Gender-Fanatiker erschließen neue Problemfelder: Blinde und Sehbehinderte sollen mit gendergerechter Sprache terrorisiert werden

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Katholische junge Gemeinde (KjG) stört sich bereits seit längerer Zeit an dem Begriff „Gott“. Nicht dass die jungen Katholiken jetzt zu den Atheisten übergelaufen wären – im Gegenteil. Sie glauben natürlich nach wie vor an Gott. Aber das Bild, das bei den meisten vor dem geistigen Auge entsteht – Gott „als alter weißer Mann mit Bart“ – passt nicht mehr in die Zeit. Denn „das an vielen Stellen sehr männlich geprägte Gottesbild“ soll in die „Vielfalt zurückgebracht“ werden, die es verdient. Eine mögliche Schreibweise wäre dann „Gott*“ oder „Gott+“, wobei das Pluszeichen auch als Kreuz gelesen werden kann (1).

Die „Vielfalt der Geschlechter“ und die „Weiterentwicklung inklusive geschlechtersensible Sprache“ scheint für die KjG ohnehin ein wichtiges Thema zu sein. Bereits 2014 hat sich dieser Kinder- und Jugendverband „sehr bewusst für die Verwendung des Asterisks (Gendersternchen) und für die gesprochene Pause als aus der queeren Community entwickelten Gendergap entschieden“. Denn ihr Ziel ist es, „Menschen jenseits eines binären Geschlechtersystems wahrzunehmen und in unserer verwendeten Sprache sicht- und hörbar zu machen“. Und die KjG hat auch gleich die Problemzone identifiziert. Denn sie hat festgestellt, „dass das Sternchen in diesem Zusammenhang aktuell noch keine inklusive Sprachform ist, da gängige Screenreader in ihren auf dem Markt am häufigsten verfügbaren Programmierungen das Sternchen nicht als Pause ausgeben“. Folge: Blinde und Sehbehinderte werden von der gendersensiblen Sprache ausgeschlossen, denn sie können das Sternchen nicht sehen und die Pause nicht hören. Die Betroffenen selbst scheint das nicht zu stören. Denn der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) empfiehlt, „geschlechtsneutrale Begriffe oder Paarbegriffe zu verwenden, um keine Irritation beim Hören hervorzurufen“. Das wiederum ist für die KjG „keine zufriedenstellende Lösung“ (2). Auch Blinde und Sehbehinderte, die ohnehin zahlreiche Nachteile hinnehmen müssen, sollen mit der gendergerechten Sprache terrorisiert werden.

Was aber die katholische Jugend nicht bedacht hat: „Gott“ ist in der Bibel eindeutig männlich. Bereits auf der ersten Seite der Schöpfungsgeschichte heißt es „„Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde“. Und einige Zeilen weiter: „Und Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf sie als Mann und Frau“. Da steht nichts von Geschlechtervielfalt und nichts von „Menschen jenseits eines binären Geschlechtersystems“.

Und auch wenn man sich darüber streiten kann, ob Gott männlich, weiblich oder divers (oder von allem etwas) ist, eines muss für die katholische Jugend klar sein: der Papst ist immer männlich. Und auch alle Kardinäle, Bischöfe und selbst jeder Dorfpriester muss unabdingbar ein Mann sein. Und keine Gendersprachregelung wird etwas daran ändern.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.tagesspiegel.de/politik/gott-oder-gott-junge-katholiken-erwaegen-gott-mit-gendersternchen/27746570.html

(2) https://kjg.de/wp-content/uploads/2021/05/2021_Beschluss3_Weiterentwicklung-inklusive-geschl-sprache.pdf

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