MORIA MACHT ERNEUT DEUTLICH: Vor-Ort-Hilfe und Fluchtursachen bekämpfen statt unsinnige EU-Umverteilung

Guten Morgen liebe Hessen,

Moria wird vielfach als Symbol der gescheiterten EU-Asylpolitik und der Hilfsbereitschaft deutscher Politiker verstanden. Tatsächlich zeigt Moria die ganze Problematik und die völlige Unfähigkeit der EU-Politiker, eine Lösung für das Problem der zunehmenden Zuwanderung zu finden. Alleine in den Ländern des Nahen Ostens und Afrikas wachsen Millionen Menschen auf, die in ihren Heimatländern keine Perspektive sehen und daher auswandern wollen. Ziel ist die EU mit ihrem – relativen – Wohlstand und dort an erster Stelle Deutschland. Denn aus Berichten der dorthin gereisten wissen alle: in Deutschland gibt es eine Willkommenskultur. Die jungen Männer werden freudig am Bahnhof empfangen, können mit der Kanzlerin ein Selfie machen und werden in neuen Häusern mit vergleichsweise hohem Komfort untergebracht. Schlafen kann man dort bis mittags, dann kommt der Putzservice und das Catering und auch für Unterhaltung ist gesorgt.

Verständlich, dass da viele junge Männer sagen: da will ich auch hin. Und es wird ihnen auch leicht gemacht. Der erste Teil der Reise ist zwar beschwerlich, aber wenn man die Mittelmeerküste erreicht hat, ist es fast geschafft. Entweder man kommt über Nordafrika oder – besser – über die Türkei. Da muss man nicht aufs offene Meer, sondern hat die Küste der EU bereits in einer Entfernung von wenigen Kilometern im Blick. Denn da befinden sich einige griechische Inseln, z.B. Lesbos. Und dort sammeln sich dann die Zuwanderer in Lagern – wie z.B. Moria. Das war zwar nur als Durchgangslager geplant, ist aber zwischenzeitlich für viele zur Dauerlösung geworden, weil die griechischen Behörden – die ohnehin nicht gerade für Schnelligkeit und Effektivität bekannt sind – mit der Vielzahl ankommender Migranten einfach überfordert sind. Und so finden sich in dem für 2.000 oder 3.000 Personen geplanten Lager irgendwann 20.000. Da ist dann auch die Infrastruktur hoffnungslos überfordert. Und auch die Gastfreundschaft der Inselbewohner, wenn ihre Olivenhaine abgeholzt und verfeuert werden. Und natürlich wird auch die Stimmung unter den Migranten zunehmend schlecht, weil sie in beengten Verhältnissen monatelang oder jahrelang warten müssen, ohne zu wissen, wie es weitergehen soll. Eine explosive Situation, die irgendwann eskalieren muss.

Die Lösung des Problems kann aber nicht so aussehen, dass Personen aus dem Lager in Deutschland oder einem anderen EU-Land aufgenommen werden. Abgesehen davon, dass dies zwangsläufig weitere Migranten in Richtung EU in Bewegung setzt, ist der Ansatz auch aus einem anderen Grund falsch. Tag für Tag verhungern Menschen in vielen Ländern in Afrika und in Asien. Oder sie werden obdachlos, weil sie gerade von einer Überschwemmung oder einer anderen Naturkatastrophe oder einer kriegerischen Auseinandersetzung heimgesucht werden. Oder sie leben unter menschenunwürdigen Umständen in den Slums afrikanischer Millionenstädte. Noch nie hat ein deutscher Politiker gefordert, diese Menschen nach Deutschland zu holen und hier zu versorgen. Immer war der Ansatz, Hilfe vor Ort zu leisten. Noch nie hat ein Grünen-Politiker gefordert, hungernde Kinder aus Lagos oder obdachlose und hilflose Alte aus Bangladesch nach Deutschland zu bringen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

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