HERZLICH WILLKOMMEN BEIM „TAGESFRAMING“: Terrorakt in christlicher Kirche mit Todesopfern verharmlosend ans Ende der Nachrichten platziert

Guten Morgen liebe Hessen,

„Drei Tote und mehrere Verletzte bei Messerangriff in Nizza“ – so oder ähnlich lauteten die Schlagzeilen der Berichte über den Terrorakt in Frankreich. Am 29. Oktober tötete ein muslimischer Attentäter unter „Allahu Akbar“-Rufen in einer Kirche in Nizza drei – zufällig dort anwesende – Personen, darunter eine 70-jährige Frau, die mit einem Messer enthauptet wurde. Bei dem Angreifer handelt es sich um einen 20-jährigen Tunesier, der vor wenigen Wochen als „Schutzsuchender“ über Lampedusa nach Frankreich eingereist war (1).

Jeder Kriminelle und jeder Terrorist aus jedem beliebigen Land der Erde kann frei und ungehindert in die Europäische Union einreisen und sich dort völlig frei bewegen. Und obwohl sich inzwischen zahlreiche Tötungsdelikte und Terroranschläge durch eingereiste „Migranten“ mit vielen Todesopfern ereignet haben, gibt es kaum einen Politiker, der eine Schließung der Grenzen fordert, um weitere Terrorakte zu verhindern. Selbst straffällig gewordene Gefährder, bei denen mit hoher Wahrscheinlichkeit von kriminellen Handlungen oder Anschlägen auszugehen ist, dürfen bleiben, weil es inhuman wäre, sie in Krisengebiete abzuschieben. Die zahlreichen Opfer in der Bevölkerung werden dabei hingenommen.

Vermutlich würden die Regierung und die öffentlichen Rundfunkanstalten überhaupt nicht über Anschläge wie den in Nizza berichten, um die Bevölkerung nicht zu beunruhigen und der Islamophobie keinen Vorschub zu leisten. Aber in der heutigen digitalen Welt lassen sich diese Ereignisse nicht verheimlichen. Also muss auch die Tagesschau notgedrungen einen knappen Bericht abliefern. Das hat sie dann am Abend des 29. Oktober auch getan. Beginn 20.00 Uhr. Die ersten 10 Minuten konnten ausgiebig mit aktuellen Berichten und Zahlen über die Corona-Pandemie gefüllt werden. Dann kam der Bericht über die Zahlen von Arbeitslosen und Kurzarbeitern. Und um 20.12 Uhr dann endlich: Nizza. Der Sprecher berichtete über einen „Anschlag auf eine Kirche in Nizza“ (2). Der Zuschauer denkt dabei an eine Farbbeutelattacke auf die Kirchentür, ein eingeworfenes Kirchenfenster oder einen demolierten Leuchter. Bei keinem Zuschauer dürfte bei diesem Bericht vor dem geistigen Auge das Szenario erscheinen, das tatsächlich ablief: ein Rechtgläubiger schneidet einer ungläubigen Frau, die gerade in der Kirche betet, die Kehle durch. Und das ist vermutlich auch beabsichtigt. Der Zuschauer soll nicht mit der Realität konfrontiert werden, sondern den Eindruck einer harmlosen Sachbeschädigung erhalten.

Aber auch da wird differenziert. Während ein Terrorakt in einer christlichen Kirche mit Todesopfern verharmlosend ans Ende der Nachrichten kurz vor den Fußballergebnissen platziert wird, wird über Angriffe auf Moscheen groß und ausführlich und mit aller Empörung berichtet. Und selbst dann, wenn überhaupt keine Moschee da ist. So gab es vor einigen Jahren einen „Anschlag“ auf einem Grundstück in Leipzig-Gohlis, auf dem der Bau einer Moschee geplant war, wobei auf dem Bauplatz mehrere Schweineköpfe abgelegt worden waren. Sicher eine unpassende und geschmacklose Aktion – aber wohl kaum eine Straftat. Dennoch ermittelte der Staatsschutz und der damalige SPD-Vorsitzende Gabriel eilte mit anderen SPD-Kollegen herbei, um „ein Zeichen gegen Intoleranz und Islamfeindlichkeit“ zu setzen. Denn der Anschlag sei für ihn ein Angriff auf die die Gesellschaft (3). Für den Terrorakt in Nizza scheint das nicht zu gelten.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.focus.de/politik/ausland/hintergruende-bislang-unklar-ein-toter-und-mehrere-verletzte-bei-messerangriff-in-nizza_id_12595959.html
(2) https://www.tagesschau.de/multimedia/sendung/ts-39801.html
(3) https://www.bild.de/regional/leipzig/sigmar-gabriel/sigmar-gabriel-besucht-moscheeplatz-33416120.bild.html

Weitere interessante Beiträge

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren