Mittel freimachen für Corona-Forschung – Abschaffung von Gender-„Wissenschaften“

Guten Morgen liebe Hessen,

Kai Gehring ist Bundestagsabgeordneter der Grünen und Sprecher seiner Fraktion für Forschung, Wissenschaft und Hochschule. Er absolvierte ab 1998 ein Studium der Sozialwissenschaften an der Ruhr-Universität Bochum, welches er 2003 als Diplom-Sozialwissenschaftler (Dipl.-Soz.-Wiss.) beendete und er lebt in gleichgeschlechtlicher Partnerschaft (1). Das sind schon mal gute Voraussetzungen, um wissenschaftspolitischer Sprecher zu werden. Und als solcher hat er sich auch in der Corona-Krise zu Wort gemeldet und die Bundesregierung aufgefordert, viel mehr Geld in die Corona-Forschung zu investieren. Denn da gibt es viel zu tun.

Wissenschaftler arbeiten intensiv an Impfstoffen und Medikamenten, die gegen das Virus eingesetzt werden können. Die WHO hat eine groß angelegte Studie gestartet, an der auch Deutschland mit 1,5 Millionen Euro beteiligt ist. Das ist für Gehring viel zu wenig. Er hat fordert, „noch viel beherzter bei der Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten“ vorzugehen. Denn ein „verantwortungsvolles Exit-Szenario aus den Kontaktbeschränkungen“ könne nur auf wissenschaftlicher Basis entwickelt werden. Und deshalb müsse sich die Bundesregierung an die Spitze der internationalen Bewegung setzen und mehr investieren. Für die Entwicklung von Impfstoffen müssten mindestens 300 Millionen investiert werden, für Medikamente weitere 30 Millionen und für Testverfahren 20 Millionen (2).

Da kann man dem Grünen nur Recht geben. Wobei die genannten Summen eher zu niedrig angesetzt sind und wohl deutlich höher ausfallen müssten. Und da die Finanzmittel der öffentlichen Haushalte zukünftig wegen der Corona-Krise deutlich knapper sein werden, stellt sich natürlich die Frage, woher nehmen. Oder besser: wo einsparen. Denn es gibt sicher viele Forschungsvorhaben, die im Moment weniger dringlich erscheinen, so dass man dort Mittel abziehen könnte. Und da fallen einem spontan einige „Forschungsbereiche“ ein, bei denen man sich schon seit langem fragt, ob man sie überhaupt benötigt. Zum Beispiel die Gender-„Wissenschaft“. Und dort speziell die Sparte, die sich mit der sprachlichen Gleichstellung befasst.

An deutschen Universitäten gibt es inzwischen hunderte „Wissenschaftlerinnen“, die sich mit dem Thema befassen – etwa Lann Hornscheidt von der Humboldt-Universität (gut, dass Humboldt das nicht mehr miterleben musste). Sie behauptet, Mann und Frau seien „immer soziale Konstrukte“. Folge: viele Personen fühlen sich diskriminiert, wenn sie – je nach äußerem Anschein – mit Herr oder Frau Sowieso angesprochen werden. Und deshalb schlug sie die Einführung der „x-Form“ vor. Das x wird einfach an das Substantiv angehängt (Plural „xs“) und dann kann jede(r/d) diskriminierungsfrei selbst entscheiden, wofür es stehen soll: z.B. „Studierx“, „Studierxs“, „Lehrx“, „Lehrxs“, „Angestelltx“, „Angestelltxs“.

Durch die neutrale Endung „X“ entfalle der Zwang, sich einem bestimmten Geschlecht zuordnen zu müssen (3). Wer das als Zwang empfindet, ist sicher zu bedauern. Aber dagegen helfen weder Impfstoffe noch Medikamente.

Aber helfen würde es sicher, die Gelegenheit zu nutzen, den „Wissenschaftsbetrieb“ einmal gründlich und selbstkritisch zu durchforsten und alle „Forschungseinrichtungen“ abzuschaffen, die weder einen echten Wissenszuwachs bringen noch eine praktische Bedeutung besitzen. Die freiwerdenden Summen – vermutlich viele hundert Millionen Euro – könnten dann in jene Bereiche investiert werden, die diesem Land und seinen Bürgern tatsächlich helfen – z.B. in der Lösung der zahlreichen Probleme, die die Corona-Pandemie mit sich gebracht hat.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) Kai Gehring: Kai Gehring. (Bewerbung). In: Landesdelegiertenkonferenz Hagen 2012. Bündnis 90/Die Grünen NRW, 25. Oktober 2012, abgerufen am 5. Oktober 2013: „Biografie. 34 Jahre, Dipl.-Sozialwissenschaftler, Essener, gleichgeschlechtliche Partnerschaft; MdB seit 2005 …
(2) https://epaper.faz.net//webreader-v3/index.html#/464537/4-5
(3) http://www.spiegel.de/unispiegel/wunderbar/gendertheorie-studierx-lann-hornscheidt-ueber-gerechte-sprache-a-965843.html

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