Ferienende: Bald wieder Friday4Future-Demos! Wenn eine CO2-Steuer nicht mehr hilft, muss die Menschheit neue Erde finden

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Friday-for-future-kids können aufatmen. Das lästige Klima-Problem wird bald gelöst sein. Der Klimawandel ist zwar nicht mehr aufzuhalten, die Erde wird unbewohnbar. Aber was solls: suchen wir uns einfach eine neue. Und die ist möglicherweise schon gefunden. RTL titelte kürzlich: „Forscher entdecken möglicherweise bewohnbaren Planeten – Leben wir bald auf der neuen XXL-Erde?“ (1). Und BILD freute sich: „Möglicherweise bewohnbarer Planet entdeckt – Ist das eine zweite Erde?“ (2).

Ein Wissenschaftler-Team hat außerhalb unseres Sonnensystems drei neue Planeten entdeckt. Einer davon ist möglicherweise bewohnbar. Auf den beiden anderen ist es zu warm: 250 Grad Celsius. Da kann man auch gleich auf der Erde bleiben. Aber der dritte hört sich gemütlich an: minus 53 Grad – auf den ersten Blick etwas kühl, aber dafür gibt es ja Wollsocken und Pudelmützen. Und wenn der Planet eine dichte Atmosphäre hat, „könnte er genügend Wärme einfangen, um den Planeten zu erwärmen und flüssiges Wasser auf seiner Oberfläche zuzulassen“, erklärt einer der Wissenschaftler (1).

Der Planet mit dem Namen GJ 357 d befindet sich in nur 31 Lichtjahren Entfernung von der Erde. Das ist „für astronomische Verhältnisse eine verhältnismäßig geringe Entfernung“, erklärt uns RTL. Damit der Leser nicht auf die Idee kommt, nachzurechnen. Wenn er das macht, kommt er auf 290.000.000.000.000 km. Damit kann keiner etwas anfangen. Also rechnen wir weiter. Angenommen, man will mit einer Rakete, wie sie für die Mondlandung benutzt wurde, dorthin fliegen, benötigt man 36.000 Jahre.

Natürlich wäre es eine verlockende Idee, Angela Merkel mit ihrer ganzen Entourage dorthin zu schicken, damit sie dort zu regieren und auf der heimatlichen Erde kein weiteres Unheil anrichten kann. Aber bleiben wir realistisch. Um überhaupt eine Chance zu haben, diesen Planeten zu besiedeln, müsste man mehre Millionen Menschen auf die Reise schicken, damit tausend Generationen später noch genügend dort ankommen, die nicht in Inzucht degeneriert sind. Auch das Problem der Versorgung mit Wasser und Nahrung auf dem Raumschiff müsste noch gelöst werden. Aber dafür haben wir ja Wissenschaftler.

Eine Frage hat sich aber offensichtlich noch kein Wissenschaftler – oder gar Politiker – gestellt. Was ist, wenn alle technischen und menschlichen Probleme einer solchen Reise tatsächlich lösbar wären und gelöst würden und eine größere Gruppe von Menschen würde den Planeten tatsächlich erreichen. Und kurz vor der Landung würden sie feststellen, dass der Planet von intelligenten Lebewesen bewohnt ist (eben weil er bewohnbar ist). Und diese Bewohner wären natürlich nicht bereit, ihren schönen Planeten einfach fremden Besatzern zu überlassen. Und sie wären auf eine Invasion vorbereitet, d.h. sie würden das irdische Raumschiff mit Raketen oder Waffen, die uns völlig unbekannt sind, attackieren. Was dann?

Hilfe von der Erde wäre nicht zu erwarten. Ein Funksignal mit dem Handy zur Erde würde 31 Jahre benötigen, die Antwort zurück genauso lang. Und selbst wenn die Schnelle Eingreiftruppe der Bundeswehr sofort einsatzbereit wäre, würde sie 36.000 Jahre benötigen, um ihren Einsatzort zu erreichen. Und das wäre wahrscheinlich zu spät.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.rtl.de/cms/leben-wir-bald-auf-der-neuen-xxl-erde-gj-357-d-4380931.html

(2) https://www.bild.de/ratgeber/wissenschaft/ratgeber/zweite-erde-planeten-trio-mit-moeglicherweise-bewohnbarer-welt-entdeckt-63673312.bild.html#remId=1599409558683173148

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