Der aktuelle Messerbericht

Guten Morgen liebe Hessen,

Das neue Jahr begann, wie das alte endete: mit täglichen Berichten über Messerstechereien. In Gelsenkirchen randalierte ein Mann und demolierte einen vor einer Polizeiwache geparkten Streifenwagen. Als sich die Beamten dem Mann näherten, attackierte dieser sie mit einem Messer, wobei er „Allahu akbar“ schrie. Trotz wiederholter Aufforderung blieb er nicht stehen. Ein Beamter gab daraufhin einen Schuss ab, der den Angreifer tödlich traf (1). Der Angreifer – der Türke Mehmet B. (37) – war bereits seit längerem polizeibekannt, u.a. wegen verschiedener Gewaltdelikte, Widerstand gegen Polizisten und Beleidigung. Zuvor war er bereits in der geschlossenen Psychiatrie eines Krankenhauses behandelt worden, da bei ihm Eigen- und Fremdgefährdung vorlag (2).

Wenige Tage vorher ein ähnlicher Vorfall in Villejuif, einer Gemeinde südlich von Paris. Ein „Mann“ griff in einem Park mehrere Personen mit einem Messer an. Ein 56-jähriger Passant wurde dabei getötet, zwei weitere verletzt, einer davon schwer. Mehrere Zeugen gaben an, der Mann habe bei den Angriffen „Allahu akbar“ gerufen. Kurz darauf wurde der Täter in der Nachbargemeinde Haÿ-les-Roses von der Polizei auf der Flucht erschossen. Der Täter lebte in Paris und war offensichtlich in psychiatrischer Behandlung (3).

In Kempten wurde wenige Tage nach Jahresbeginn ein 17-jähriger von drei jungen Männern angegriffen. Diese hatten ihn zunächst nach Zigaretten gefragt, die er aber als Nichtraucher nicht mit sich führte. Anschließend forderten sie ihn unter Drohung mit einem Messer auf, sein Hab und Gut herauszugeben. Als er sich weigerte, wurde er mit Messerstichen am Oberkörper verletzt. Die drei Tatverdächtigen im Alter zwischen 15 und 16 Jahren wurden von der Polizei festgenommen. Einer von ihnen leistete Gegenwehr, wobei er nach den Beamten schlug und trat (4). Zur Nationalität oder dem kulturellen Hintergrund wurde nichts berichtet – wohl um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen und um zu verhindern, dass Rechtspopulisten die Tat instrumentalisieren.

Ähnlich wie bei einem Vorfall in Frankfurt. Dort hatte ein junger „Mann“ in der Silvesternacht vor einem Club vier Türsteher mit einem Klappmesser angegriffen. Der 18-jährige hatte dabei einer der Türsteher am Bauch verletzt, einen weiteren am Oberkörper und einen dritten am Bein. Der Tatverdächtige wurde kurze Zeit später festgenommen. Auch über dessen Herkunft gab es keine Auskünfte (5). Einige Tage vorher hatte ein 44-jähriger Familienvater in Heilbronn seine 33-jährige Ehefrau in der Wohnung in Anwesenheit der gemeinsamen sieben Kinder mit einem „spitzen“ Gegenstand getötet. Tatmotiv war wohl Eifersucht. Der Ehemann kosovarischer Nationalität wurde kurz nach der Tat festgenommen (6).

Und so geht alles weiter wie bisher. Praktisch täglich liest man in den Zeitungen – oft versteckt als kleine Meldung im Lokalteil – von Messerstechereien und anderen Gewaltdelikten, die häufig tödlich enden. Schlimm genug. Was aber noch schlimmer ist: nur selten – und auch dann nur widerwillig – wird die Herkunft des Täters genannt. Und selbstverständlich wird nie die Herkunft aus einem gewaltaffinen Kulturkreis als Ursache der Tat Betracht gezogen. Inzwischen landen die meisten Täter in einer psychiatrischen Einrichtung mit der Begründung, der Täter sei zur Tatzeit aufgrund einer tiefgreifenden psychischen Erkrankung schuldunfähig gewesen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.focus.de/panorama/welt/kriminalitaet-polizist-erschiesst-mutmasslichen-angreifer-in-gelsenkirchen_id_11520986.html
(2) https://www.bild.de/bild-plus/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/gelsenkirchen-die-kranke-welt-des-polizisten-angreifers-67118728.bild.html
(3) http://www.leparisien.fr/faits-divers/villejuif-un-homme-poignarde-trois-personnes-dont-une-mortellement-03-01-2020-8228229.php
(4) https://www.all-in.de/kempten/c-polizei/jugendlicher-17-in-kempten-erpresst-und-mit-messer-angegriffen_a5051916
(5) https://epaper.fr.de/webreader-v3/index.html#/462572/36-37
(6) https://www.tag24.de/nachrichten/heilbronn-bluttat-vater-ermordet-frau-mutter-sieben-minderjaehrige-kinder-polizei-1335415

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