Greenpeace-Vorfall bei Deutschlandspiel: Verein nicht gemeinnützig, sondern gemeingefährlich

Guten Morgen liebe Hessen,

Beim EM-Spiel Deutschland gegen Frankreich in München gab es kurz vor dem Anpfiff einen Zwischenfall im Stadion: ein motorisierter Geitschirmflieger kreiste über der Allianz-Arena, warf einen gelben Ball auf das Feld und landete anschließend auf dem Rasen, nachdem er mehrere Person verletzt hatte – davon mindestens eine schwer. Offensichtlich hatte er die Kontrolle über sein Fluggerät verloren, nachdem er in Kontakt mit einer Leitung gekommen war. Bei dem Piloten handelt es sich um ein Mitglied der Umwelt-Organisation Greenpeace, der offensichtlich eine Protestaktion geplant hatte, die sich gegen den EM-Sponsor VW richtet. Auf dem Gleitschirm befand sich die Aufschrift „Kick out oil“ – „Raus aus dem Öl“ (1). Das gilt natürlich nur für die anderen, der Greenpeace-Pilot selbst betreibt sein Fluggerät natürlich weder mit Öko-Strom noch mit Muskelkraft, sondern mit Benzin.

In der Presse – z.B. im FOCUS – wird der Öko-Terrorist verharmlosend als „Aktivist“ bezeichnet – also als jemand, der friedlich demonstriert oder vor einer Autofabrik ein Banner aufhängt. Tatsächlich war die Aktion nicht nur hochkriminell mit Verstößen gegen zahlreiche Vorschriften, sondern auch gefährlich. Denn beim unkontrollierten Absturz des Fluggeräts im Stadion hätten zahlreiche Menschen schwer verletzt oder getötet werden können, ggf. hätte sich das mitgeführte Benzin entzünden und einen Brand mit schwerwiegenden Folgen verursachen können. Greenpeace entschuldigte sich wortreich für die Aktion: „Tut uns unfassbar leid – der Pilot wollte gar nicht ins Stadion. Er wusste, dass es zu gefährlich ist“. Eigentlich sollte er nur den gelben Ball abwerfen. Ein Greenpeace-Sprecher sagte: „Es war natürlich nie unsere Absicht, jemanden zu verletzen“ (erinnert an den legendären Ulbricht-Satz „Niemand hat die Absicht, eine Mauer zu errichten!) (2).

Die stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Beatrix von Storch forderte, den „selbsternannten Rettern der Umwelt“ die Gemeinnützigkeit abzuerkennen: „Greenpeace ist nicht gemeinnützig, sondern gemeingefährlich“. Bayerns Innenminister verurteilte den Zwischenfall und erklärte: „Man hat aufgrund der Beschriftung ‚Greenpeace‘ davon abgesehen, dass Scharfschützen hier eingegriffen haben. Wenn die Polizei zu einer anderen Einschätzung gekommen wäre, dass es sich um einen Terror-Anschlag handeln könnte, dann hätte der Flieger die Aktion möglicherweise mit seinem Leben bezahlen müssen“ (3). Dieser Satz hat wahrscheinlich alle Terroristen der Welt aufhorchen lassen: wer zukünftig einen Anschlag in Bayern plant, muss nur irgendwo gut sichtbar – z.B. auf dem Sprengstoffgürtel – eine „Greenpeace“-Aufschrift platzieren und hat die Gewähr, dass die Polizei nicht eingreift.

Der Fall zeigt aber auch beispielhaft die Folgen grüner Gehirnwäsche: wer für ein vermeintlich gutes Ziel (Klimaschutz) eintritt, kann sich alles erlauben. Da spielt auch die Gefährdung unbeteiligter Personen keine Rolle. Und die Medien haben mit ihrem Framing – „Aktivist“, bedauerlicher Unfall – bereits den Weg aufgezeigt, den der Fall gehen wird. Und so wird der Greenpeace-Pilot wahrscheinlich mit einer milden Bewährungsstrafe – etwa 6 Monate – davonkommen und nicht zu der für den Öko-Terroristen angemessenen Strafe von mehreren Jahren. Verständnisvolle Richter gibt es inzwischen genug.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.focus.de/sport/fussball/schreck-moment-vor-deutschland-spiel-test_id_13401323.html

(2) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/afd-kritisiert-greenpeace/

(3) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/chaoten-flieger-greenpeace-aufschrift-rettete-sein-leben-76761320.bild.html

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