Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke): Keine Idee wie man bestimmte Männer besser integrieren könne

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Berliner Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke) kritisierte kürzlich die Verwendung des Begriffes „Ehrenmord“ im Zusammenhang mit der Tötung einer jungen Frau durch deren Brüder. Die Senatorin verwies darauf, dass in Deutschland an jedem dritten Tag eine Frau von ihrem Partner oder Ex-Partner getötet werde. Das seien jedoch keine „Ehrenmorde“, sondern „Femizide“, die mit der Herkunft der Täter nichts zu tun hätten. Die weiteren Äußerungen der Senatorin wurden wenig beachtet, obwohl diese sehr aufschlussreich waren. Sie sagte, dass sie keine Idee hätte, „wie man diese Männer (gemeint waren Männer mit islamischem Migrationshintergrund) besser integrieren könne“.

Mit dieser – vermutlich unbedachten und unüberlegten – Äußerung hat die Politikerin jedoch den Nagel auf den Kopf getroffen. Sie weiß nicht, wie man Zuwanderer aus Afghanistan und ähnlichen Ländern integrieren soll. Das ist ehrlich und zeigt tatsächlich das eigentliche Problem: die Integration. Oder besser: das meist zwangsläufige Scheitern einer Integration. Die Persönlichkeit mit ihren Wertevorstellungen ist in aller Regel im Alter von 20 Jahren – vielfach sogar früher – ausgeprägt und kann dann kaum noch verändert werden. Wer in einer Gesellschaft wie in Afghanistan aufgewachsen ist, hat deren Wertevorstellungen und deren Weltbild verinnerlicht, das für sein zukünftiges Leben der meist unveränderliche Kompass darstellt. Wer in dieser Weise sozialisiert wurde, ist in aller Regel nicht in der Lage, westliche Werte – wie etwa Demokratie, Gleichberechtigung und Individualrecht – zu verstehen und zu verinnerlichen.

Jüngstes Beispiel: der afghanische Zuwanderer, der in einer Grünanlage in Berlin eine Gärtnerin niedergestochen und dabei schwer verletzt hatte. Motiv: es passte nicht in sein islamisches Weltbild, dass eine Frau – noch dazu in aller Öffentlichkeit – einer beruflichen Tätigkeit nachgeht. Da fühlte er sich berufen, die Frau mit dem Tod zu bestragen, weil sie die Anweisungen des Propheten missachtet hatte. In seiner afghanischen Heimat mag das üblich sein und den Regeln des Landes entsprechen. In Deutschland jedoch gibt es Gleichberechtigung und Frauen können frei und ungehindert Berufe ausüben – auch in der Öffentlichkeit und für jeden sichtbar. Vermutlich wird dies von vielen zugewanderten Afghanen als störend und unmoralisch empfunden. Und es gibt nicht wenige, die dann auch glauben, aktiv eingreifen zu müssen. Und für die Beleidigung der Religion des Friedens gibt es für viele nur eine angemessene Strafe: die Tötung mit dem Messer.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

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