Innenministerin Faeser (SPD) fordert: Begriff Heimat positiv umdeuten

Guten
Morgen liebe Hessen

Kürzlich
twitterte die Bundesinnenministerin: „Wir müssen den Begriff #Heimat positiv
umdeuten und so definieren, dass er offen und vielfältig ist. Und dass er
ausdrückt, dass Menschen selbst entscheiden, wie sie leben, glauben und lieben
wollen“ (1). Was sie genau damit meint, hat sie nicht gesagt. Aber eines ist
klar: wenn sie einen Begriff „positiv umdeuten“ will, ist dieser aus ihrer
Sicht derzeit negativ besetzt. Das sieht die Bevölkerung des Landes, das sie
als Innenministerin angeblich vertritt, offensichtlich anders. Denn für über 90
Prozent dieser Bevölkerung ist der Begriff „Heimat“ positiv besetzt, nur 5
Prozent bewerten ihn eher negativ. Nach einer Forsa-Umfrage aus dem Jahr 2018 ist
für über 90 Prozent der Befragten der Bezug zur Heimat wichtig. Dabei sehen die
meisten der Befragten als Heimat weniger das Land als Ganzes an, sondern die
Region, in der sie leben bzw. der sie besonders verbunden sind. Dies zeigte
sich bei der überwiegenden Mehrzahl der befragten Personen – unabhängig von
Alter und sozialer Herkunft (1).

Für
die Innenministerin, die diese und ähnliche Umfragen eigentlich kennen müsste,
spielt dies offensichtlich keine Rolle. Sie möchte der Bevölkerung
regierungsamtlich vorschreiben, wie sie den Begriff „Heimat“ zu sehen hat.
Dabei hat sie wohl auch nicht den Widerspruch in ihrer eigenen Aussage erkannt.
Denn in ihrem Text fordert sie – völlig zu Recht – dass die Menschen selbst
entscheiden sollen, „wie sie leben, glauben und lieben wollen“ und andererseits
genau diesen Menschen vorschreiben will, wie sie den Begriff „Heimat“ sehen
oder bewerten sollen.

Der
Text der Ministerin löste eine Welle der Ablehnung aus. Der
Bundestagsabgeordnete Volker Ullrich (CDU) etwa bezeichnete die Äußerungen
Faesers zurückhaltend als „irritierend und in der Sache falsch“. Der hessische
Landtagsabgeordnete Ismail Tipi (ebenfalls CDU) wurde deutlicher: „Ungläubig
habe ich gestern den Tweet von Bundesinnenministerin Nancy Faeser gelesen.
Darin spricht sie den Begriff ‚Heimat‘ an und meint, dieser müsse positiv
umgedeutet und anders definiert werden. Da stellte sich mir gleich die Frage,
was an dem Begriff ‚Heimat‘ denn negativ ist“. Viele stellten die Frage, womit
es die Ministerin rechtfertigt, als Heimatministerin von Steuergeldern der
Bürger zu leben, die offenbar „kein Problem mit einem positiven Heimatbegriff
haben“ (1).

Was
die Ministerin an dem Begriff negativ sieht, kann man sich leicht vorstellen.
Denn Heimat bedeutet für die meisten die eigene Geschichte und Kultur, d.h. die
christlich-abendländische Tradition mit allen ihren Ausdrucksformen. Die
Ministerin möchte unter dem Begriff Heimat aber eher die importierte Kultur
sehen – mit mehr Moscheen, Kopftüchern, Polygamie und Zwangsehen. Faeser möchte
nach eigenem Bekunden zur hessischen Landtagswahl Ende 2023 als
Spitzenkandidatin – und damit potentielle Ministerpräsidentin – antreten. Im
Wahlkampf wird sie dann ausreichend Gelegenheit haben, den zahlreichen Wählern
mit positivem Heimatbegriff zu erläutern, wie sie den Begriff künftig umdeuten
sollen.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/spd-politikerin-faeser-heimat-begriff-umdeuten/

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