Mazyek meint: „friedliche Kernbotschaft des Islam unbestreitbar“ – Realität zeigt: Diktatur, Scharia, Bürgerkriege

Guten Morgen liebe Hessen,

Lange – zu lange – hatte man nichts von ihm gehört: Aiman Mazyek, Vorsitzender des Zentralrats der Muslime in Deutschland. Jetzt hat er sich zu Wort gemeldet – in einem Gastbeitrag in der FNP. Thema: der Islam. Gleich zu Beginn geht er zum Angriff über. Sein Ziel: Albrecht Glaser, Bundestagsabgeordneter der AfD. Dieser hatte wiederholt behauptet, der Islam sei „keine Religion“, sondern eine „politische Ideologie“. Und deshalb könnten Muslime keine Religionsfreiheit beanspruchen (1).

Das – so Mazyek – sei nicht nur islamfeindlich, sondern auch „mit unserer Verfassung nicht vereinbar“. Und dann beklagt Mazyek, dass viele Islamkritiker „diesem abenteuerlichen Ansatz“ folgen und damit „1,6 Milliarden Muslimen weltweit den Glauben absprechen, eine 1400 Jahre alte Weltreligion, die große Zivilisationen hervorgebracht hat und deren friedliche Kernbotschaft und Praxis unbestreitbar und unübersehbar ist“.

Die Zahlen, die der Vorsitzende genannt hat, stimmen wohl: es sind 1,6 Milliarden Muslime und die Religion ist 1400 Jahre alt. Ob der Islam es war, der „große Zivilisationen“ hervorgebracht hat, mag zutreffen oder nicht. In jedem Fall liegt das lange zurück. Auf die „Blütezeit des Islam“ vom 9. bis 14. Jahrhundert folgte in jedem Fall ein langsamer, aber kontinuierlicher Niedergang. Zuletzt konnte nur noch das Osmanische Reich der Türken den hohen Standard noch einigermaßen halten und sogar den christlichen Balkan erobern, bevor es dann zum „kranken Mann am Bosporus“ verfiel. Zunehmend wurde die Beschäftigung mit Philosophie und Wissenschaft als gottlos angesehen, es folgten der wirtschaftliche Verfall und der Verlust an Innovationskraft (2).

Schaut man sich heute in der islamischen Welt um, so kann man grob zwei Kategorien von Staaten unterscheiden: einige wenige sehr reiche Länder – wie Saudi-Arabien und die Emirate – und zahlreiche arme Länder – wie etwa Pakistan, Afghanistan und verschiedene afrikanische Staaten. Die reichen Länder sind aber nicht deshalb reich, weil der Islam „große Zivilisationen“ hervorgebracht hat, sondern weil sie zufällig auf Ölvorkommen sitzen, die ihnen erheblichen Reichtum bringen. Dieser wird von den Herrschern aber nicht etwa in Fortschritt und Wissenschaft investiert, sondern in sinnlosen und protzigen Luxus. Diejenigen Länder, die kein Öl besitzen, sind arm und rückständig. Und deren Wirtschaft besteht im Wesentlichen aus Handel und Landwirtschaft, teilweise auch aus etwas Tourismus

Was aber allen islamischen Ländern gemeinsam ist: es gibt keine Demokratie im westlichen Sinne, keine funktionierende Verwaltung und Infrastruktur und das Rechtssystem orientiert sich mehr oder weniger eng an der Scharia. Da werden Homosexuelle an Baukränen aufgehängt, Ungläubige ausgepeitscht und eingesperrt und Gotteslästerer enthauptet. Und zahlreiche der islamisch dominierten Länder befinden sich in kriegerischen Konflikten mit Nachbarstaaten oder in Bürgerkriegen.

Und so ist für jeden die „friedliche Kernbotschaft“ des Islam „unbestreitbar und unübersehbar“.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://epaper.fnp.de/webreader-v3/index.html#/461903/2-3
(2) https://rp-online.de/politik/ausland/der-islam-war-einst-hort-der-zivilisation_aid-20254397

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