HINWEISE FÜR HOCHZEITSFEIERN: Aktionsplan gegen Hochzeitskorsos

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Corona-Krise hatte viele negative Begleiterscheinungen und Folgen – aber immer eine positive: es gab keine orientalischen Hochzeitskorsos. Jedenfalls hörte man seit einem halben Jahr nichts mehr davon. Es wäre aber ein Irrtum, anzunehmen, die Feierenden hätten Integrationsbereitschaft gezeigt und die gängige Praxis der Korsos mit zahlreichen Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung und das Strafgesetzbuch beendet. Mit der Lockerung der Corona-Beschränkungen kommen dann auch wieder die Hochzeitskorsos zurück.

Hochzeitskorsos mit hupenden Fahrzeugen, die sich ansonsten an die Bestimmungen halten, sind üblich und werden toleriert – auch wenn das Hupen eigentlich nicht zulässig ist. Türkisch-arabischen Hochzeitsgesellschaften reicht das aber nicht aus. Da werden Straßen und sogar Autobahnen durch eine Vielzahl von Fahrzeugen gezielt blockiert. Teilweise steigen die Fahrer aus ihren Autos, tanzen auf der Autobahn und feuern Schüsse aus Schreck-schuss- oder teilweise auch aus scharfen Waffen ab. Durch diese Aktionen wird eine Vielzahl von Strafvorschriften verletzt, z.B. gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr (§ 315 b StGB), Nötigung (§ 240 StGB) und illegaler Waffenbesitz (§§ 51, 52 WaffG). Die Feiernden stört das in aller Regel nicht, da sie kaum ernsthafte Strafen zu erwarten haben – höchstens ein geringes Buß-geld und vielleicht einen Punkt in Flensburg. Der Innenminister des Landes NRW ließ im vergangenen Jahr Flyer in türkischer Sprache an die Feiernden verteilen. Inhalt: „bitte halten Sie sich an die Verkehrsregeln“ (1). Erfolg: null (wie erwartet).

Und so kam es Anfang September auf der A 4 in NRW wieder zu einer der üblichen Szenen: am Kreuz Kerpen blockierte ein Konvoi den gesamten Verkehr, die Fahrzeuge überholten sich gegenseitig mit riskanten Manövern. Beifahrer lehnten sich aus den Fenstern und saßen teilweise auf den Dächern der fahrenden Fahrzeuge (2). Die Polizei stoppte den Korso und zog die Führerscheine ein (3).

Viel mehr wird auch jetzt nicht passieren. Vielleicht ein moderates Bußgeld und einen Punkt in Flensburg. Und auch von einem temporären Führerscheinentzug werden sich die jungen Männer kaum beeindrucken lassen. Dann wird eben ohne gefahren. Das Risiko, erwischt zu werden, ist gering und wenn, gibt es auch schlimmstenfalls eine moderate Bewährungsstrafe.

Was die vielen Beispiele aber deutlich zeigen: bei bestimmten Zuwanderergruppen ist die Integrationsbereitschaft gleich null. Und selbst diejenigen, die nicht eingewandert sind, sondern im Land geboren und sozialisiert wurden, gelten nach wie vor die Verhaltensmuster der fernen und unbekannten Heimat. Ganz offensichtlich bekommen die jungen Männer von ihren Erziehern vermittelt, dass die heimatlichen Sitten und Gebräuche im Gastland weiterzuführen sind, selbst wenn diese gegen zahllose Gesetze und Bestimmungen dieses Landes verstoßen. Und die Verantwortlichen des Gastlandes fördern dieses Verhalten gezielt, indem sie die bunte und multikulturelle Gesellschaft feiern und von niemandem ernsthaft die Beachtung unseres Rechts- und Wertesystems einfordern.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.welt.de/vermischtes/article194698673/NRW-Polizei-verteilt-Flugblaetter-gegen-Hochzeitskorsos.html
(2) https://www.derwesten.de/region/nrw-polizei-stoppt-hochzeitskorso-irre-szenen-auf-der-autobahn-id230361512.html
(3) https://www.bild.de/regional/koeln/koeln-aktuell/auf-dem-dach-ueber-die-autobahn-polizei-stoppt-hochzeitskorso-auf-a553-72788332.bild.html

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