Pietätlos und unanständig: Schwarze Persönlichkeiten feiern Tod der Queen

Guten
Morgen liebe Hessen,

Nach
mehr als siebzigjähriger Regierungszeit verstarb Elizabeth II, Königin des
britischen Imperiums. Weltweit löste der Tod der betagten Monarchin tiefe
Trauer aus. Zahlreiche Staatsoberhäupter und Politiker würdigten die Königin,
der es über Jahrzehnte gelungen war, das Imperium einigermaßen
zusammenzuhalten. Tatsächlich war sie auch im eigenen Land weitgehend
unumstritten und wurde von ihren Bürgern geachtet und verehrt. Und im Gegensatz
zu ihren zahlreichen Nachkommen war sie frei von Skandalen. Natürlich kann man
die Monarchie als Staatsform ablehnen, aber viel Negatives wird man auch als
Gegner der Erbmonarchie der verstorbenen Queen nicht nachsagen können. Sie hat
die ihr übertragene Aufgabe mehr als 70 Jahre bis ins biblische Alter mit
beispiellosem Pflichtbewusstsein erfüllt.

Dennoch
gibt es natürlich Kritiker, die sich auch angesichts eines nur wenige Tage
zurückliegenden Todesfalles lautstark äußern. Wie z.B. der frühere britische
Nationalspieler Trevor Sinclair, der auf Twitter schrieb: „schwarze und
braune“ Menschen sollten nicht um den Tod der Queen trauern, da sie
Rassismus während ihrer Regierungszeit habe gedeihen lassen“ (1). Oder der
ebenfalls schwarze Tirhakah Love, Autor des „New York Magazine“, der sich kurz
vor ihrem Ableben wie folgt äußerte: „Jetzt soll ich um einen kaum atmenden
Müllbeutel trauern? Bitte, nein“. Die „wirkliche Welt“ würde feiern, behauptete
er. Oder Uju Anya, die an der Carnegie Mellon University im US-Bundesstaat
Pennsylvania über Rassismus (was sonst?) forscht und lehrt. Als die Queen im
Sterben lag, twitterte sie: „Ich habe gehört, dass die oberste Monarchin eines
diebischen, vergewaltigenden Völkermordimperiums endlich stirbt. Mögen ihre
Schmerzen unerträglich sein“. Der britische Journalist Piers Morgan erwiderte:
„Du abscheuliche, ekelhafte Idiotin“ (2). Damit wird er sich wahrscheinlich
einen Rassismus-Vorwurf eingehandelt haben.

Tatsächlich
wurde Anya in Nigeria geboren, das bis 1960 eine britische Kolonie war. Die
Kolonialzeit hat sie selbst nicht mehr miterlebt, da sie jünger ist. Damit
stellt sich aber gleich die Frage, warum sie aus ihrer afrikanischen Heimat in
die USA eingewandert ist. Vielleicht wurde sie in ihrem – durch Schwarze
selbstverwalteten – Heimatland von Schwarzen verfolgt. Oder die Schulen und
Universitäten in dem von Schwarzen regierten Land waren zu schlecht. Oder die
Jobchancen in dem von Schwarzen beherrschten Land waren unzureichend. Wir
wissen es nicht – aber der Job könnte es schon gewesen sein. Denn Anya forscht
über Rassismus – und den gibt es bekanntlich in Afrika nicht. Da sind die
Aussichten auf eine Stelle schlecht, so dass man in ein „weißes“ Land
ausweichen muss, wo der Rassismus blüht und es für Forscher viel zu tun gibt.

Aber
Anya ist ja nicht die Einzige, die aus Afrika in ein von Weißen beherrschtes
Land flieht. Es fliehen hunderttausende, die nicht Rassismus-Forscher werden
wollen, aber dennoch fliehen. Sie verlassen ihre vom Kolonialismus befreite und
von Schwarzen regierte Heimat, um in ein Land der ehemaligen und verhassten
Kolonialherren zu gehen. Die Gründe sind unklar, aber vielleicht liegt es
einfach daran, dass in diesen Ländern Recht und Ordnung herrschen und die
Infrastruktur intakt ist. Oder vielleicht daran, dass man dort Wohnung,
Nahrung, medizinische Versorgung und Geld fürs Nichtstun bekommt.

Ihr
Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.t-online.de/sport/fussball/international/id_100050790/nach-tod-von-queen-elizabeth-ii-ex-mancity-star-trevor-sinclair-loest-eklat-aus.html

(2) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/moegen-ihre-schmerzen-unertraeglich-sein-widerlicher-queen-hass-von-linksaussen-81270880.bild.html

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