Mildes Urteil nach brutaler Tat – Kickboxer Muharrem C. prügelt Radfahrer grundlos tot

Guten Morgen liebe Hessen,

Am 8. Oktober 2018 lief der 40-jährige Gastwirt Ilja T. dem radfahrenden Muharrem C. vor das Rad. Dieser hatte schlechte Laune, weil er seine Bankkarte vergessen hatte und sein Kopfhörer kaputt war. Da kam ihm der Passant wohl gerade recht, um seinen Frust loszuwerden und so forderte der trainierte Kickboxer Muharrem C. seinen Kontrahenten zum Boxkampf auf. Dieser lehnte ab, was ihm aber nicht half. Der trainierte Kampfsportler schlug mehrfach gezielt zu, dann folgte ein finaler Schlag von oben auf den wehrlos am Boden liegenden Mann. Der 40-Jährige starb drei Tage später an seinen schweren Hirnverletzungen. Ein Tatzeuge schilderte den Ablauf: harte, präzise Schläge gegen den Kopf des Kontrahenten: „Die Aggression ging komplett vom Täter aus. So eine Präzision der Schläge habe ich noch nie gesehen.“ [1, 2].

Jetzt wurde vor dem Landgericht Hannover das Urteil gesprochen: fünfeinhalb Jahre wegen Körperverletzung mit Todesfolge und vorab Unterbringung des Täters in einer Entzugsklinik. Nachdem er bereits 6 Monate in Untersuchungshaft gesessen hatte, kam er vor der Verhandlung wieder frei – keine Fluchtgefahr. Staatsanwaltschaft und Gericht sahen nur einen „minderschweren Fall“ und keine Tötungsabsicht – daher auch keine Anklage wegen Totschlag. Dass dem trainierten Kampfsportler bewusst gewesen sein musste, dass seine Schläge tödlich sein können, sah das Gericht nicht. Vielmehr bemühte es sich, alle strafmildernden Gründe hervorzuheben – wie Drogenkonsum und Geständnis.

Kein Wunder, dass sich Kriminelle wie Muharrem C. über die deutsche Justiz amüsieren können. „Diese Leute lachen über die Justiz“ sagte bereits Rainer Wendt, Bundesvorsitzender der Deutschen Polizeigewerkschaft [3].

Die Nebenkläger – Angehörige des Opfers – wollen sich mit diesem Urteil nicht abfinden. Sie werden in Revision gehen und darlegen, dass der Täter die Tötung seines Opfers zumindest billigend in Kauf nahm und daher eine Verurteilung wegen Totschlag angebracht ist.

Wichtigste Aufgabe des Staates ist es, seine Bürger vor Gewaltanwendung zu schützen. Dieser Aufgabe kommt er schon deshalb nicht nach, weil er unkontrolliert Gewalttäter einreisen lässt und diese auch noch dann alimentiert, wenn sie eigentlich ausreisepflichtig sind. Aber der aktuelle Fall zeigt, dass der Staat auch in der Strafverfolgung von Gewalttätern völlig versagt: Bagatellstrafen für hochkriminelle Gewalttäter und vielfach Bewährungsstrafen für Intensivtäter mit zahllosen Delikten.

Es wird Zeit, dass der Staat – wie vielfach von den Altparteien angekündigt – mit der „vollen Härte des Gesetzes“ durchgreift.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

[1] https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/radfahrer-pruegelt-fussgaenger-tot-angeklagter-gibt-schlaege-zu-61135800.bild.html

[2] https://www.bild.de/regional/hannover/hannover-aktuell/er-pruegelte-fussgaenger-40-tot-5-5-jahre-knast-fuer-thai-boxer-61580154.bild.html

[3] https://www.wiwo.de/politik/deutschland/rainer-wendt-diese-leute-lachen-ueber-die-justiz/14479802-2.html

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