EINWANDERUNG WIE IN KANADA: Integration ohne Integrationsbeauftragte

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung – Annette Widmann-Mauz (CDU) – hat sich für eine „vielfältige Gesellschaft“ ausgesprochen. Sie forderte, sich denen entgegenzustellen, die den „Zusammenhalt zerstören“ wollen. Denn: „Deutschland braucht Zuwanderung, unsere vielfältige Gesellschaft hat unser Land stark gemacht“. Und weiter: „Wichtig ist, dass wir deutlich machen, dass Vielfalt auch notwendig und wichtig ist, eine Bereicherung für uns sein kann, dass wir Menschen, die unterschiedlicher Religion und unterschiedlicher Herkunft sind, nicht als Bedrohung, sondern als Mitmenschen wahrnehmen“ (1).

An dieser Stelle muss man sich zunächst fragen, wozu es überhaupt eine Integrationsbeauftragte gibt. Echte Einwanderungsländer – wie etwa USA, Kanada, Australien oder Neuseeland – kennen keine Integrationsbeauftragten. Wer in diese Länder einwandert, muss sich selbst integrieren – ohne Integrationsbeauftragte und ohne Hilfe. Dazu gehört an erster Stelle, dass der Einwanderer die Landessprache lernt – ohne Integrations- oder Sprachkurse. In Deutschland muss er das nicht. Im Gegenteil: niemand muss den vom Staat finanzierten Deutschkurs besuchen. Denn er bekommt in allen Lebenslagen – z.B. auch als Angeklagter vor Gericht – einen (oder mehrere) Dolmetscher (kostenlos) gestellt. Und auf Ämtern steht auch in aller Regel ein Mitarbeiter mit den entsprechenden Sprachkenntnissen zur Verfügung. Und in den einschlägigen Geschäften und Lokalen wird ohnehin die entsprechende Landessprache gesprochen. Wozu also Deutsch lernen. Das benötigt man bestenfalls, wenn man arbeiten möchte. Aber wer will das schon.

Die Integrationsbeauftragte sorgt sich um den gesellschaftlichen Zusammenhalt, der nicht zerstört werden soll. Wie gut dieser Zusammenhalt ist, kann man an vielen Stellen beobachten. Vor allem dort, wo viele Nationen zusammenleben. Da halten alle zusammen: Türken und Kurden, Libanesen und Palästinenser, Sunniten und Schiiten, Juden und Araber. Ganz anders als in ihren Herkunftsländern, wo sie sich häufig heftig bekämpfen. In Deutschland nicht. Da halten alle zusammen.

Und dieser multikulturelle Zusammenhalt, die Zuwanderung und „unsere vielfältige Gesellschaft hat unser Land stark gemacht“. Sagt jedenfalls die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung. Woher sie diese Erkenntnis hat, verrät sie nicht. Aus den Geschichtsbüchern jedenfalls nicht. Denn wenn sie dort nachgelesen hätte, hätte sie festgestellt, dass Deutschland wirtschaftlich sehr stark war lange bevor es multikulturell und bunt wurde. Deutschland war im ausgehenden 19. und beginnenden 20. Jahrhundert die führende Industrienation. Wirtschaft, Technik und Wissenschaft waren hochentwickelt, zahllose Erfindungen und technische Neuerungen kamen aus dem monokulturellen Land, die Wissenschaft war weltweit führend, zahllose Nobelpreise gingen nach Deutschland.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2020/integrationsbeauftragte-spricht-sich-fuer-vielfaeltige-gesellschaft-aus/

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