Integrationsdezernentin feiert CSD in Frankfurt, aber wieso nicht da wo LSBTIQ-Menschen wirklich eingeschränkt sind: in einem islamischen Land?

Guten Morgen liebe Hessen,

Am vergangenen Wochenende fand in Frankfurt der Christopher Street Day (CSD) statt, ein Spektakel, das alljährlich in vielen Städten gefeiert wird, die meinen, besonders bunt und vielfältig zu sein. Der bunte und vielfältige Frankfurter Magistrat aus CDU, SPD und Grünen ist selbstverständlich jedes Jahr dabei und unterstützt die Veranstaltung nicht nur finanziell, sondern auch durch ideell und vor allem durch seine Anwesenheit. Auch der Frankfurter OB Feldmann ist jedes Jahr dabei und feiert mit.

In diesem Jahr galt es, ein besonderes Jubiläum zu feiern: die „Aktionstage für die Rechte lesbischer, schwuler, bisexueller, trans*, inter* und queerer Menschen (LSBTIQ)“ feiern in diesem Jahr den 50. Jahrestag der Stonewall-Proteste in New York, dem Ursprung der weltweiten Pride-Bewegung. Die Integrationsdezernentin verkündete dazu: „Ich lade alle herzlich ein, mit der LSBTIQ-Community ein Zeichen für Gleichberechtigung zu setzen und sich solidarisch zu zeigen. Denn auch wenn der CSD in den vergangenen Jahren viel bewegt hat, ist klar: Wir müssen weiter in Bewegung bleiben“ (1).

Warum das gerade in Frankfurt sein muss, verriet sie nicht. Es gibt kein einziges Gesetz in Deutschland, das lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen die Gleichberechtigung verweigert. Im Gegenteil: sie erhalten besondere Privilegien, großzügige staatliche finanzielle Förderung und die ungeteilte Aufmerksamkeit aller Medien – insbesondere auch des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Es gibt kaum eine Sendung, in der nicht auf die vermeintliche Benachteiligung von Mitgliedern der LSBTIQ-Community hingewiesen wird. Und selbstverständlich auch auf die homophoben Rechtspopulisten, die dafür verantwortlich sind.

Und in den Verdacht homophoben Denkens gerät jeder, der nicht in den Chor derer einstimmt, die die Benachteiligung der LSBTIQ-Community beklagen und Akzeptanz für alle Formen sexueller Orientierung fordern. Dabei wollen die vermeintlich homophoben Mitbürger in aller Regel einfach nur ihre Ruhe haben und nicht ständig mit der Lebensweise der LSBTIQ-Community und der penetrant vorgetragenen Forderung nach Akzeptanz konfrontiert werden.

Frankfurt unterstützt die LSBTIQ-Community besonders tatkräftig. So werden im Rahmen des CSD sogar Fußgängerampeln statt der üblichen Ampelmännchen mit schwul-lesbische Paaren versehen. Dass das nicht StVO-konform ist, stört den Magistrat dabei nicht – Hauptsache bunt und vielfältig. Denn mit der Aktion soll ein „wichtiges Zeichen für Akzeptanz“ gesetzt werden. Und es ist dem Magistrat offensichtlich auch egal, dass die zahlreichen muslimischen Mitbürger durch schwule Ampelsymbole beleidigt sein könnten und in einen Glaubenskonflikt geraten, wenn sie an dieser Stelle die Straße überqueren wollen.

Und so wäre es viel sinnvoller, wenn die Frankfurter Integrationsdezernentin ihre Aktionstage für die Rechte von lesbischen, schwulen, bisexuellen, trans*, inter* und queeren Menschen nicht im bunten und vielfältigen Frankfurt starten würde, sondern dort, wo deren Rechte tatsächlich eingeschränkt sind: in einem islamischen Land. Viele Bürger würden ihr sicher gerne ein Flugticket nach Teheran oder Riad spendieren, damit sie dort für die Rechte von Schwulen demonstrieren kann. One-Way wäre ausreichend, denn ein Rückflugticket würde sie wohl nicht benötigen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.frankfurt.de/sixcms/detail.php?id=2855&_ffmpar[_id_inhalt]=35762035

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