NACH ISLAMISTISCHEM TERRORANSCHLAG: Rabbiner in Wien auf offener Straße mit dem Tode bedroht

Guten Morgen liebe Hessen,

Das multikulturelle Wien war erst vor wenigen Wochen Schauplatz eines Terroranschlags gewesen, als ein islamischer Attentäter vier Passanten erschoss und 22 weitere verletzte. Der später von Polizeibeamten getötete Attentäter war ein 20-jähriger Anhänger der Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS) und hatte neben der österreichischen auch die Staatsbürgerschaft von Nordmazedonien. Er war bereits einschlägig vorbestraft, aber vorzeitig aus der Haft entlassen worden. Wenige Tage nach dieser Haftentlassung beging er seine Tat.

Wenige Wochen später ereignete sich ein weiterer Anschlag – zum Glück ohne Personenschäden. Eine Frau hatte auf offener Straße einen jüdischen Geistlichen mit einem Messer bedroht und ihn antisemitisch beleidigt. Die Frau hatte dem Rabbiner die Kippa vom Kopf gerissen und dabei judenfeindliche Parolen geschrien. Nach der Tat sei sie geflüchtet. Führende Politiker verurteilten den Angriff „auf das jüdische Leben in Wien“ und kündigten einen verstärkten Schutz von Synagogen an (1).

Einige Tage später meldete die Presse, dass die Frau während ihrer Attacke „Schlachtet alle Juden“ gerufen und dem Rabbiner einen Tritt versetzt habe. Verfassungsschutz und Polizei würden nach ihr fahnden. Es wurde auch eine Täterinnenbeschreibung veröffentlicht: Frau, etwa 50 Jahre alt, 1,70 m groß und mit einem grauen Mantel bekleidet (2).

Was aber besondere Empörung der Medien hervorrief: der Rabbiner gab bei seiner Befragung durch die Polizei an, Passanten hätten weggeschaut, anstatt ihm zu helfen (1). Offensichtlich war der Angriff von mehreren Passanten beobachtet worden, von denen jedoch kein einziger dem Angegriffenen zu Hilfe eilte. Die Passanten hatten im Gegenteil sogar weggeschaut, um nicht Zeuge des Vorfalls zu werden. Dabei wäre es – unter normalen Umständen – eigentlich selbstverständlich, dem Opfer eines Angriffes zu helfen und einzugreifen. Unter normalen Umständen – aber eben nicht in der heutigen Zeit. Denn was sieht der (männliche) Passant: eine Frau greift einen Mann an. Wenn er hier eingreift, hat er sofort die feministisch-linke Presse am Hals („Mann schlägt Frau auf offener Straße“).

Und wenn die Angreiferin möglicherweise einen Migrationshintergrund hat oder – schlimmer noch – Angehörige der Religion des Friedens ist (Kopftuch!), wird aus der frauenfeindlichen Attacke eine fremdenfeindliche und islamophobe Aktion und damit ein Angriff auf Demokratie und Grundwerte. Folge: Strafverfahren wegen Körperverletzung und Beleidigung der Religion und soziale Ächtung. Und natürlich Ende der Karriere und Verlust des Arbeitsplatzes in einem bunten und diversen Unternehmen. Verständlich, dass da selbst der hilfsbereiteste Wiener wegschaut.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-11/antisemitismus-oesterreich-wien-rabbi-angriff
(2) https://www.derstandard.de/story/2000122035968/angriff-auf-rabbiner-in-wien-landstrasse-kanzler-kurz-verurteilt-die

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