Früher Betrug, heute Zeitgeist: Trans-Athleten gewinnen Frauen-Wettbewerbe

Guten Morgen liebe Hessen,

Im Sport gibt es – immer noch – die Geschlechtertrennung und die veraltete binäre Einteilung in „M“ und „W“. Nur bei wenigen Sportarten treten Männer und Frauen gemeinsam an – wie etwa beim Schach, beim Dressurreiten oder beim Tennis. Ansonsten sind die Wettbewerbe streng getrennt. Und das hat auch seinen Grund. Männer und Frauen unterscheiden sich beim Körperbau erheblich und entsprechend ist die Leistungsfähigkeit auch sehr unterschiedlich. Das zeigt sich beim Laufen und Schwimmen genauso wie beim Werfen oder Gewichtheben. Dabei sind die Leistungen der Frauen in aller Regel deutlich schlechter als die der Männer. Das ist auch der Grund für die Geschlechtertrennung: bei einem gemischten Wettbewerb könnten Frauen niemals Sieger werden, sondern würden – selbst bei sehr guter Leistung – nur hintere Plätze belegen. Umgekehrt können Männer auch mit mäßiger Leistung Sieger werden, wenn sie gegen Frauen antreten.

Daher ist es durchaus naheliegend, dass Männer versuchen, in Frauenwettbewerben zu starten, um ihre Chancen auf eine Medaille zu erhöhen. So gab es Anfang der sechziger Jahre die sowjetische Diskuswerferin und Kugelstoßerin Tamara Press, die bei Olympischen Wettbewerben mehrere Goldmedaillen gewann, bei der es sich aber vermutlich um einen Mann gehandelt hatte. Was aber früher Betrug oder Manipulationen voraussetzte, ist heute – im Zeitalter der freien Geschlechterwahl – ganz offiziell und legal möglich: die Teilnahme an einem Wettbewerb des anderen Geschlechts. Und so tritt bei den aktuellen Olympischen Spielen in Tokio die neuseeländische „Gewichtheberin“ Laurel Hubbard an, die 1978 als Sohn des Bürgermeisters von Auckland geboren wurde (1). Als Sportler war er mäßig erfolgreich und ließ 2012 eine geschlechtsangleichende Operation vornehmen und trat ab diesem Zeitpunkt bei den Frauenwettkämpfen an (2), wo sie deutlich erfolgreicher war (3). Auch wenn der Testosteron-Spiegel der „Athletin“ unterhalb eines bestimmten Levels liegt, bleibt die Überlegenheit durch den unterschiedlichen Körperbau, der gerade beim Gewichtheben von entscheidender Bedeutung ist. Die Trans-Athletin verschafft sich einen physischen Vorteil gegenüber biologischen Frauen, der auch durch Hormone nicht vollständig beseitigt wird. Ein fairer Wettbewerb ist damit nicht mehr möglich. Aber offensichtlich stört das niemanden – vor allem auch nicht die Organisatoren der Wettbewerbe. Oder – falls doch – bringen sie dies nicht zum Ausdruck, möglicherweise um nicht als „transphob“ zu gelten.

Und so wird es wahrscheinlich zukünftig immer mehr erfolglose Sportler geben, die sich durch eine tatsächliche oder auch nur vorgebliche „Geschlechtsangleichung“ Siege und Medaillen erschleichen werden.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) Transgender lifter Laurel Hubbard picked in Commonwealth Games team. In: Website des New Zealand Herald. 24. November 2017

(2) Aufregung um eine zu starke Neuseeländerin. In: Website der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. 20. Juli 2019

(3) Transgender weightlifter makes history by winning two silver medals competing as a woman in the world championships. In: Website der Daily Mail. 6. Dezember 2017

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