Problem des HR im Mordfall Susanna F.: Fall darf nicht „zum Teil der Migrationsdebatte“ werden!

Guten Morgen liebe Hessen,

Morgen wird das Urteil im Fall Susanna F. (+14) erwartet, die vor einem Jahr durch den 22-jährigen Iraker Ali B. ermordet wurde. Bereits vor einer Woche wurden die Schlussplädoyers gehalten. Die Staatsanwältin fasste die Tat mit einem Wort zusammen: „kaltblütig“. Der Täter hatte die Tat gegenüber einem Bekannten angekündigt: „Wenn sie nicht mit mir schläft, dann bringe ich sie um“. Nach der Tat gab er zu, die „Schlampe“ getötet zu haben.

Der Mord war die letzte, aber nicht die einzige Tat des Angeklagten. Obwohl erst seit Ende 2015 in Deutschland, zeiget er umfangreiche kriminelle Aktivitäten: Vergewaltigung, Raub, schwere Körperverletzung, Nötigung und gefährliche Körperverletzung. Die Staatsanwaltschaft fordert daher als Gesamtstrafe lebenslänglichen Freiheitsentzug mit Feststellung der besonderen Schwere der Schuld und anschließende Sicherungsverwahrung. Dem widerspricht die Verteidigung. Diese sieht weder die Vergewaltigung als erwiesen an noch die Mordmerkmale (1, 2, 3).

Für den Hessischen Rundfunk scheint jedoch weniger die Tat als solche ein Problem zu sein, sondern, dass diese „zum Teil der Migrationsdebatte“ wurde. Denn – so der HR – nur die Tatsache, dass der Täter aus dem Irak geflohen war, machte seine Tat zum großen Medienereignis. Da kam die Gerichts-Gutachterin wie gerufen, die dem Täter eine „schwere Persönlichkeitsstörung mit psychopathischen Zügen“ bescheinigt hatte. Und so behauptet der HR: „Wir haben es hier mit einem Intensivtäter zu tun, es hat einfach keine Rolle gespielt, dass er Flüchtling ist“. Und der HR erklärt auch, wie der Flüchtling zum Intensivtäter wurde: er ist gefühlskalt und hat ein Problem mit Frauen – „vor allem mit jungen Frauen, die so leben wie wir – also freiheitlich groß geworden sind“ (4).

Hier muss man sich die Frage stellen, warum jemand mit Frauen ein Problem hat, die „freiheitlich groß geworden sind“. Männer, die in Europa aufgewachsen sind, wohl kaum – denn sie kennen es nicht anders und für sie ist die Gleichberechtigung Normalität. Aber wer in einer Kultur aufgewachsen ist, in der Frauen unterdrückt werden und keine eigenen Rechte haben, der hat in unserer Gesellschaft genau dieses Problem. Er kennt aus seinem Kulturkreis keine Gleichberechtigung der Geschlechter. Und er sieht seine Tat – bei uns als schwerste Straftat bewertet – als eher untergeordnete Übertretung und versteht vermutlich nicht, warum er sich deshalb vor einem Gericht verantworten soll. Gegenüber der Gutachterin sagte er: „Ich habe doch nur ein Mädchen getötet“, so als sei er beim Ladendiebstahl erwischt worden. Der Mörder der Studentin Maria L. aus Freiburg verwendete fast dieselben Worte: „Es war doch nur eine Frau“.
Und so hat der HR Recht mit seiner Feststellung, dass die Tat nichts mit der Flüchtlingseigenschaft des Täters zu tun hat, aber sehr wohl mit dessen Herkunft. Das verschweigt der HR. Ein Flüchtling aus Venezuela oder Nordkorea hätte kaum Probleme mit Frauen gehabt, die so leben wie wir – aber ein Flüchtling aus dem orientalischen Kulturkreis schon. Das möchte der HR aber nicht thematisieren. Denn dann müsste er sich mit der Frage befassen, ob die unkontrollierte Einreise von hunderttausenden Männern aus diesem Kulturkreis ein grundsätzliches Problem darstellt oder nicht.

Aber der HR möchte die Bevölkerung nicht beunruhigen.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter


(1) https://www.bild.de/regional/frankfurt/frankfurt-aktuell/plaedoyers-im-mordfall-susanna-14-so-lange-soll-ali-bashar-in-den-knast-63010204.bild.html
(2) https://www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/staatsanwaltschaft-fordert-lebenslange-haftstrafe-fur-ali-bashar_20254282
(3) https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/mainz/Prozess-am-Landgericht-Wiesbaden-Plaedoyers-im-Mordfall-Susanna-werden-gehalten,plaedoyers-susanna-prozess-100.html
(4) https://www.hessenschau.de/panorama/vor-dem-urteil-gegen-ali-b-zufaellig-fluechtling-hauptsaechlich-intensivtaeter,interview-heike-borufka-100.html

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