Jeder kann jederzeit Gewaltopfer werden: Täter meist junge Männer aus fernen Ländern, die eigentlich nicht mehr hier sein dürften

Guten Morgen liebe Hessen,

Das neue Jahr begann so, wie das alte endete: mit Berichten über brutale versuchte und vollendete Tötungsdelikte, die zeigen, dass jeder zu jederzeit Opfer eines Gewaltverbrechens werden kann. Anfang Januar wurde in Frankfurt ein 49 Jahre alter Nigerianer beim Schwarzfahren erwischt. Er versuchte, sich dem Zugriff der Kontrolleure durch Flucht zu entziehen. Dabei stieß er eine 60-jahre alte Frau ins Gleisbett. Die Frau überlebte den Anschlag schwer verletzt – hatte aber dennoch Glück im Unglück, da gerade kein Zug einfuhr. Ansonsten hätte das leicht tödlich enden können.

Zivilfahndern der Bundespolizei gelang es, den Täter festzunehmen. Bei der Überprüfung der Personalien stellte sich heraus, dass der Mann „polizeibekannt“ ist. Gegen ihn wird wegen räuberischer Erpressung ermittelt. Erst im Sommer 2019 hatte ein Eritreer bundesweit für Schlagzeilen gesorgt, als er am Frankfurter Hauptbahnhof eine Frau und deren 8-jährigen Sohn direkt vor einen einfahrenden Zug auf die Gleise schubste. Dabei war das Kind zu Tode gekommen (1). Wenige Tage zuvor hatte ein Mann auf dem Bahnhof in Voerde (NRW) eine junge Mutter (34) vor einen einfahrenden Zug gestoßen und getötet. Auch hier kannten sich Täter und Opfer nicht. Der Täter – ein 28-jähriger Kosovare – war „polizeibekannt“, u.a. wegen Freiheitsberaubung, Diebstahl, Körperverletzung und diverse Betrügereien und war in seiner Umgebung als äußerst aggressiv aufgefallen (2).

Ebenfalls Anfang Januar wurde in einem Fahrradkeller im Hamburger Stadtteil Neuallermöhe die Leiche der 20-jährigen Victoria gefunden. Todesursache war eine „massive Gewalteinwirkung gegen den Kopf“. Dringend tatverdächtig ist der 26-jährige Libyer Sharif A., der die junge Frau in der Vergangenheit gestalkt hatte. Sharif A. war im Juni 2016 nach Hamburg eingereist und wurde später als Flüchtling nach Plauen (Vogtlandkreis) umverteilt. Er hatte eine bis Anfang April 2021 ausgesprochene Duldung – danach hätte er die Bundesrepublik verlassen müssen (3). Gegen den Libyer wurde Haftbefehl wegen Totschlags erlassen (4).

Anfang Januar fand vor dem Landgericht Amberg ein Prozess gegen einen etwa 30-jährigen Mann aus dem afrikanischen Mali statt, der wegen Vergewaltigung zu einer Freiheitsstrafe von 10 Jahren verurteilt wurde. Der Malier hatte im Mai des vergangenen Jahres mit unglaublicher Brutalität eine Spaziergängerin überfallen und vergewaltigt. Die Staatsanwältin, die ein Verbrechen solcher Dimension bisher nicht zu bearbeiten hatte, forderte die Höchststrafe von 15 Jahren. Auch der Anwalt der Nebenklägerin hatte einen ähnlichen Fall in seiner 45-jährigen Tätigkeit noch nicht erlebt. Der Angeklagte hatte wiederholt beteuert, „nie davon gehört zu haben, dass man in Deutschland mit Frauen nicht so verfahren dürfe“ (5). Fast ist man geneigt, ihm das zu glauben. Beim Grenzübertritt jedenfalls hat ihm das vermutlich niemand gesagt.

Trotz der Verschiedenheit ähneln sich die Fälle: die Täter sind meist junge Männer aus fernen Ländern, die ohne jede Kontrolle und ohne entsprechende Papiere nach Deutschland eingereist sind und „eigentlich nicht mehr hier sein dürften“, weil der Asylantrag abgelehnt wurde – die aber trotzdem noch hier sind und in der mehrjährigen Wartezeit auf das Asylurteil häufig auffällig geworden waren. Und die jungen Männer werden uns wohl auf Dauer erhalten bleiben, da sie – auch nach Verbüßung ihrer Haftstrafen – kaum befürchten müssen, abgeschoben zu werden. Immerhin sind sie dann irgendwann keine jungen Männer mehr, sondern alte Männer.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://jungefreiheit.de/politik/deutschland/2021/polizeibekannter-afrikaner-stoesst-60jaehrige-ins-gleisbett/
(2) https://www.tz.de/welt/voerde-bahnsteig-mord-nachbar-warnte-polizei-vor-mutmasslichem-taeter-zr-12842515.html
(3) https://www.bild.de/regional/hamburg/hamburg-aktuell/leiche-im-keller-gefunden-frau-20-mit-schlaegen-auf-den-kopf-getoetet-74839304.bild.html
(4) https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/6337/4808967
(5) https://www.onetz.de/deutschland-welt/amberg/landgericht-amberg-schickt-vergewaltiger-zehn-jahre-gitter-id3161563.html

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