Kritik am Islam = antimuslimischer Rassismus

Guten Morgen liebe Hessen,

Es gibt viele Formen des Rassismus. Er kann sich gegen dunkelhäutige Personen richten (aber nie gegen hellhäutige), gegen Frauen, gegen Homosexuelle, Trans-Personen oder gegen Chinesen. Und vor allem gegen Muslime. Dann haben wir den antimuslimischen Rassismus. Der ist besonders schlimm, weil Muslime ohnehin benachteiligt sind. Eigentlich gibt es keine muslimische Rasse. Wie es überhaupt keine Rasse beim Menschen gibt. Und eine muslimische Rasse gab es nicht einmal früher, als man die Menschen noch in verschiedene Rassen einteilte. Denn damals waren die Merkmale, nach denen man die Rassen unterschied, genetisch determiniert, also z.B. die Hautfarbe oder die Körperform. Für den Glauben an den Propheten gibt es jedoch kein genetisches Korrelat.

Aber dennoch gibt es einen antimuslimischen Rassismus. Der äußert sich in einer allgemeinen Abneigung gegen Muslime und in einer Ablehnung der muslimischen Lebensweise, also jener Traditionen und Gebräuche, die bei Muslimen aufgrund ihres Glaubens üblich und verbreitet sind. Da der Islam in seinen Ausdrucksformen uneinheitlich ist, sind auch die glaubensspezifischen Gebräuche nicht überall gleich, aber doch vielfach ähnlich. Um einen Überblick über die islamischen Lebensformen zu erhalten, kann man sich in den verschiedenen islamischen Ländern umsehen. Man muss diese Länder dazu jedoch nicht selbst besuchen, sondern kann sich im Internet informieren. Aber nicht etwa auf irgendwelchen islamophoben Seiten, sondern bei einem seriösen Anbieter:
der Bundesregierung – genauer dem Auswärtigen Amt. Da liest man bei den Reisehinweisen für das Kernland des Islam, Saudi-Arabien: „Vermeiden Sie auffällige Kleidung und Zurschaustellung oder gar Verteilung christlich-religiöser Symbole (…) Das kaum kodifizierte saudi-arabische Strafrecht beruht auf der islamischen Scharia hiesiger Auslegung mit den bekannten, ggf. bis hin zu Prügel- und sonstigen Körperstrafen und Amputationen reichenden Strafsanktionen. Prostitution und homosexuelle Handlungen werden in Saudi-Arabien nach Ermessen des Richters mit Freiheitsentzug und/oder Stockschlägen bestraft, ggf. kann auch die Todesstrafe verhängt werden“ (1). Oder über die Islamische Republik Iran: „Respektieren Sie unbedingt die geltenden Gesetze und moralischen Wertvorstellungen. Rechnen Sie mit erhöhter Sensibilität in religiösen Angelegenheiten sowie in Angelegenheiten in Bezug auf die Respektierung islamischer Traditionen (…) für bestimmte Sexualhandlungen (Geschlechtsverkehr außerhalb der Ehe, gleichgeschlechtlicher Geschlechtsverkehr) kann die Todesstrafe verhängt werden (…) für Frauen (ab 9 Jahren) gelten die islamischen Kleidungsvorschriften“ (2).

Die Frankfurter Professorin Susanne Schröter, Leiterin des Frankfurter Forschungszentrums Globaler Islam, hat sich kürzlich in der BILD-Zeitung zum politischen Islam geäußert: „Der politische Islam stellt einen Gegenentwurf zum säkularen Rechtsstaat, zu Demokratie und den Freiheitsansprüchen des Individuums dar. Es handelt sich um eine Herrschaftsideologie, die die vollständige Umgestaltung von Staat und Gesellschaft anhand islamischer Normen beinhaltet“ (3).

Wer diese Vorstellungen ablehnt oder auch nur ansatzweise kritisiert, gilt inzwischen als islamophob und als antimuslimischer Rassist.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/saudiarabien-node/saudiarabiensicherheit/202298#content_3
(2) https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/laender/iran-node/iransicherheit/202396
(3) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/islam-expertin-warnt-vor-dem-politischen-islam-und-dessen-ideologie-64200968.bild.html

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