Ex-Bundespräsident Wulff hat Sorgen: „Der Islam gehört zu Deutschland“-Zuspruch hat deutlich abgenommen

Guten Morgen liebe Hessen,

Christian Wulff hat sich auf dem Kirchentag zu Wort gemeldet. Viele haben lange darauf gewartet. Sind es doch gerade die Worte des vormaligen Kurzzeit-Bundespräsidenten, die vielen von uns immer wieder Halt und Richtschnur sind. Und er hat seinen Klassiker wiederholt: „Der Islam gehört inzwischen auch zu Deutschland“ und er sagt das heute „noch vehementer“ als vor neun Jahren. Was dem Präsidenten aber Sorge bereitet: 2010 hatten ihm 60 Prozent der Bevölkerung mit dieser Aussage zugestimmt, heute sind es nur noch 40 Prozent (1).

Was uns jedoch Sorge bereiten sollte: warum ist es für Wulff ein Problem, wenn die Bevölkerung im Lauf der Zeit ihre Meinung ändert. Das ist ein völlig normaler Prozess und in der Regel auch rational nachvollziehbar. 1910 haben viele Deutsche dem Kaiser zugejubelt, 1920 niemand mehr. Grund: der dazwischen liegende erste Weltkrieg mit vielen Millionen Opfern. 1950 war es weitgehender Konsens, dass Homosexualität bestraft werden muss, 1990 hat das nicht einmal mehr die katholische Kirche gefordert. Auch das hat gute Gründe.

Wenn der Ex-Präsident jetzt feststellt, dass vor knapp zehn Jahren 60 Prozent der Bevölkerung der Meinung waren, dass der Islam zu Deutschland gehört, heute aber nur von 40 Prozent, sollte er sich fragen, warum. Das macht er aber nicht. Vermutlich, weil er die Antwort kennt – oder zumindest erahnt.

Was hat sich denn in dieser Zeit in Deutschland geändert? Zunächst wurde Aiman Mazyek zum Vorsitzenden des Zentralrats der Muslime gewählt. Sicher für viele ein Grund, dem Satz des Ex-Präsidenten zu widersprechen. Aber es hat sich ja mehr verändert in diesem Land. Es sind – vor allem seit 2015 – zahlreiche Muslime nach Deutschland eingewandert – die Zahl hat also deutlich zugenommen. Und diese Muslime sind heute viel präsenter in der Öffentlichkeit als vor zehn Jahren. Aber es ist nicht nur die Anzahl, sondern auch deren Verhalten. Viele Muslime fordern nicht nur permanent Respekt ein (was immer das heißen soll), sondern auch, dass sie ihre Religion frei und ohne Einschränkungen praktizieren dürfen.

Und dieses Praktizieren kollidiert in vielen Bereichen mit unserem Grundgesetz und den Gesetzen. Beispiele: Kopftuch, Schächten, Beschneidung, Sargpflicht, Polygamie, Kinderehen und vieles mehr. Und unser Staat und sein Rechtssystem kommt den Forderungen praktisch immer nach und höhlt so zunehmend unser Wertesystem und unseren Rechtsstaat aus. Immer weniger Bürger dieses Landes haben Verständnis dafür, dass Regeln nur für sie gelten sollen, nicht aber für muslimische Neubürger. Der Normalbürger kann nur eine Frau heiraten, bei der zweiten macht er sich bereits strafbar. Der muslimische Mitbürger dagegen hat drei oder vier Frauen, wird dafür aber nicht bestraft. Der Normalbürger mit seiner Kleinfamilie (Frau und zwei Kinder) hat Schwierigkeiten, eine Wohnung zu finden und wenn er sie gefunden hat, diese auch zu bezahlen. Der muslimische Mitbürger bekommt auch für seine 4 Frauen und 23 Kinder mehrere Wohnungen kostenfrei vom Staat zur Verfügung gestellt.

Dass vor diesem Hintergrund immer weniger Bürger dem berühmten Satz des Präsidenten, der ohne diesen Satz längst in Vergessenheit geraten wäre, zustimmen, kann eigentlich niemanden verwundern. Und erst recht keine Sorge bereiten. Ein Grund zur Sorge wäre es nur, wenn die Zustimmung nicht abgenommen hätte.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordnter

(1) https://www.focus.de/regional/dortmund/kirche-wulff-auf-kirchentag-islam-gehoert-zu-deutschland_id_10852731.html

Weitere interessante Beiträge

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren