Mutter von ermordeter Leonie (13) fragt: „Warum war der Typ noch im Land?“

Guten Morgen liebe Hessen,

Seit einigen Tagen berichtet die Presse über den „Mordfall der 13-jährigen Leonie“ aus Wien (1) – ein Fall, den sie vermutlich gerne verschweigen würde. Denn das Mädchen wurde von mehreren „jungen Männern“ unter Drogen gesetzt, vergewaltigt und getötet. Drei der Tatverdächtigen sind inzwischen gefasst, nach dem vierten wird international gefahndet. Bei sämtlichen Tatverdächtigen handelt es sich um afghanische Asylbewerber im Alter von 16 bis 23 Jahren (2).

Der 18-jährige Haupttäter Ibraulhaq A. kam 2015 allein nach Österreich und lebte zuletzt unter Aufsicht der Kinder- und Jugendhilfe in einer Wohnung in Wien-Donaustadt (1). Er sei seit 2015 durch die Magistratsabteilung 11 – Amt für Jugend und Familie – „intensiv betreut“ worden. Dabei sei er immer wieder von Sozialarbeitern kontaktiert worden, die ihm Freizeitaktivitäten anboten. Eine begonnene Ausbildung als Koch hatte er abgebrochen (2). Er wurde zwei Mal wegen Drogendelikten und einmal wegen räuberischen Diebstahls verurteilt (1). Aus diesem Grund wurde ihm der Status als subsidiär Schutzberechtigter aberkannt. Dagegen hatte er jedoch Rechtsmittel eingelegt (2). Ein weiterer Tatverdächtiger – Sahel S. – ist 23 Jahre alt und kam im Oktober 2015 nach Österreich. Sein Asylantrag wurde 2018 abgelehnt. Im Mai 2020 wurde er durch das Landesgericht St. Pölten wegen Drogenhandels, Körperverletzung, schwerer Nötigung und illegalen Waffenbesitz zu 24 Monaten Gefängnis verurteilt (1). Aktuell wird gegen ihn wegen illegalen Waffenbesitzes ermittelt. Der dritte Tatverdächtige ist 16 Jahre alt und kam erst vor zwei Monaten nach Österreich. Derzeit noch flüchtig ist ein 22-jähriger Tatverdächtiger, der ebenfalls bereits strafrechtlich in Erscheinung getreten und bereits mehrfach wegen Drogenhandel vorbestraft ist (2).

Die österreichische Kanzleramtsministerin Karoline Edtstadler (ÖVP) forderte: „Wer in unser Land kommt und von unserer Gesellschaft Schutz will, hat unsere Gesetze und Werte zu respektieren. Wer das nicht tut und sich von unserer Kultur bedroht fühlt, der hat in diesem Land nichts verloren“ (3). Der Kanzler selbst stellt klar: „Einen Abschiebestopp nach Afghanistan wird es nicht geben“ (2). Bleibt abzuwarten, ob die Verantwortlichen ihre Ankündigungen auch tatsächlich umsetzen. Der Kanzler berichtete jedoch auch, dass es nach der „unglaublichen, barbarischen Tat“ Stimmen gegeben habe, die fragten, wieso das Mädchen denn allein gewesen sei, ob die Eltern nicht eine Mitverantwortung hätten – und dass „die Flüchtlinge sicherlich so traumatisiert“ seien (4). Stimmen, die vermutlich von den Grünen und Linken kommen, die die Schuld für das barbarische Verbrechen überall suchen – nur nicht bei den Tätern oder den Politikern, die die Grenzen des Landes für alle geöffnet haben. Nach ihrer Vorstellung liegt die Ursache für diese Verbrechen bei der aufnehmenden Gesellschaft, die sich nicht genug um die „Schutzsuchenden“ bemüht hat.

Dabei ist die Frage nach der Ursache der Tat zweitrangig. Die Mutter des Opfers stellte die einzig richtige und entscheidende Frage: „Warum war der Typ noch im Land? Wo war die Politik?“ (5). Ganz einfach: weil die verantwortlichen Politiker beschlossen haben, jeden – aber auch wirklich jeden – ohne Kontrolle ins Land einreisen zu lassen, ihm Aufenthalt und Vollversorgung gewähren und selbst bei schwersten Straftaten nicht in die Heimat abzuschieben. Und vor allem nicht nach Afghanistan. Denn dort könnte den jungen Männern Gefahr drohen. Dass von einigen der jungen Männer selbst eine erhebliche Gefahr ausgeht, die für unbeteiligte Bürger des Gastlandes tödlich endet, scheint den verantwortlichen Politikern egal zu sein.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://kurier.at/chronik/wien/mordfall-leonie-ein-verdaechtiger-ist-verurteilter-sexualstraftaeter/401431213

(2) https://www.focus.de/politik/ausland/verdaechtige-sind-afghanen-13-jaehrige-in-wien-getoetet-verdaechtige-prahlten-mit-eskalierter-sex-nacht_id_13453687.html

(3) https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/maedchen-13-in-wien-getoetet-dritter-verdaechtiger-gefasst-76941748.bild.html

(4) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/barbarisch-abschieben-kurz-spricht-aus-was-wir-uns-nicht-trauen-76938566,la=de.bild.html

(5) https://www.bild.de/news/ausland/news-ausland/leonie-13-in-wien-ermordet-mutter-klagt-an-warum-war-der-typ-noch-im-land-76951238.bild.html

Weitere interessante Beiträge

Cookies helfen uns bei der Bereitstellung unserer Inhalte und Dienste. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Mehr erfahren