LINKE LOGIK: Wer Probleme in Afrika anspricht, die es zu lösen gilt, ist ein Rassist!

Guten Morgen liebe Hessen,

Der Begriff „Rassismus“ wird inzwischen inflationär verwendet. Fast jeder, der Unterschiede zwischen einzelnen Ländern oder Erdteilen thematisiert, sieht sich dem Vorwurf des Rassisten ausgesetzt. Inzwischen reicht es schon aus, ein Zigeunerschnitzel zu bestellen oder sein Aspirin in der Mohren-Apotheke einzukaufen.

Prominenter Rassist der Woche ist Clemens Tönnies, Aufsichtsratsvorsitzender des Fußballvereins Schalke 04 – bisher völlig unauffällig und nie mit entsprechenden Äußerungen aufgefallen. Bis jetzt. „Schalke-Chef verstört mit rassistischer Äußerung“, titelte die ZEIT (1). Der Fußball-Manager und Miteigentümer eines Lebensmittelherstellers diskutierte kürzlich beim Tag des Handwerks über die Probleme des Klimawandels. Eigentlich ein Thema ohne Rassismus-Fallen. Aber Tönnies schaffte es dennoch, eine zu finden. Er plädierte dafür, statt höherer Steuern solle man lieber jährlich 20 Kraftwerke in Afrika finanzieren. Begründung: „Dann würden die Afrikaner aufhören, Bäume zu fällen, und sie hören auf, wenn’s dunkel ist, Kinder zu produzieren“ (1).

Diese Äußerung löste einen Sturm der Entrüstung aus. Der Vorsitzende der Linkspartei schrieb daraufhin auf Twitter: „Tönnies rassistische Aussagen sind ein gutes Beispiel dafür, wie Rassismus und Kapitalismus Hand in Hand gehen“ (1). Der dunkelhäutige Fußballer Hans Sarpei auf facebook fühlte sich an die Kolonialzeit erinnert: „Es sind rassistische Bemerkungen … Als Deutscher afrikanischer Herkunft widert mich diese Art von Verantwortung zutiefst an“.

Dabei hat Tönnies nur die Bevölkerungsentwicklung in Afrika kritisch betrachtet. Afrika hatte 1950 etwa 220 Mio Einwohner, heute mit 1,25 Mrd mehr als fünfmal soviel. Derzeit wächst die Bevölkerung Afrikas jede Woche um 1 Mio Menschen, die UN erwartet dort für 2050 2,5 Mrd und für 2100 4,4, Mrd Menschen (2).

Diese Entwicklung ist auch für den Rassismus-unverdächtigen Bayerischen Rundfunk „kein Grund zum Jubeln: Dieses enorme Bevölkerungswachstum bringt für Mensch und Natur enorme Probleme“. Vor allem in Afrika wächst die Bevölkerung: „Afrikas Jugend sucht eine Perspektive – zuhause findet sie sie selten. Viele bringen sich in Lebensgefahr, denn die Bevölkerung wächst viel zu schnell“. Bright Muwador, stellv. Generalsekretär der All Africa Conference of Churches (AACC): „Wenn wir weiterhin immer mehr Menschen werden, als es unsere Ressourcen hergeben, werden sich diese nach Europa durchkämpfen. Deswegen hat Europa die Pflicht, die Überbevölkerung in Afrika zu bekämpfen“ (3).

Jeder Mensch produziert direkt und indirekt CO2 – in hochentwickelten Ländern mehr, in Entwicklungsländern weniger. Die weltweite CO2-Produktion steigt damit mindestens proportional zur Bevölkerungszahl. Wer also den CO2-Ausstoß reduzieren möchte, muss primär die Bevölkerungszunahme begrenzen, ansonsten sind alle anderen Maßnahmen zur CO2-Reduzierung sinnlos. Und die Bevölkerungszunahme muss dort begrenzt werden, wo sie am größten ist – also in Afrika. Der Afrikaner Muwador hat das klar erkannt und gefordert. Wer dies in Deutschland auch nur anspricht, ist ein Rassist.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.zeit.de/sport/2019-08/clemens-toennies-tag-des-handwerks-klimawandel-rassismus

(2) https://de.wikipedia.org/wiki/Afrika

(3) https://www.br.de/fernsehen/das-erste/sendungen/report-muenchen/videos-und-manuskripte/bevoelkerungswachstum-afrika-110.html

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