Links-Grüner Geschlechterirrsinn: Ein Mann mit Frauenperücke bleibt ein Mann

Guten
Morgen liebe Hessen,

Wer
in den verstaubten sechziger oder siebziger Jahren die Schule besucht hat, hat
im Biologieunterricht (gab es damals noch) gelernt, dass es zwei – und genau
zwei – Geschlechter gibt und dass diese durch die Kombination bestimmter
Chromosomen festgelegt werden. Diese Auffassung wird zunehmend durch die unter
Grünen und Linken weit verbreitete Meinung ersetzt, dass es sich beim
Geschlecht um ein „gesellschaftliches Konstrukt“ handelt und dass dieses frei
gewählt werden kann (1).

Das
hat natürlich Konsequenzen. So gibt es z.B. eine ganze Reihe von Einrichtungen,
bei denen – meist aus gutem Grund – eine Geschlechtertrennung vorgesehen ist.
Das sind – neben Toiletten und Umkleideräumen – auch Haftanstalten, wobei z.B.
in Kalifornien Häftlinge entsprechend ihrer selbst festgelegten
geschlechtlichen Identität in dem entsprechenden Gefängnis untergebracht
werden, was von dem einen oder anderen Insassen natürlich ausgenutzt wird (2).
Auch im Sport bietet die Wahlmöglichkeit Chancen, die ansonsten nicht bestehen.
Da sich Männer und Frauen hinsichtlich des Körperbaus und der körperlichen
Leistungsfähigkeit deutlich unterscheiden, können Männer, die in
„Männer-Wettkämpfen“ aufgrund ihrer Leistung keine Chance haben, in „Frauen-Wettkämpfen“
vordere Plätze belegen und Medaillen erringen.

Und
auch in der Politik kann die Selbstdefinition als Frau deutliche Vorteile
bringen – jedenfalls bei den Parteien, bei denen bestimmte Positionen oder
Listenplätze für Frauen reserviert sind. Besonders einfach ist das bei den
Grünen. Dort ist grundsätzlich jeder zweite Listenplatz (immer die ungeraden)
für Frauen reserviert. Grundlage für den Frauenquotenplatz ist das
„Frauenstatut“ der Grünen, in dem es heißt: „Von dem Begriff ,Frau‘ werden alle
erfasst, die sich so definieren“ (3). Jeder, der sich bei der Bewerbung als
Frau definiert, kann auf einem Frauenplatz antreten. Selbst wenn er eine
ausgeprägte männliche Erscheinung ist – etwa mit Bierbauch, Glatze, Vollbart
und Bassstimme. So z.B. „Tessa“ Ganserer – geboren 1977 im bayerischen Zwiesel
als Markus Ganserer. 2018 wurde er/sie in den bayerischen Landtag gewählt und
erklärte dann, fortan unter dem Namen „Tessa“ als Frau leben zu wollen, aber
sich nicht dem im „Transsexuellengesetz“ festgelegten Procedere zur rechtlichen
Namens- und Personenstandsänderung unterziehen wolle (3, 4). 2021 bewarb er/sie
sich dann um einen Frauenplatz für die Bundestagswahl und wurde auch
tatsächlich gewählt. Gegen die Anerkennung des Bundestagsmandats wurde von der
Initiative „Geschlecht zählt“ beim Wahlprüfungsausschuss Widerspruch eingelegt,
weil er/sie einen Frauenplatz belegt, obwohl er/sie physisch und rechtlich ein
Mann ist (4).

Dieses
logische Dilemma haben die Grünen aber nicht erkannt und sind wahrscheinlich
auch nicht in der Lage dazu. Denn wer das Geschlecht zu einer frei wählbaren
Eigenschaft macht – wie etwa Religion, Parteizugehörigkeit oder Beruf – und
gleichzeitig für bestimmte Geschlechter Privilegien einführt, muss damit
rechnen, dass es Personen gibt, die ein Geschlecht nur deshalb wählen, weil es
ihnen Vorteile bringt. Es ist auch absehbar, dass es irgendwann überhaupt keine
Männer (im Sinn der grünen Definition) geben wird, weil sich alle Männer als
Frauen ausgeben, um den Quotennachteil auszugleichen. Wenn dieser Punkt
erreicht ist, spielt das Geschlecht keine Rolle mehr.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2022/das-geschlecht-als-waffe/

(2) https://www.achgut.com/artikel/angst_im_frauenknast_

(3) https://www.bild.de/politik/2022/politik/tessa-ganserer-heftiger-streit-zwischen-magazin-emma-und-trans-politikerin-78903838.bild.html

(4) https://zeitung.faz.net/webreader-v3/index.html#/468520/11

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