Grausige, rätselhafte Bluttat in Ibbenbüren – Tatverdächtig: „Vorzeigeflüchtling

Guten Morgen liebe Hessen,

Bei den Flüchtlingen und Schutzsuchenden kann man verschiedene Kategorien unterscheiden. Es gibt viele Flüchtlinge, die nicht weiter auffallen, weil sie sich in ihren Unterkünften aufhalten und vielleicht ab und zu zum Integrationskurs gehen. Dann gibt es Flüchtlinge, die kriminell werden und mit Bagatelldelikten und schweren Verbrechen auffällig werden. Diese Fälle finden dann hin und wieder Zugang in die Medien, wo man dann von einem „Mann“ oder von „jungen Männern“ liest, die Frauen vergewaltigen oder andere junge Männer mit Messern töten („tödlicher Vorfall“). Wer sich dann für den weiteren Verlauf interessiert, wird meist darüber informiert, dass der „Tatverdächtige“ wegen traumatischer Fluchterfahrung psychisch erkrankt ist und daher in eine psychiatrische Klinik eingewiesen wurde.

Und dann gibt es natürlich auch „Vorzeigeflüchtlinge“. Das sind die, die sich schnell integrieren, deutsch lernen und auch gleich einen Job finden. Oder es sind Flüchtlinge, die ein Kind vor dem Ertrinken retten oder eine Geldbörse mit 1.000 Euro finden und bei der Polizei abgeben, die dann auch gleich den Eigentümer ermittelt – meist eine Rentnerin, die gerade ihre letzten Notgroschen von der Sparkasse abgeholt hat.

Ein solcher Vorzeigeflüchtling war auch Almahdi A. (26). Er kam mit Ehefrau (36) und Tochter (6) vor drei Jahren aus Syrien nach Deutschland, lernte schnell Deutsch und machte eine Ausbildung als Verkäufer, engagierte sich in Politik und Feuerwehr an seinem Wohnort Ibbenbüren. Dann kam es zu einer „grausigen, rätselhafte Bluttat in Ibbenbüren“: der 31-jährige Iraker Shahram K. wurde in seiner Wohnung im Schlaf überfallen und erstochen, die Wohnung danach in Brand gesetzt. Tatverdächtig ist Almahdi A. Zeugen hatten von heftigen Streitigkeiten zwischen den beiden Männern berichtet. Es wird vermutet, dass der Iraker eine Beziehung mit der Frau des Tatverdächtigen hatte (1).

Eine Katastrophe – nicht nur für Täter und Opfer. Auch für Politik und Medien. Wenn irgendein traumatisierter Flüchtling kriminell wird – schlimm genug. Aber ein Vorzeigeflüchtling. Einer, der als bestens integriert galt und der von den Medien als zukünftiger Steuer- und Beitragszahler und damit als ein Retter der deutschen Wirtschaft und des Wohlstandes gesehen wurde. Das lässt selbst den gutgläubigsten Verfechter einer Willkommenskultur zweifeln. Und so wurde auch dieser „Vorfall“ von vielen Medien einfach verschwiegen. Oder verharmlost. Wie z.B. von der Süddeutschen. Die titelte: „Leichenfund bei Wohnungsbrand: 26-Jähriger in Haft“ (2). Nicht gelogen, aber trotzdem falsch. Wer nur die Überschrift liest, denkt: da hat es irgendwo in einer Wohnung gebrannt, vielleicht ist der Bewohner mit der Zigarette eingeschlafen und im Schlaf verbrannt oder erstickt. Also nichts Spektakuläres. Und ein 26-jähriger wurde inhaftiert. Vielleicht hat er den Brand nicht gemeldet, obwohl er ihn bemerkt hat.

Oder er hat in der Wohnung irgendwas Brennbares gelagert, was verboten ist. Oder er hat die Feuerwehr bei ihrem Einsatz behindert. Bei dieser Überschrift liest kaum jemand den Artikel. Und erfährt natürlich auch nichts über die tatsächlichen Hintergründe der Tat und über den Tatverdächtigen. Und genau das ist wohl auch beabsichtigt: niemand soll erfahren, dass selbst ein gut integrierter Vorzeigeflüchtling kriminell werden kann.

Und es ist auch nicht der erste. Vor einigen Monaten wurde auf dem Frankfurter Hauptbahnhof ein 8-jähriges Kind vor einen einfahrenden Zug gestoßen und wurde getötet. Tatverdächtig: ein als gut integriert geltender „Vorzeigeflüchtling“ – seit vielen Jahren unauffällig in der Schweiz lebend.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/bild-plus/regional/ruhrgebiet/ruhrgebiet-aktuell/bluttat-in-ibbenbueren-vorzeige-fluechtling-erstach-friseur-im-bett-67486426.bild.html
(2) https://www.sueddeutsche.de/panorama/kriminalitaet-ibbenbueren-leichenfund-bei-wohnungsbrand-26-jaehriger-in-haft-dpa.urn-newsml-dpa-com-20090101-200122-99-578660

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