Pläne der EU Kommission: „Weihnachten“, „Maria“ und „Josef“ sollten abgeschafft werden

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Regulierungswut der EU-Kommission ist legendär. Seit Jahrzehnten sorgt die Vorgabe für die Krümmung von Bananen (oder waren es Gurken?) für weltweite Erheiterung. Denn tausende von überbezahlten, aber unterbeschäftigten EU-Beamten sind ständig auf der Suche nach Regelungslücken, die sie füllen können. Und angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes sind sie auch fündig geworden. Die Gleichstellungs-Kommissarin der Europäischen Union, Helena Dalli, hält Wörter wie Weihnachten oder christliche Namen wie Maria für diskriminierend. Die „Union of Equality“ hat daher in ihrem Auftrag einen Sprachleitfaden verfasst, in dem die Sicherstellung einer „inklusive Kommunikation“ gefordert wird, mit der Menschen „unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, Religion oder ethnischer Zugehörigkeit“ sowohl „wertgeschätzt“ als auch „anerkannt“ werden. Nicht jeder EU-Bürger gehöre einer der christlichen Konfessionen an und würde christliche Feiertage begehen. Daher sei Sensibilität gegenüber solchen Bürgern geboten, die nicht dem Christentum angehören. Hierzu soll u.a. der Begriff „Weihnachten“ zukünftig vermieden werden. Man könne – so der Leitfaden – z.B. statt „Die Weihnachtszeit kann anstrengend sein“ besser „Die Ferien-Zeit kann anstrengend sein“ sagen. Zudem sollte man keine Namen verwenden, „die nur einer Religion“ angehören wie etwa „Maria und John“. Besser sei in diesem Fall die Verwendung der Namen „Malika und Julio“. Die Kommissarin wollte mit dem Leitfaden „die Diversität der europäischen Kultur darstellen und die inklusive Haltung der Kommission zeigen“ (1). In dem Leitfaden wurde auch darauf hingewiesen, dass die Anrede „Meine Damen und Herren“ diskriminierend sei, da es Personen gebe, die sich damit möglicherweise nicht angesprochen fühlen (2). Auch die Verwendung der Begriffe „Kolonisierung“ oder „Siedlungen“ können diskriminierend sein. Daher sollte man anstelle von „Den Mars kolonisieren“ besser „Menschen auf den Mars schicken“ sagen (3).

Nach heftigen Protesten von EU-Abgeordneten, verschiedenen Politikern und der katholischen Kirche wurde das Werk jetzt zurückgenommen und eine Überarbeitung angekündigt. Manche Abgeordnete – darunter der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im EU-Parlament – bezweifeln, ob ein solcher Sprachleitfaden überhaupt erforderlich ist (2). Die Antwort ist einfach: selbstverständlich nicht. In einem System, das sich als demokratisch und freiheitlich bezeichnet, sind nicht nur die Gedanken frei, sondern auch die Sprache. Die Grenze ist dort, wo mit Sprache Straftatbestände erfüllt werden – wie etwa Beleidigung oder Volksverhetzung. Dafür gibt es entsprechende Strafbestimmungen, die sicherstellen, dass entsprechende Delikte auch verfolgt werden.

Darüber hinaus muss Sprache selbstverständlich frei sein und bleiben. In keinem Fall sollte ein Staat – oder gar eine überstaatliche Institution wie die EU – hier korrigierend eingreifen, um vorgebliche Diskriminierungen zu verhindern. Denn Sprache ist dazu da, zu diskriminieren – also dem Wortsinn nach zu unterscheiden, indem es Personen, Gegenstände oder Zustände beschreibt und damit von anderen abgrenzt. Würde Sprache nicht diskriminieren, wäre sie überflüssig. Und Weihnachten heißt deshalb Weihnachten, weil man es damit von anderen Festen – etwa dem jüdischen Laubhüttenfest oder dem Jahrestag der Erleuchtung Buddhas – unterscheiden wollte.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.berliner-zeitung.de/news/eu-leitfaden-haelt-weihnachten-und-maria-fuer-diskriminierend-li.198034

(2) https://www.br.de/nachrichten/deutschland-welt/eu-leitfaden-wollte-vom-wort-weihnachten-abraten,SqMRQwH

(3) https://www.bild.de/politik/ausland/politik-ausland/peinlich-rueckzieher-nach-protest-eu-will-weihnachten-doch-nicht-streichen-78403460.bild.html

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