische Sprecherin der Linkfraktion im Bundestag warnte sogar wenige Tage nach dem Würzburger Attentat vor anti-moslemischem Rassismus: „Rassistische Gewalt, Hass und Diskriminierung aufgrund ihrer Religion oder ihrer Herkunft erleben Musliminnen und Muslime in Deutschland tagtäglich. Musliminnen und Muslime erfahren Diskriminierung in Schulen, an Universitäten, auf dem Wohnungs- und dem Arbeitsmarkt oder auf Ämtern“ (6). Kein Wort über den Attentäter und seine Äußerungen („Allahu akbar“, „Dschihad“). Und auch der Zentralratsvorsitzende Mazyek warnte wenige Tage nach dem Massaker wieder einmal vor „antimuslimischem Rassismus“ und beklagte, Übergriffe auf Muslime hätten weiter zugenommen: „Gefahr ist leider weiter real“ (7). Kein Wort über die „reale Gefahr“ unbeteiligter Bürger, Opfer eines religiös motivierten Messerstechers zu werden.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/regional/leipzig/sigmar-gabriel/sigmar-gabriel-besucht-moscheeplatz-33416120.bild.html

(2) https://www.bundespraesident.de/DE/Home/home_node.html

(3) http://www.spiegel.de/politik/deutschland/wortlaut-gaucks-erste-weihnachtsansprache-a-874548.html

(4) https://www.bundespraesident.de/SharedDocs/Pressemitteilungen/DE/2021/06/210626-Messerangriff-Wuerzburg.html;jsessionid=F13A8584C900E091B4776DE29C28C4B0.1_cid383?nn=1892032

(5) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/messer-angriff-in-von-wuerzburg-kanzleramt-verschweigt-hinweise-auf-islamismus-76888982.bild.html

(6) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/linkspartei-anti-islamischen-rassismus/

(7) https://www.merkur.de/sachsen/zentralrat-der-muslime-warnt-vor-gefahr-durch-rassismus-zr-90835002.html

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