Mutter meint, Schuld habe multikulturelle Umgebung: Mustafa (18) und Jihad (20) überfallen Geldboten

Guten Morgen liebe Hessen,

„Blutiger Banküberfall in Berlin“ – so titelte kürzlich die BILD-Zeitung. In Neukölln überfielen zwei junge Männer die Geldboten, die gerade die Automaten der Deutsche-Bank-Filiale an der Gropius-Passage befüllen wollten. Die Räuber setzten Tränengas ein, einer von ihnen soll sofort auf die beiden Geldboten geschossen haben. Einer der Boten schoss zurück und verletzte einen der Täter. Der zweite Täter konnte fliehen, wurde jedoch kurze Zet später gefasst. Bei den Tätern handelt es sich um zwei Brüder: Mustafa W. (18) und Jihad W. (20). Der jüngere liegt noch im Krankenhaus, gegen den älteren wurde Haftbefehl wegen schweren Raubes und Mordversuchs erlassen. Für die Mutter der beiden Brüder sind die Vorwürfe nicht nachvollziehbar. Sie jammert, dass die Polizei ihren Jihad abgeholt hat, obwohl er zum Zeitpunkt des Überfalls „ganz sicher zu Hause“ war (1). Laut BILD-Informationen sind beide Bankräuber polizeibekannt: Mustafa ist wegen schwerer Körperverletzung aufgefallen, Jihad mit anderen Gewaltdelikten. Die Ermittler vernuten, dass beide bereits mehrere Überfällen begangen haben (2).

Mustafa W. erlangte vor einigen Jahren im „Sport“ Erfolge: im April 2018 war er gerade Deutscher Meister (bis 63 kg) der U17-Boxer geworden. Ein Foto zeigt den stolzen Sieger mit seinem Pokal und seiner Goldmedaille. Mustafa W. galt als „Nachwuchstalent in der Boxwelt“. Doch dann scheint er auf die schiefe Bahn geraten zu sein. Seine Ausbildung zum Fitnesskaufmann brach er ab. Seine Mutter bestätigt das, sucht die Schuld bei der Umgebung: „Ich will hier schon lange wegziehen. Hier ist es egal, wie gut die Jungs in der Schule sind oder im Sport. Irgendwann treffen sie hier unweigerlich auf die falschen Freunde“ (2). Dieser Satz ist recht aufschlussreich. Die Mutter wohnt mit ihren Söhnen in Kreuzberg – einem „der multikulturellsten Stadtteile Berlins“, in dem über 180 Nationalitäten „friedlich miteinander und nebeneinander“ leben (3). Sie hat von ihrem Stadtteil offensichtlich ein anderes Bild als der rot-rot-grüne Senat. Möglicherweise ist es ihr dann doch zu multikulturell und es scheint dort zahlreiche „falsche Freunde“ zu geben, die ihre Söhne zu kriminellen Handlungen anstiften. Dass sie selbst primär für die Erziehung ihrer Söhne verantwortlich ist und diese für sich selbst Verantwortung übernehmen müssen, scheint ihr nicht in den Sinn zu kommen. Sie sucht die Schuld lieber bei anderen – der Wohnlage, der Umgebung und den schlechten Freunden.

Vermutlich wird sie bei den Jugendrichtern (die beiden werden voraussichtlich nicht nach Erwachsenenstrafrecht verurteilt) damit ein offenes Ohr finden. Denn auch diese tendieren dazu, die Ursache selbst für schwere und schwerste Straftaten primär nicht bei den Tätern selbst zu suchen, sondern bei deren Umgebung, z.B. bei den vielen „schlechten Freunden“ im Wohnviertel, bei der bereits in frühester Jugend erlittenen rassistischen Zurückweisung und Diskriminierung durch Lehrer und Betreuer oder der fehlenden Akzeptanz der Religion des Friedens. Und so kann man sich auch vorstellen, wie das Strafverfahren gegen die beiden ausgehen wird. Bei dem einen wird man vielleicht zu dem Ergebnis kommen, dass er durch die erlittene Schussverletzung genug gestraft ist und der andere wird wohl eine moderate Bewährungsstrafe erhalten. Denn für die „schlechten Freunde“ kann er nichts. Seine Mutter wollte sogar wegziehen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/bild-plus/regional/berlin/berlin-aktuell/nach-ueberfall-berliner-bank-gangster-sind-brueder-76536646.bild.html
(2) https://www.bild.de/bild-plus/news/inland/news-inland/der-kleine-bruder-galt-als-boxtalent-mustapha-18-und-jihad-20-sind-die-bankraub-76544948,la=de.bild.html
(3) https://www.berlin.de/special/immobilien-und-wohnen/stadtteile/kreuzberg/

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