Bedford-Strohm lobt Anschaffung von „Rettungsschiff“ – Evangelische Kirche wird zum Helfershelfer der Schleuserbanden

Guten Morgen liebe Hessen,

Heinrich Bedford-Strohm, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), sorgt sich seit Langem um Personen, die in Seenot geraten sind. Er hat dabei aber nicht etwa die Schiffbrüchigen auf den sieben Weltmeeren im Blick, sondern nur ganz bestimmte Personen, die vor der Küste Libyens in Seenot geraten sind, weil sie mit untauglichen Schlauchbooten in Richtung Europa aufgebrochen sind. Denen will er jetzt konkret helfen – mit einem eigenen Schiff.

Das hat jedenfalls der Rat der EKD beschlossen. Hierzu der Ratsvorsitzende: „Es ist mehr als Symbolik, es geht um exemplarisches Handeln. Es werden ganz konkret Menschen gerettet“. Die will er aber nicht etwa – wie es das Seerecht vorschreibt – in den nächsten sicheren Hafen bringen lassen, sondern in Europa verteilen: „Wir müssen einen Verteilmechanismus in Europa zustande kriegen, der verhindert, dass bei jedem einzelnen Schiff wieder von Neuem darum geschachert wird, ob Menschen an Land dürfen und wohin sie gehen dürfen“ (1).

Es gibt keinen Grund, zu „schachern“ – wie es der Theologe nennt – jedenfalls nicht für, die, die sich an Recht und Gesetz halten. Und die Regeln sind klar. Ebenso klar wie der ständige Versuch der kirchlichen Heuchler, die legitime Rettung aus Seenot mit der illegalen Migration der so Geretteten gleichzusetzen. Mit dem von Bedford-Strohm und vielen anderen geforderten Automatismus, alle vor der Küste Libyens aus meist selbst herbeigeführter Seenot Geretteten, ist niemandem geholfen – nicht einmal den Geretteten selbst. Außer natürlich den Hilfsorganisationen, die staatliche Milliarden in die eigenen Taschen umleiten. Denn jeder Zuwanderer kostet in Deutschland den Steuerzahler im Lauf seines Lebens fast eine halbe Million Euro (2). Ein nicht unerheblicher Anteil davon landet bei den Hilfsorganisationen.

Das ist aber nicht nur ein finanzielles Problem. Viele der auf Dauer Alimentierten sind mit ihrer Situation unzufrieden, weil sie keine sinnvolle Beschäftigung haben und in ihrer neuen Heimat am unteren Ende der sozialen Skala rangieren – ohne Aussicht auf Änderung. Das erzeugt Unzufriedenheit und Frust, die sich nicht selten in Gewalt und Kriminalität entladen. Die Zeitungen sind voll mit Berichten darüber – soweit überhaupt darüber berichtet wird.

Was aber vielen nicht bewusst ist oder verdrängt wird: der Automatismus, dass jeder, der von den Küsten Libyens gerettet wird, in die EU gebracht wird, wo er eine Aussicht auf lebenslange und leistungslose Alimentierung hat, wird nicht folgenlos bleiben. Die Information wird sich sofort auf dem ganzen afrikanischen Kontinent verbreiten und viele dazu verleiten, das verlockende „Angebot“ anzunehmen. Und viele der Perspektivlosen werden dem nicht widerstehen können: kostenlose Vollversorgung mit Wohnung, Taschengeld und medizinischer Versorgung auf höchstem Niveau gegen eine Existenz, die vom täglichen Überlebenskampf geprägt ist.

Und viele heißt in diesem Fall auch viele: Auf dem afrikanischen Kontinent leben mehr als eine Milliarde Menschen in Not und Armut, teilweise ohne sauberes Wasser und ohne jede medizinische Versorgung. Und jede Woche kommt eine weitere Million dazu. Selbst demjenigen, der nicht rechnen kann, ist klar, dass hier die Grenze der Aufnahmefähigkeit der EU schnell erreicht ist.

Bedford-Strohm wir sich darüber keine Gedanken gemacht haben. Er kennt das Problem aus der Bibel. Und die Lösung auch: Johannes 6, 10-14 (Speisung der 5.000).

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.welt.de/vermischtes/article200194964/Seenotrettung-Evangelische-Kirche-beteiligt-sich-mit-Schiff-im-Mittelmeer.html
(2) https://www.focus.de/finanzen/videos/ifo-chef-sinn-warnt-jeder-fluechtling-kostet-deutschland-450-000-euro_id_5327945.html

Weitere interessante Beiträge

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren