Migrant stieß Kind (8) vor einfahrenden ICE: Täter psychisch krank, laut Anklage der Staatsanwaltschaft nur Totschlag statt Mord

Guten Morgen liebe Hessen,

Viele erinnern sich noch an den 29. Juli 2019. An diesem Tag wurde am Frankfurter Hauptbahnhof ein achtjähriger Junge und seine Mutter, die am Bahnsteig warteten, vor einen einfahrenden ICE gestoßen. Die Mutter überlebte, der Junge wurde vom Zug überrollt und war sofort tot. Tatverdächtiger ist ein Eritreer, der seit vielen Jahren mit Flüchtlingsstatus in der Schweiz lebt und in den Monaten vor der Tat offensichtlich aufgrund psychischer Probleme in ärztlicher Behandlung war (1). Die Tat löste bundesweit Entsetzen aus.

Für die Politiker und die Medien war es jedoch wichtig, zu betonen, dass der Flüchtlingsstatus des Tatverdächtigen nichts mit der Tat zu tun habe und kein Grund sei, „gegen Flüchtlinge zu hetzen“ (1). Politiker machten zahllose Vorschläge, wie man die Sicherheit an Bahnsteigen erhöhen könne, z.B. durch Absperrungen oder mehr Personal. Nur ein Vorschlag wurde von fast niemandem gemacht: Grenzkontrollen mit dem Ziel, solchen Personen den Zugang zum Land verwehren, von denen eine deutlich erhöhte Gefahr für die Bevölkerung ausgeht. Beispielsweise weil sie Verbindung zu einer Terrororganisation haben oder weil sie wegen einer psychischen Erkrankung ihre Handlungen nicht kontrollieren können. Und der letztgenannte Fall scheint hier gegeben zu sein. Der Tatverdächtige wurde kurz nach der Tat gefasst und inhaftiert. Er leidet an einer paranoiden Schizophrenie und ist derzeit in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht. Er gilt als schuldunfähig (1).

Wenige Wochen vorher hatte im Bahnhof von Voerde ein Serbe eine junge Mutter vor einen Zug gestoßen und getötet. Motiv: er wollte einen Menschen sterben sehen. Er war bereits vor der Horror-Tat am Bahnhof aufgefallen und hatte seine Nachbarschaft regelrecht terrorisiert. Die Staatsanwaltschaft geht auch hier davon aus, dass der Täter nur eingeschränkt schuldfähig ist und wird daher keine Haftstrafe beantragen, sondern die Unterbringung in einer geschlossenen psychiatrischen Klinik (2).

Im Frankfurter Fall wird die zuständige Staatsanwaltschaft die Tat nicht einmal als Mord einstufen, sondern als Totschlag. Für den Anwalt der betroffenen Familie unverständlich: „Ich habe die Einstufung der Staatsanwaltschaft mit großer Verwunderung zur Kenntnis genommen und kann sie nicht nachvollziehen“ (3). Tatsächlich ist diese Bewertung der Staatsanwaltschaft nicht nachvollziehbar. Mord und Totschlag – beides Vorsatzdelikte – unterscheiden sich durch die sog. Mordmerkmale, von denen mindestens eines gegeben sein muss, damit die Tat als Mord qualifiziert werden kann: Heimtücke, Grausamkeit und niedere Beweggründe. Zwei dieser Mordmerkmale dürften vorliegend eindeutig erfüllt sein. Heimtückisch ist die Tat, weil das Opfer im Moment der Tat arg- und wehrlos war. Der Junge war sich des Angriffs nicht bewusst, da er von hinten erfolgte und er konnte sich auch nicht gegen den Angriff wehren oder sich diesem entziehen. Grausam war die Tat, weil die Tötung durch das Überfahren eines Zuges erfolgte. Das dritte Mordmerkmal – niedere Beweggründe – kann vorliegend aufgrund der Erkrankung ausgeschlossen werden.

Und so werden die beiden Täter – von der Presse verharmlosend als Bahnsteig-„Schubser“ bezeichnet – wohl straffrei ausgehen. Und die Angehörigen der Opfer werden sich vermutlich fragen, warum dieser Staat nicht gewillt ist, seine Bevölkerung vor diesen unberechenbaren Tätern zu schützen, indem er ihnen die Einreise verweigert.


Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter


(1) https://www.fnp.de/frankfurt/frankfurt-hauptbahnhof-kind-gestossen-entgeht-verdaechtiger-anklage-zr-12867650.html
(2) https://www.focus.de/politik/gerichte-in-deutschland/opfer-anwalt-ist-fassungslos-achtjaehrigen-jungen-vor-ice-gestossen-fuer-staatsanwalt-kein-mord-sondern-totschlag_id_11423968.html

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