Importierte Fluchtgründe – Massenmigration verändert auch Aufnahmeländer

Guten Morgen liebe Hessen,

Wovor
flüchten eigentlich so zahlreiche Menschen aus Afrika? Da gibt es viele
Fluchtgründe. Meist handelt es sich um wirtschaftliche Gründe und die
Perspektivlosigkeit, die für unzählige Bewohner afrikanischer Länder den Wunsch
nach Auswanderung wecken. Denn viele afrikanische Länder sind von
Misswirtschaft, Korruption und Missachtung der Menschenrechte gekennzeichnet.
Die Bevölkerung der meisten Länder ist sowohl ethnisch als auch religiös sehr
inhomogen, in vielen Ländern gibt es hunderte von unterschiedlichen ethnischen
Gruppen, die jeweils eine eigene Sprache sprechen und häufig untereinander
verfeindet sind. Die meisten afrikanischen Länder sind – im Gegensatz etwa zu
den Staaten Europas – nicht dadurch entstanden, dass sich Völker voneinander
abgegrenzt haben, sondern die Grenzen wurden meist willkürlich von den
Kolonialmächten nach deren wirtschaftlichen und politischen Interessen gezogen.
Keine gute Voraussetzung für einen Staat. Andererseits ist Afrika ein reicher
Kontinent, auf dem es zahllose Bodenschätze gibt und der Möglichkeiten zur
emissionsfreien Energiegewinnung bietet, da Sonneneinstrahlung und Wind im
Überfluss vorhanden sind und zahlreiche Flüsse den Kontinent durchziehen, der
Möglichkeiten für Wasserkraftwerke bietet. Dennoch gelten die meisten Länder
als arm und rückständig. Warum das so ist, interessiert kaum jemanden – an der
Natur und am Wetter jedenfalls liegt es nicht. Und auch nicht an der
Bevölkerungsdichte. Die beträgt in Afrika 45 Einwohner pro qkm – in Deutschland
ist sie mehr als fünfmal so hoch.

Fluchtgründe
sind vor allem Gewalt, Verfolgung, Diskriminierung und Unterdrückung, Kriege und
Bürgerkriege und vor allem Armut. Abgesehen von ökologischen Krisen wie
Dürrekatastrophen oder Überschwemmungen sind Fluchtgründe somit nicht
naturgegeben, sondern menschengemacht. Genauer: gemacht von denen, die in den
betreffenden Ländern die Macht besitzen. Das sind aber keine fremden
Kolonialherren, sondern die Regierungen der dortigen Bevölkerung. Und die sind
in der Regel vom Volk selbst gewählt oder zumindest durch das Volk absetzbar.
Und vielfach finden die Aktionen der Regierungen auch die Zustimmung der
Mehrheit des Volkes. Das wird vor allem in islamischen Ländern deutlich. Die
dort herrschenden Gesetze verstoßen aus unserer Sicht vielfach gegen die
grundlegenden Menschenrechte, werden aber dennoch von den meisten der Bewohner
dieser Länder gutgeheißen – insbesondere dann, wenn es um religiös motivierte
Vorschriften geht, wie z.B. die Scharia. Eine Mehrheit der Muslime weltweit
befürwortet die Anwendung des islamischen Gesetzes der Scharia in ihrem Land,
wobei es jedoch regionale Unterschiede gibt. So wird die Hinrichtung von
Konvertiten und Körperstrafen wie Auspeitschen und Handabhacken in den meisten
Ländern nur von einer Minderheit befürwortet, nur in Afghanistan und Pakistan
gab es dafür breite Zustimmung (1).

Wenn Personen aus diesen Ländern fliehen, bringen sie in aller Regel
ihre Kultur und ihre Rechtsauffassung in das Gastland mit – und damit zumindest
einen Teil ihrer Fluchtgründe.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.handelsblatt.com/politik/deutschland/studie-mehrheit-der-muslime-fuer-scharia-anwendung/8145784.html?ticket=ST-686950-cmmzhPrWJt3NErp0N5jY-ap2

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