HAFT UND ABSCHIEBUNG ODER BEWÄHRUNG? Junge (6) stirbt nach Straßenrennen zweier Syrer

Guten Morgen liebe Hessen,

Jeden Tag ereignen sich Unfälle mit Kraftfahrzeugen, die zu Verletzungen und Todesfällen führen. Dies wird allgemein als Preis für individuelle und weitgehend unbeschränkte Mobilität akzeptiert. Ursache von Unfällen ist meist eine fahrlässige Nichtbeachtung von Verkehrsregeln. Weniger häufig ist grobes Fehlverhalten mit besonders rücksichtlosem Verhalten, wobei zunehmend sog. Illegale Autorennen beobachtet werden. Teilnehmer sind fast immer junge Männer, die in der Leistungsgesellschaft versagt haben (kein Schulabschluss, kein Beruf, wenig Geld) und deshalb zur Kompensation ein PS-starkes Fahrzeug benötigen. Treffen zwei dieser Figuren aufeinander, haben sie häufig das Bedürfnis, auszutesten, wer mit seinem (meist geliehenen oder gestohlenen) Fahrzeug schneller ist. Und da gelten dann grundsätzlich keine Verkehrsregeln mehr – weder eine Geschwindigkeitsbeschränkung noch eine rote Ampel oder irgendwelche Vorfahrtsregeln. Und selbstverständlich wird auch keine Rücksicht auf andere Verkehrsteilnehmer genommen. Und so kommt es bei diesen Rennen nicht selten zu schweren Unfällen mit Verletzten oder Toten.

So wir kürzlich in Dresden. Zwei „junge Männer“ (23, 31) – Mohammad F. (31) und Mouhammed H. (23), beide aus Syrien – liefern sich mitten in der Stadt ein Rennen. Der eine mit einem BMW, der andere mit einem Mercedes. In Höhe einer Bushaltestelle überqueren gerade drei Kinder die Straße. Zwei schaffen es, ein drittes (6 Jahre alt) wird vom Mercedes erfasst und stirbt kurz darauf in der Klinik (1, 2). Laut einem Polizeisprecher wird gegen den Mercedesfahrer „wegen fahrlässiger Tötung und gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr“ ermittelt. Gegen beide Fahrer wurde zudem ein Ermittlungsverfahren wegen eines verbotenen Kraftfahrzeugrennens eingeleitet. Die Führerscheine der Raser wurden einbehalten (3).

Nachdem inzwischen einige Raser, die tödliche Unfälle verursacht hatten, wegen Mordes verurteilt wurden, scheint die in Dresden zuständige Staatsanwaltschaft eine Mordanklage nicht in Betracht zu ziehen. Gegen den einen Fahrer wird wegen fahrlässiger Tötung ermittelt, gegen den zweiten Straßenverkehrsgefährdung. Prognose: Bewährungsstrafe für beide, Führerscheinentzug für ein Jahr. Und selbstverständlich keine Abschiebung in die Heimat. Angemessen wäre: Verurteilung wegen Mordes und Beihilfe zu Mord, Führerscheinentzug auf Lebenszeit und Abschiebung nach Syrien nach Verbüßung der Strafe oder besser Verbüßung der Strafe im Heimatland. Denn das Verhalten der beiden ist nicht einfach eine Straßenverkehrsgefährdung oder eine fahrlässige Tötung, sondern hochkriminell und verbrecherisch. Denn wer in einer geschlossenen Ortschaft ein Autorennen veranstaltet, offenbart, dass ihm Leben und Gesundheit anderer Verkehrsteilnehmer völlig egal ist. Und er beweist mindestens eines der Mordmerkmale: die niedrigen Beweggründe. Denn das Autorenne hat nur eine Funktion: das eigene Versagen in Schule, Beruf und Gesellschaft für einige Minuten zu kompensieren.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bz-berlin.de/deutschland/dresden-autorennen-junge-6-von-raser-erfasst-und-toedlich-verletzt
(2) https://www.bild.de/bild-plus/regional/dresden/dresden-aktuell/dresden-raser-unfall-hier-grinst-der-totraser-mit-dem-stinkefinger-72551810.bild.html
(3) https://www.bild.de/regional/dresden/dresden-aktuell/illegales-autorennen-raser-31-nach-tod-von-jungen-6-festgenommen-72534396.bild.html

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