Öffentlich-rechtlicher „Diversity Talk“ macht deutlich: Auch Schüler wollen kein Gender-Gaga mehr

Guten
Morgen liebe Hessen,

Vor
einigen Wochen strahlte der Bayerische Rundfunk in Kooperation mit der ARD eine
Sendung mit dem Titel „Diversity Talk“ (übersetzt etwa „Vielfaltsgespräch“)
aus, die sich explizit an Schüler richtete. Moderiert wurde die Sendung von
Claudia Stamm, die bereits in ihrer Begrüßung zeigte, auf welcher Seite sie
steht: „Herzlich willkommen, ihr Schülerinnen, herzlich willkommen, ihr
Schüler. Herzlich willkommen, ihr Schüler*Innen, ihr Lernende und natürlich
auch die Lehrkräfte, Lehrer, Lehrende. Ich hoffe, ich habe jetzt alle
angesprochen und ich hoffe auch, es hat sich jetzt niemand irgendwie nicht
angesprochen gefühlt“. Während der Sendung wurden die Schüler aufgerufen, sich
zu der Frage „Was hältst du vom Gendern?“ zu äußern, wobei die möglichen
Antworten „super“, „unnötig“ und „ist mir egal“ lauteten. Ergebnis: nur etwa
ein Viertel fand Gendern „super“. Noch weniger waren es am Ende der Sendung,
als die Umfrage wiederholt wurde. Für die Moderatorin das Zeichen, mit der
„Überzeugungsarbeit“ weiterzumachen: „Dann müssen wir nächstes Jahr doch noch
einmal darüber diskutieren“ (1).

Ganz
offensichtlich wollen inzwischen auch die Jüngeren den Gender-Schwachsinn nicht
mehr mitmachen – die Älteren waren ohnehin mehrheitlich noch nie bereit, ihre
erlernte Sprache aufzugeben. Auf der Website des Bayerischen Rundfunks werden
die Leser wie folgt begrüßt: „Liebe Leser! Liebe Leserinnen! Oder Leser*innen?
LeserInnen? Leser:innen? Fühlen sich jetzt alle angesprochen? Oder eben nicht?
Was ist die beste Lösung für ein wertschätzendes Miteinander, das sich in der
Sprache ausdrückt? Die Antworten darauf könnten unterschiedlicher nicht sein …“
(2). Selbstverständlich kann sich mit der Anrede „Leser“ oder „Zuschauer“
tatsächlich jeder angesprochen fühlen – ausgenommen vielleicht Blinde und
Sehbehinderte, die nicht lesen oder zuschauen können, aber dennoch
möglicherweise den Fernseher anschalten, um zuzuhören oder sich den Text einer
Website vorlesen zu lassen. Aber für die hat der Bayerische Rundfunk noch keine
Lösung gefunden. Muss er aber auch nicht, denn die Anrede „Zuschauer“ richtet
sich an jeden, der zuschaut oder zuhört und dem Sender kann es völlig egal
sein, welches Geschlecht der Betreffende gerade besitzt. Das Geschlecht ist in
diesem Zusammenhang auch völlig ohne Bedeutung. Selbst eine Hausfrauensendung
kann von Männern verfolgt werden. Und so hebt die Gendersprache Unterschiede
hervor, die bedeutungslos sind.

Und
so führen die krampfhaften – und sinnlosen – Versuche, niemanden zu
diskriminieren, zu Wortschöpfungen wie „Bürger*innen“, „Lokführende“,
„Lehrpersonen“, „Radfahrende“, „Zu Fuß Gehende“ „verstorbene
Drogengebrauchende“ (früher: Drogentote), „ein Abonnement beziehende Person“
(früher Abonnenten), „Bankraubende“, „Fahrzeugführende“, „des Terrors
verdächtigte Person“ (früher: Terroristen) oder „die Backenden“ (früher:
Bäcker). Immerhin ein Lichtblick, dass selbst die jüngste Generation, die
bereits in der Schule jahrelang der linken Gehirnwäsche unterzogen wurde,
diesen Nonsens nicht mehr mitmachen will.

Ihr
Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1)
https://jungefreiheit.de/debatte/kommentar/2022/bayerischer-rundfunk-gendersprache/

(2)
https://www.tichyseinblick.de/feuilleton/medien/bayrischer-rundfunk-gendern/

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