Qualitätsjournalismus ala Frankfurter Rundschau – lesen Sie weiter

Guten Morgen liebe Hessen,

Die Frankfurter Rundschau ist bekannt als ein Blatt von hohem Niveau und von exzellenter journalistischer Qualität. Besonders wenn es um Berichte über die AfD geht. Und so kommentierte die Chefredakteurin Bascha Mika persönlich das Wahlergebnis in Sachsen und Brandenburg. Überschrift des Artikels: „Schwer erträglich“. Damit hat sie Recht: der Artikel ist tatsächlich schwer erträglich – wenn überhaupt. Jedenfalls für jemanden, der auf dem Boden der Demokratie und des Rechtsstaates steht.

Denn die „Qualitäts“-Journalistin kommt bereits am Anfang ihre Artikels richtig in Fahrt: „Rund ein Viertel der Wähler in Sachsen und Brandenburg haben sich den Hasspredigern von der AfD zugewandt“. Da hat die mit dem Emma-Journalistinnen-Preis, dem Luise Büchner-Preis für Publizistik und der Hedwig-Dohm-Urkunde ausgezeichnete „Journalistin“ doch in ihrer Empörung vergessen, die vielen Wählerinnen und Hasspredigerinnen zu erwähnen (1).

Und dann wird sie konkret: „Klar ist, dass die AfD trotz aller Erfolge keineswegs in eine demokratisch gewählte Volksvertretung gehört“ (1). Klar ist nur, dass die Autorin mit diesem einzigen Satz ihre zutiefst demokratiefeindliche und demokratieverachtende Gesinnung beweist. In eine demokratisch gewählte Volksvertretung gehören nach den Bestimmungen unseres Grundgesetzes und der Wahlgesetze alle Parteien und Personen, die nach den dort festgelegten Grundsätzen gewählt sind. Und dazu gehört ohne jeden Zweifel die AfD und die von ihnen aufgestellten Personen. Nicht aber nur die, die Frau Mika dort gerne sehen möchte. Das wäre Diktatur. Und das gab es in Deutschland auch schon einmal: dass in einem Parlament nur diejenigen Parteien und Personen saßen, die einem Diktator genehm waren. Alle anderen mussten draußen bleiben, obwohl sie demokratisch gewählt waren.

Aber die Chefredakteurin begründet ihre Ansicht auch. Sie behauptet, die AfD sei „der parlamentarische Arm von Demokratieverachtung und Menschenfeindlichkeit“, der bei ihr „teils zum geschriebenen, teils zum ungeschriebenen Programm“ gehöre. Demokratieverachtung findet man in der Tat in anderen Parteien, nicht jedoch in der AfD. Und überhaupt nicht im geschriebenen Programm der Partei (ein ungeschriebenes Programm gibt es nicht). Um das festzustellen, müsste man das Programm aber gelesen haben. Und verstanden. Aber damit ist die „Journalistin“ möglicherweise einfach intelektuell überfordert. Denn das AfD-Programm besteht aus ganzen Sätzen, teilweise mit verschachtelten Nebensätzen versehen. Und es enthält nicht wenige Lehnworte aus der lateinischen oder altgriechischen Sprache. Da gerät der eine oder andere schnell an seine Grenzen.

Am Ende ihres Artikels gelingt der Redakteurin aber dann sogar ein zutreffender Satz: „auch den (Nicht-)Wählerinnen und Wählern muss endlich ein akzeptables Angebot gemacht werden. Eine Politik, die sie als Staatsbürgerinnen und -bürger überhaupt wahrnimmt und an ihren Lebensrealitäten anknüpft“. Richtig: dieses Angebot gibt es. In Gestalt der AfD – der Alternative. Die nimmt die Staatsbürger als solche wahr. Und sagt als einzige deutlich, dass staatsbürgerliche Rechte nur den Staatsbürgern zustehen, nicht aber all jenen, die „nun mal hier sind“, weil sie illegal eingereist sind.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://epaper.fr.de/webreader-v3/index.html#/460939/10-11

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