Hannover wird Deutschlands: Mekka Erste Halal-Messe in Hannover

Guten Morgen liebe Hessen,

Hannover hat gute Chancen, zum Mekka Deutschlands zu werden. Erst kürzlich wurde dort der erste islamische Oberbürgermeister Deutschlands gewählt – Belit Onay, der bislang für die Grünen im niedersächsischen Landtag saß (1). Aufgefallen war er dort bislang wenig – aber immerhin schaffte er es vor einigen Jahren prominent in die BILD-Zeitung: „Straferlass zum Ramadan gefordert: Diskriminiert „Weihnachtsgnade“ muslimische Knackis?“. Anlass war die vom niedersächsischen Justizminister gewährte „Weihnachtsgnade“. Strafgefangene, die sich gut geführt haben und nur noch einen Monat Reststrafe abzusitzen haben, werden zu Weihnachten vorzeitig entlassen. Das passte dem grün-muslimischen Abgeordneten nicht. Er forderte eine frühzeitige Haftentlassung auch zum Ramadan (2).

Nach seiner Meinung sollten Strafgefangene auch zur muslimischen Fastenzeit frühzeitig aus der Haft kommen. Begründung: „Es gibt viele Häftlinge mit muslimischem Glauben. Für sie wäre es ein wichtiger Beitrag zur Resozialisierung, wenn sie den Ramadan mit ihren Familien verbringen könnten. Das könnte die Rückfallquote senken“ (2). Mit einer Feststellung hat er sicher Recht: es gibt viele Häftlinge mit muslimischem Glauben in deutschen Gefängnissen – sicher deutlich mehr als es dem Bevölkerungsanteil entspricht. Über die Gründe hat sich Onay wahrscheinlich keine Gedanken gemacht. Und wen, wäre er wohl zu dem Ergebnis gekommen, dass es an der fehlenden Willkommenskultur für Muslime, an deren Benachteiligung und Diskriminierung und an der allgemeinen Islamfeindlichkeit der Polizei und der Justizbehörden liegt.

Und dieser Onay wird nun Oberbürgermeister von Hannover – der vierte Grüne OB in einer deutschen Großstadt, aber der erste muslimische. Er könne – so Onay – ein „Brückenbauer sein für eine Migrationsgesellschaft“, denn jedes zweite Kind in der Stadt habe inzwischen einen sogenannten Migrationshintergrund (2).

Wie der Brückenbau aussieht, wird man in wenigen Monaten auf der Messe Hannover betrachten können. Dort wird im März 2020 die „Halal Hannover“ stattfinden, die erste Messe in Deutschland, auf der ausschließlich moslemisch erlaubte Produkte angeboten werden. Denn die Nachfrage nach „halal-konformen Lebensmitteln“ steige seit einiger Zeit deutlich an. Und das nicht nur aufgrund der Zunahme moslemischer Verbraucher, sondern auch weil immer mehr Einheimische die Spezialitäten aus dem Mittleren Ostens „als Bereicherung für ihre Küche sehen“. Parallel zur Messe ist ein Kongress geplant, der „Aufklärungsarbeit leisten und Vorurteile in der öffentlichen Wahrnehmung abbauen“ soll – so die Veranstalter der „Halal Hannover“ (3).

Es gibt in Deutschland zahllose Religionsgemeinschaften. Und die meisten haben für ihre Anhänger mehr oder weniger strenge Speisevorschriften: Christen dürfen freitags und an hohen kirchlichen Feiertagen kein Fleisch essen, Mormonen keinen Alkohol, Kaffee oder Tee konsumieren, Juden dürfen sich nur koscher ernähren und Hindus nur vegetarisch. Aber keine dieser Religionsgemeinschaften käme auf den Gedanken, ihre Speisevorschriften anderen aufzunötigen oder gar eine Messe mit religionskonformen Produkten zu veranstalten. Nur Muslime haben damit offensichtlich kein Problem. Vielleicht eine der Ursachen der von ihnen immer wieder beklagten Islamfeindlichkeit.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.ndr.de/nachrichten/niedersachsen/hannover_weser-leinegebiet/Gruener-Onay-wird-Oberbuergermeister-von-Hannover,stichwahl438.html

(2) https://www.bild.de/regional/hannover/gefaengnis/politiker-fordert-straferlass-zum-ramadan-34017526.bild.html

(3) https://jungefreiheit.de/kultur/gesellschaft/2019/nichts-haram-erste-halal-messe-deutschlands-ist-fuer-maerz-geplant/

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