Demographischer Wandel und Fachkräftemangel: Ungeregelte Migration kann keine Lösung sein

Guten
Morgen liebe Hessen,

Als
Adenauer 1957 bei seiner damaligen Rentenreform nach deren Finanzierbarkeit
gefragt wurde, erwiderte er: „Kinder werden immer geboren“. Seinerzeit ging er
davon aus, dass immer genug Nachwuchs vorhanden sein wird, um Rentenversorgung
der älteren Generation sicherzustellen. Ein Irrtum, wie man seit Jahrzehnten
weiß. Denn zu Adenauers Lebzeiten gab es zwar genug Nachwuchs, aber mit seinem
Tod im Jahr 1967 war das vorbei. Denn Ende der sechziger Jahre ging die
Geburtenrate deutlich zurück mit der Folge, dass zukünftig immer weniger
Beitragszahler immer mehr Rentner alimentieren müssen. Hinzu kommt die seit
Jahrzehnten steigende Lebenserwartung. War Adenauer zu seiner Zeit einer der
ganz Wenigen, die ihren 90. Geburtstag feiern konnten, leben heute in
Deutschland mehr als 700.000 Menschen, die über 90 Jahre alt sind und etwa
24.000, die über 100 Jahre alt sind – zu Adenauers Zeiten waren es nur wenige
hundert.

Das
demografische Problem ist seit Jahrzehnten bekannt, wird aber von den
verantwortlichen Politikern nicht angegangen. Verständlich, denn kaum einer
dieser Politiker wird den Erfolg seines Handelns (oder den Misserfolg seines
Nicht-Handelns) erleben – jedenfalls nicht mehr im wählfähigen Alter. Inzwischen
werden aber schon die Folgen des Nicht-Handelns deutlich sichtbar, vor allem im
Bereich des Fachkräftemangels. Der hat viele Ursachen, aber eine davon ist die
demografische Situation. Viele Politiker versuchen seit einiger Zeit, das
Problem dadurch zu lösen, dass sie eine kontinuierliche Zuwanderung aus dem Ausland
propagieren. Theoretisch ein sinnvoller Ansatz. Vorausgesetzt, die Zuwanderer
gehen einer versicherungspflichtigen Arbeit nach – und das über Jahrzehnte. Doch
davon sind wir weit entfernt.

Das
Land verzeichnet zwar eine erhebliche Zuwanderung – vor allem seit 2015 – aber
dabei handelt es sich in aller Regel nicht um Personen, die sich ohne weiteres
in den Arbeitsmarkt integrieren lassen. Die meisten Zuwanderer stammen aus
Ländern, in denen ein Bildungssystem nur rudimentär vorhanden und eine duale
Berufsausbildung unbekannt ist. Auch die universitäre Ausbildung ist mit der
unseren kaum vergleichbar. Viele Zuwanderer haben daher keine mit unserem
System vergleichbare Schul- oder Berufsausbildung, nicht wenige sind
Analphabeten. Hinzu kommt das Sprachproblem. Kaum einer der Zuwanderer kann die
deutsche Sprache und viele sind auch weder bereit noch in der Lage, diese
hinreichend zu erlernen.

Das
demografische Problem – falls ein solches überhaupt besteht oder gelöst werden
muss – kann jedenfalls nicht mit einer unkoordinierten Zuwanderung gelöst
werden, die dem Zufall – bzw. dem Stärkeren – überlassen wird. Denn ins Land
strömen ganz überwiegend junge Männer aus archaischen Kulturen, die vielfach
nicht bereit sind, sich an die Regeln und Gesetze des Landes zu halten. Zudem
bringen viele bestenfalls eine rudimentäre Schul- oder Berufsausbildung mit,
die in der hochtechnisierten Wirtschaft kaum gefragt ist.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

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