Keine kulturelle Aneignung durch Weisse – Linke Aktivisten fordern Apartheid

Guten
Morgen liebe Hessen,

Vor
einigen Tagen trat die Band „Lauwarm“ im linksalternativen Restaurant
„Brasserie Lorraine“ in Bern auf. Die Mitglieder der Band sind Schweizer und
besitzen eine weiße Hautfarbe, tragen aber teilweise Rasta-Frisuren und spielen
Reggae. Bislang hat das offensichtlich niemanden gestört – bis zum jüngsten
Auftritt in Bern. Der Veranstalter brach das Konzert ab, weil „mehrere Besucher
Unwohlsein mit der Situation“ geäußert haben. Mit „Situation“ waren zum einen
die Rasta-Frisuren gemeint und zum anderen der Musikstil Reggae, der seinen
Ursprung in der schwarzen indigenen Bevölkerung Jamaikas hat. Die Übernahme
„schwarzer“ Brauchtümer durch „weiße“ Personen wird von Kritikern als
„kulturelle Aneignung“ angesehen. Dafür entschuldigte sich der Veranstalter des
Konzerts ausdrücklich „bei allen Menschen, bei denen das Konzert schlechte
Gefühle ausgelöst hat“. Der Veranstalter bedauerte, es versäumt hatte, sich im
Vorfeld mit dem Thema auseinanderzusetzen und die Gäste „zu schützen“. Die
Musikgruppe selbst zeigte für den Abbruch des Konzerts wenig Verständnis, da
während der Aufführung eine gute Stimmung geherrscht habe und niemand aus dem
Publikum auf die Musiker zugegangen sei. Es könne auch nicht von einer kulturellen
Aneignung die Rede sein, da sich die Musiker nur von verschiedenen
Stilrichtungen inspirieren lassen und ihren eigene Musikstil entwickeln (1).
Auch in Deutschland gab es schon ähnliche Fälle. Erst kürzlich hatte „Fridays
for Future“ die Musikerin Ronja Maltzahn ausgeladen, weil sie als Weiße Rastazöpfe
trägt. FFF teilte der Musikerin mit, sie könne nur dann auftreten, wenn sie
sich die Zöpfe abschneidet (2).

Linke
Aktivisten wollen offensichtlich zurück ins Zeitalter der Apartheit oder
Rassentrennung, wie sie über viele Jahrzehnte in den USA oder Südafrika
praktiziert wurden: „schwarze“ Musik darf nur von schwarzen Musikern für
schwarze Zuhörer gespielt werden, „weiße“ Musik nur von weißen Musikern für
weiße Fans. Aber wie meist, sind die Rassismus-Kritiker inkonsequent. Denn wenn
„schwarze“ Musik und „schwarze“ Haartracht für dunkelhäutige Personen
reserviert und die Verwendung durch Weiße als „kulturelle Aneignung“ verboten
sein soll, muss das umgekehrt natürlich auch gelten. Dunkelhäutige Personen
dürften sich dann nicht der Errungenschaften der „weißen“ Kultur bedienen. Und
da wäre die Liste der Verbote lang. Kein Schwarzer dürfte dann mehr ein Auto
oder ein Flugzeug benutzen (Erfinder: alte weiße Männer), ebenso wenig wie ein Telefon
oder ein Smartphone. Kein Schwarzer dürfte mehr im Fernsehen auftreten oder an
einem Fußballspiel teilnehmen. Erlaubt wäre zwar der Langstreckenlauf, aber
nicht der Marathon-Lauf oder die Teilnahme an den Olympischen Spielen
(griechisches Kulturgut). Und selbstverständlich dürften schwarze Musiker auch
nicht mehr Mozart oder Beethoven spielen oder dunkelhäutige Balletttänzerinnen
an einer Schwanensee-Aufführung teilnehmen.

Das
würde jedoch niemand fordern, denn das wäre Rassismus, wenn Personen aufgrund
ihrer dunklen Hautfarbe von irgendwelchen Aktivitäten ausgeschlossen würden.
Umgekehrt dagegen nicht, denn da geht es um die Verhinderung einer „kulturellen
Aneignung“.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/konzert-abbruch-in-der-schweiz-weil-weisse-musiker-reggae-spielen-80823720.bild.html

(2) https://jungefreiheit.de/kultur/2022/weisse-spielen-reggae-konzert-abbruch/

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