BUNDESINNENMINISTER SEEHOFER (CDU) PLANT: Bildung einer unabhängigen Expertengruppe gegen Islamfeindlichkeit

Guten Morgen liebe Hessen,

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) plant, eine „unabhängige Expertengruppe gegen Islamfeindlichkeit“ zu gründen. Die Expertengruppe, deren Tätigkeit auf mehre-re Jahre angelegt ist, soll „aktuelle und sich wandelnde Erscheinungsformen von Mus-lim- und Islamfeindlichkeit eingehend analysieren“ – so der Innenminister. Der ab-schließende Bericht der Gruppe soll „Empfehlungen für den Kampf gegen antimusli-mischen Hass und islamfeindliche Ausgrenzung geben“ (1).

An dieser Stelle muss man sich fragen, wer sich von wem abgrenzt. Der Islam kennt eine ganz klare Zweiteilung der Welt mit Aufteilung in Gläubige und Ungläubige. So heißt es in Sure 2, Vers 253: „Aber sie wurden uneins. Die einen von ihnen waren gläubig (āmanū), die anderen ungläubig (kafarū)“. Bereits mit dem Begriff „Ungläubi-ge“ anstelle von „Andersgläubige“ – ist eine Herabwürdigung verbunden. Diese findet sich in zahlreichen Koranstellen, u.a. in Sure 16, Vers 106: „Diejenigen, die an Gott nicht glauben (kafara), nachdem sie gläubig waren (baʿda īmāni-hi) […], über die kommt Gottes Zorn, und sie haben eine gewaltige Strafe zu erwarten“ Dabei werden die sog.

Schriftbesitzer (ahl al-kitāb) – gemeint sind die Juden und Christen – mehr-fach sowohl im Koran als auch in der Rechtsliteratur als kuffār bezeichnet, so z.B. in Sure 5, Vers 44: „Diejenigen, die nicht nach dem entscheiden, was Gott (in der Schrift) herabgesandt hatte, sind die (wahren) Ungläubigen (kāfirūn)“.

Der Koran ist für Muslime die verbindliche und nicht abänderbare Anleitung in allen Fragen des Glaubens, des gesellschaftlichen und staatlichen Zusammenlebens und des Umgangs mit Ungläubigen. So heißt es z.B. in Sure 5 Vers 51: „O die ihr glaubt! Nehmet nicht die Juden und die Christen zu Freunden“, in Sure 98 Vers 6: „Diejenigen von den Leuten der Schrift (Christen und Juden) und den Heiden, die ungläubig sind, werden (dereinst) im Feuer der Hölle sein und (ewig) darin weilen. Sie sind die schlechtesten der Geschöpfe“ und in Sure 2 Vers 191: „Und erschlagt sie (die Un-gläubigen), wo immer ihr auf sie stoßt, und vertreibt sie, von wannen sie euch vertrie-ben; denn Verführung (zum Unglauben) ist schlimmer als Totschlag“.

Dementsprechend kennt der Islam „keine religiöse Toleranz“, wie Otto Jastrow, emeri-tierter Professor für Arabistik an der Universität Tallinn und Emeritus an der Universi-tät Erlangen-Nürnberg feststellt. Denn: „Die Diskriminierung anderer Religionen zieht sich wie ein roter Faden durch die islamische Geschichte. Da der Islam für seine Gläubigen die einzig wahre und letztgültige Religion ist, können andere Religionen per se nicht gleichberechtigt sein“ (2).

Und deshalb grenzen sich Muslime von Ungläubigen ab, wie auch der Zentralrat der Muslime in Deutschland (ZMD) klar feststellt. Denn der Islam lehrt die Einheit der ge-samten Menschheit und „betont, dass Unterscheidungen nach Rassen, Hautfarben, Sprachen usw., niemals den Grund für Überlegenheitsansprüche einer Gruppe ge-genüber einer anderen bilden können“. Und weiter: „Die einzige, wirkliche Unterschei-dung zwischen den Menschen ergibt sich auf geistig sittlicher Ebene, nämlich die Un-terscheidung nach Rechtschaffenheit und Gottesehrfurcht“ (3). Bedeutet: Überlegen-heitsansprüche einer gruppe über die andere ergeben sich nur aus der Gottesehr-furcht, d.h. dem richtigen Glauben.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.abendblatt.de/politik/deutschland/article228579489/Seehofer-beschliesst-Expertenkreis-gegen-Islamfeindlichkeit.html
(2) https://www.deutschlandfunk.de/sure-109-der-islam-kennt-keine-religioese-toleranz.2395.de.html?dram:article_id=407920
(3) http://www.islam.de/72

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