Fast jede Woche ein Ehrenmord: Importierter Frauenhass, oft aus Afghanistan

Guten Morgen liebe Hessen

Mord und Totschlag gab es schon immer in Deutschland. In jedem Jahr ereignen sich einige Tötungsdelikte. Motive und Tatabläufe sind weitgehend bekannt: meist handelt es sich um Tötungen aus Eifersucht, Rache oder um an das Geld anderer zu kommen. Seit einigen Jahren gibt es in Deutschland eine neue Variante der Tötungsdelikte, die bislang unbekannt war: den „Ehrenmord“. Gemeint ist damit die Tötung einer Frau durch nahe Familienangehörige zur Wiederherstellung der „Familienehre“. Dieses Delikt ist in verschiedenen – meist islamischen – Ländern bekannt. Frauen, die sich nach deren Vorstellung „unehrenhaft“ verhalten – also sich z.B. selbst einen Ehepartner auswählen – verletzen damit die Familienehre. Vielfach wird als einzige Möglichkeit der Wiederherstellung der Ehre die Tötung der betreffenden Frau angesehen, die im Familienrat vereinbart und von einer oder mehreren der jüngeren männlichen Familienmitglieder – meist Brüder der Betroffenen – durchgeführt wird. Diese Tradition wird von den Familienmitgliedern vielfach auch dann nicht aufgegeben, wenn sie in ein Land einwandern, in dem diese Tradition unüblich und die Umsetzung gegen strafrechtliche Bestimmungen verstößt. Und das gilt natürlich vor allem in jenem Land, in dem die Tötung zur Wiederherstellung der Familienehre zwar unter Strafe steht, aber von Behörden und Gerichten aus Rücksicht auf kulturelle und religiöse Gepflogenheiten der Zuwanderer mit Nachsicht betrachtet wird, was sich auch nicht selten in einer besonders milden Strafe niederschlägt.

Ehrenmorde gehören in Deutschland zwischenzeitlich zum Alltag, wie die BILD-Zeitung weiß: „Fast jede Woche ein „Ehrenmord“ – viele Täter stammen aus Afghanistan“. Jüngster Fall: ihre zwei Brüder ermordeten Maryam „aus verletztem Ehrgefühl“, weil sie heiraten wollte. Besonders problematisch erscheint dabei, dass bislang Morde auf religiös-kultureller Basis in der Kriminalstatistik nicht gesondert erfasst werden. BILD geht von etwa einer Tat pro Woche aus. Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft DPolG hält selbst diese erschreckende Zahl noch für viel zu niedrig: Er geht „von deutlich über 100 ‚Ehrenmord-Fällen‘ in Deutschland im Jahr aus“ (1)

Dabei sind die Medien vielfach bemüht, den kulturellen bzw. religiösen Hintergrund der Taten auszublenden. So behauptete der Radiosender „Deutschlandfunk Kultur“ (DLF), der Mord an Maryam sei „kein Importprodukt“ aus dem Islam, sondern Ergebnis des „Patriarchats“. Die Aussage, dass es in Afghanistan zur Kultur gehöre, Frauen zu unterdrücken, wird von dem Sender als „rassistisch“ bezeichnet. Dabei sind die Täter regelmäßig Personen mit Migrationshintergrund aus islamischen Ländern, in denen bestimmte Moralvorstellungen gelten (1).

Wer den kulturellen Hintergrund der Morde aufzeigen möchte, wird vielfach angegriffen und als „Rassist“ oder „Islamhasser“ bezeichnet. Selbst Frauenrechtlerinnen bezeichnen Ehrenmorde unter Muslimen als sog. „Femizide“, also Morde, bei denen Frauen das Opfer sind. Dabei liegen zwischen Beziehungstaten und kulturell bedingten Ehrenmorden Welten. Ein Mann, der seine Frau, die ihn verlasen will, tötet, handelt alleine und kann keinesfalls auf die Unterstützung seiner Familie oder der Familie der Frau rechnen. Ganz anders beim Ehrenmord, der in der Regel eine gemeinschaftliche Tat ganzer Familien ist und seine Wurzeln in einem mittelalterlichen Rechtsverständnis hat, das vor allem durch fehlende Gleichberechtigung und Verweigerung der Selbstbestimmung der Frauen gekennzeichnet ist (2).

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/bild-plus/politik/inland/politik/neue-zahlen-der-schande-fast-jede-woche-ein-ehrenmord-77369988,la=de.bild.html

(2b) https://www.focus.de/politik/meinungsmacher/klartext-die-kolumne-von-ahmad-mansour-bitte-liebe-politiker-hoert-auf-bei-ehrenmorden-aus-falscher-toleranz-zu-schweigen_id_14100143.html

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