„nur eine Frau“ – Pass verloren, Kultur mitgebracht

Guten Morgen liebe Hessen,

„Es war doch nur eine Frau“ – so bagatellisierte Hussein K. sein – vorerst letztes – Verbrechen, den Mord an der Freiburger Studentin Maria L. (19). Ein Fall, der monatelang durch die Presse ging und das Versagen der deutschen Asylpolitik beispielhaft und eindringlich zeigte. Hussein K. kam Ende 2015 nach Deutschland, wie hunderttausende andere junge Männer auch. Er hatte selbstverständlich keine Ausweisdokumente bei sich und wurde als unbegleiteter minderjähriger Flüchtling einer Pflegefamilie in Freiburg zugewiesen (1). Hussein K, der wahrscheinlich aus Afghanistan stammt, erzählte eine Fluchtgeschichte, die ihm von den Behörden offensichtlich ungeprüft geglaubt wurde. Tatsächlich war sie frei erfunden. So behauptete er, sein Vater sei von den Taliban getötet worden. Tatsächlich lebt dieser in Teheran und konnte von der Richterin telefonisch vernommen werden. Eine Ausbildung zum Tischler lehnte er ab, weil sie ihm zu schlecht bezahlt erschien und ein Praktikum in einer Kfz-Werkstatt brach er ab. Auch in der Berufsschule ließ er sich nur selten blicken (2).

Im Oktober 2016 vergewaltigte und ermordete die 19-jährige Studentin Maria L. Hussein K. hatte bereits im Alter von 13 oder 14 Jahren im Iran ein Mädchen aus der Nachbarschaft vergewaltigt. 2013 war er nach Griechenland eingereist und hatte auf Korfu eine Studentin ausgeraubt und anschließend in einen Abgrund gestoßen, wobei diese nur durch einen Zufall überlebte. Hussein K. wurde kurz nach der Tat verhaftet, wobei er angab, 17 Jahre alt zu sein. Im Februar 2014 wurde er wegen versuchter, vorsätzlicher Tötung und wegen Raubes zu einer zehnjährigen Haftstrafe verurteilt, aber bereits nach etwas mehr als einem Jahr aus der Haft entlassen. Kurz darauf reiste er in Deutschland ein. Die deutschen Behörden hatte keine Kenntnis von der Verurteilung, weil es zwischen Griechenland und Deutschland keinen entsprechenden Datenaustausch gab (1).

Ein Einzelfall – aber nicht der einzige. Aktuell steht der 28-jährige afghanische Tellerwäscher Shaeiq S. vor dem Landgericht Deggendorf, weil er seine die 20-jährige Tatjana S. ermordet haben soll. Shaeiq S. lebt seit 2013 in Deutschland und hatte sein späteres Opfer 2015 kennengelernt. Beide haben eine gemeinsame 8 Monate alte Tochter. Weil sie ihn betrogen hatte, hatte er sie mit insgesamt 18 Messerstichen getötet. Noch in der Nacht vor der Tat hatte er seine nach islamischen Recht angeheiratete Frau per SMS bedroht: „Allah bestraft dich, Inschallah!“ Der Tatverdächtige ist bereits vorbestraft und kann sich seien Tat angeblich nicht erklären. Wie das Messer in seine Hand gekommen sei, wisse er nicht (3). Aber dass sein Vorgehen seinen kulturellen Vorstellungen entspricht, müsste er schon wissen. Denn nach der Tat hatte er denselben Satz gesagt wie Hussein K: „sie ist nur eine Frau“ (3). Das „nur“ lässt die Vermutung zu, dass er zwischen Männern und Frauen differenziert: Frauen haben mindere Rechte als Männer und es ist legitim, sie umzubringen, wenn sie sich nicht dem Mann unterordnen. Dieser Fall und viele andere Fälle zeigen immer wieder, dass Zuwanderer aus bestimmten Kulturen ihre eigenen Vorstellungen von Recht und Gesetz mitringen, tief in diesen Vorstellungen verwurzelt sind und teilweise auch nach Jahrzehnten nicht ablegen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.faz.net/aktuell/gesellschaft/kriminalitaet/prozess-gegen-hussein-k-es-war-doch-nur-eine-frau-15418674.html
(2) https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/urteil-im-freiburger-mordprozess-erwartet-es-war-doch-nur-eine-frau-der-fall-hussein-k-/21098606.html
(3) https://www.bild.de/regional/muenchen/muenchen-aktuell/prozess-in-deggendorf-shahiq-s-erstach-freundin-sie-ist-nur-eine-frau-75161414.bild.html

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