Greta schon eine echte Grüne: Klimakarriere statt Schulabschluss

Guten Morgen liebe Hessen,

Die gute Nachricht zuerst: es ist egal. Die schlechte: Greta Thunberg verlässt die Schule. Als Klimaaktivistin braucht sie keine Schule und keine Bildung. Die ist eher hinderlich. Grundkenntnisse in Physik könnten ihr Klima-Weltbild zerstören. Und bei den Grünen kann man es nicht nur als StudienabbrecherIn weit bringen, sondern sogar ohne Schulabschluss zum Außenminister und Vizekanzler.

Greta will also ab diesem Sommer nicht mehr auf die Schule gehen – vorerst für ein Jahr. Sie möchte sich ganz auf den Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren. Im September will sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile (1).

Ihr Ziel: im Jahr 2020 müsse sich die CO2-Emissionskurve steil nach unten gewendet haben, damit die Erderwärmung unter 1,5 bis 2 Grad bleibt. Steigt die Temperatur stärker an, treten mehr Hitzewellen, längere Dürren sowie mehr Stürme, Starkregen und Hochwasser auf, wobei Entwicklungsländer besonders betroffen sind. Hinweis hierzu: Entwicklungsländer sind vielfach die Länder, die von der Natur besonders bevorzugt wurden. Sie liegen in klimatisch komfortablen Zonen (d.h. dort wächst alles von alleine) und sie haben oft besonders viele Bodenschätze, die man gut vermarkten kann.

Aber wie kommt Greta nach New York und Santiago de Chile ? Das Flugzeug scheidet als Verkehrsmittel aus – Greta fliegt nicht. Bleibt das Schiff. Aber welches ? Frachter und Passagierschiffe fahren heute in der Regel mit Schweröl. Bei dessen Verbrennung wird nicht nur CO2 frei, sondern zahlreiche gesundheitsschädliche Luftschadstoffe (u.a. SO2, NOx, VOC und Rußpartikel), die z.B. bei Kraftfahrzeugen nicht entstehen oder größtenteils herausgefiltert werden. Motorgetriebene Schiffe scheiden also auch aus. Bleibt das Segelschiff. Theoretisch käme die Gorch Fock in Frage, aber die liegt derzeit zerlegt in der Werft und wird bis September sicher nicht einsatzfähig sein (falls sie überhaupt nochmal einsatzfähig wird).

Als letzte Lösung bietet sich an, die beiden Konferenzen nach Stockholm zu verlegen. Repräsentative Räumlichkeiten gibt es dort auch (z.B. die, die für Nobelpreisverleihungen genutzt werden) und ob die übrigen Teilnehmer aus aller Herren Länder nach New York oder Stockholm fliegen, ist egal.

Oder die Konferenzen werden abgesagt. Das wäre am klimaschonendsten. Und Greta könnte weiter auf die Schule gehen und ihren Abschluss machen. Dann wird sie vielleicht bei den Klimaaktivisten nichts mehr, könnte dafür aber einen normalen Beruf erlernen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.zeit.de/politik/ausland/2019-06/klimaaktivistin-greta-thurnberg-fridays-for-future-schule-pause

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