Paolo Pinkel fordert: AfD-Wähler müssen zur Verantwortung gezogen werden!

Guten Morgen liebe Hessen,

Michel Friedman hat sich kürzlich mit einem Kommentar in der BILD zu Wort gemeldet (1). Endlich, werden viele sagen – zu lange hat man nichts von ihm gehört. Denn sein Urteil hat Gewicht in diesem Land. Und das nicht zu Unrecht: gilt er doch als absolute moralische Instanz.

Wer jetzt überlegen muss, wer Michel Friedman eigentlich ist, kennt ihn vielleicht unter der Bezeichnung Paolo Pinkel. Dieser Name wurde 2003 im Zuge von Ermittlungen wegen Menschenhandels im Rotlichtmilieu durch mehrere Prostituierte genannt, die illegal aus der Ukraine nach Deutschland gebracht und zwangsprostituiert worden waren. Sie sagten aus, er habe mit ihnen mehrmals Sex gehabt und in ihrem Beisein Kokain konsumiert (2). Verurteilt wurde er dann aber unter dem Namen Friedman per Strafbefehl vom 08.07.2003 zu einer Geldstrafe von 150 Tagessätzen wegen Kokainbesitzes, da eine Haarprobe den Nachweis des Kokainkonsums ergab (3).

Zur Erinnerung: Kokain bewirkt im Zentralnervensystem eine Stimmungsaufhellung, Euphorie und ein Gefühl gesteigerter Leistungsfähigkeit. Typische Nebenwirkungen sind paranoide Halluzinationen, Verfolgungsängste, zeitliche und örtliche Desorientierung, gesteigerte Nervosität und Aggressivität.

Michel Friedman behauptet in seinem BILD-Kommentar: „Mit dem Einzug der AFD in den Bundestag fand auch ein Endpunkt der politischen Kultur statt. Die größte Oppositionspartei im deutschen Bundestag steht für geistige Brandstiftung, Hetze und Hass. Ihre Kernaussage ist: Hass auf Menschen, Verachtung der Demokratie. Wer nicht denkt und sagt, was die AFD denkt und sagt, wird bedroht und beschimpft. Wer die AFD heute noch unterstützt und wählt, kann sich nicht hinter der Behauptung „Ich bin ein Protestwähler“ verstecken, oder die Hände in Unschuld waschen. Der mündige Bürger – auch der, der diese Partei wählt – weiß was wer tut. Er ist verantwortlich für seine Entscheidung und muss endlich zur Verantwortung gezogen werden. Diese Menschen multiplizieren den Hass. Es sind Sympathisanten der geistigen Brandstiftung“ (1).

Das sind klare Worte eines nüchternen Analytikers. Jeder Verdacht, hier würde ein aggressiver, von Verfolgungsängsten getriebener halluzinierender Paranoiker sprechen, sind völlig abwegig. Im Gegenteil: die Forderung, die er stellt, ist von erschreckender Klarheit: der AfD-Wähler „muss endlich zur Verantwortung gezogen werden“. Richtig – aber wie soll das gehen? Wer zur Verantwortung gezogen werden soll, muss zunächst einmal identifiziert werden. Wie soll man einen AfD-Wähler erkennen? Dieser verbirgt sich typischerweise hinter seiner bürgerlichen Maske. Man muss ihn also kennzeichnen, z.B. durch ein blaues Kennzeichen mit einem roten Pfeil, das deutlich sichtbar an der Kleidung zu tragen ist. Dann sieht jeder sofort: das ist ein AfD-Wähler – ein geistiger Brandstifter.

Und der muss dann „endlich zur Verantwortung gezogen werden“ – dafür dass er die AfD wählt und nicht etwa die Partei, die Michel Friedman ihm vorgibt. Ein schwerwiegendes Delikt, das zur Abschreckung deutlich angeprangert werden muss. Etwa dadurch, dass der AfD-Wähler an einem belebten Platz ausgestellt wird mit einem Schild um den Hals, auf dem steht „Ich bin ein geistiger Brandstifter und werde nie wieder AfD wählen“. Und natürlich wird an seinem Geschäft ein Plakat angebracht mit der Aufschrift „Kauft nicht bei AfD-Wählern“. Es gibt sicher viele weitere Maßnahmen, um den AfD-Wähler zur Verantwortung zu ziehen. Vorbilder dafür gibt es in der deutschen Geschichte genug. Und Michel Friedman kennt sie sicher alle.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.bild.de/politik/inland/politik-inland/mord-an-walter-luebcke-ein-kommentar-von-michel-friedman-62885496.bild.html
(2) Goedart Palm: Paolo Pinkel – oder: Ab wann ist ein Name kein Deckname mehr? In: Heise online. 17. Juni 2003.
(3) 150 Tagessätze – Warum Friedman 17 400 Euro zahlt. In: Hamburger Abendblatt. 9. Juli 2003.

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