Queer-Beauftrager kritisiert Nobelpreisträgerin: Festlegung auf 2 Geschlechter sei unwissenschaft

Guten Morgen liebe Hessen,

Mit dem Zitat von Milos Zeman – „Dieses Land wird von Idioten regiert“ – beendete Alice Weidel vor einigen Jahren eine Bundestagsrede (1). Sie zielte damit auf die damalige Bundesregierung und ihre Schulden- und Flüchtlingspolitik. Ob sie es auf die aktuelle Ampel-Regierung auch anwenden würde, wissen wir nicht – aber man kann davon ausgehen. Dabei mangelt es in der Bevölkerung keinesfalls an Intelligenz oder Wissen – im Gegenteil. Regelmäßig werden sogar Nobelpreise nach Deutschland vergeben. Zum Beispiel 1995 der Medizin-Nobelpreis an die Biologin und Biochemikerin Christiane Nüsslein-Volhard für ihre Forschungen über die genetische Kontrolle der frühen Embryonalentwicklung. Das liegt fast 30 Jahre zurück und dürfte in der Bevölkerung weitgehend in Vergessenheit geraten sein. Auch die Presse hatte seinerzeit nur sehr spärlich und auf der vorletzten Seite berichtet, während an prominenter Stelle ausführliche Schilderungen über Tennis- und Fußballergebnisse und das Privatleben von C- und D-Promis erschienen.

Aber zurück zur Preisträgerin Nüsslein-Volhard, die unbestritten als Expertin für Biologie im Allgemeinen und ihr Fachgebiet im Speziellen gelten kann. Sie wurde kürzlich in der Zeitschrift „Emma“ zum Thema „Geschlechter“ interviewt. Konfrontiert mit der Aussage des Queer-Beauftragten der Bundesregierung, Sven Lehmann, es sei unwissenschaftlich, die Ansicht zu vertreten, dass es zwei Geschlechter gebe, führte sie aus: „Das ist unwissenschaftlich! Da hat Herr Lehmann vielleicht den Grundkurs in Biologie verpasst“. Hat er wahrscheinlich nicht. Denn mit Unwissen könnte man seine Ausführungen entschuldigen. Die Wahrheit ist viel schlimmer: Lehmann kennt die Fakten, leugnet sie aber. Und die sind eindeutig (2).

Das erläutert die Nobelpreisträgerin auch sehr deutlich und anschaulich. Es gibt zwei – und genau zwei – Geschlechter, die durch ihre genetische Ausstattung definiert sind. Es gibt auch kein „drittes Geschlecht“. Auch intersexuelle Menschen besitzen nur die Merkmale der beiden Geschlechter. Und sie stellt klar, dass es keine Geschlechtsumwandlung gibt, weil die biologischen Grundlagen, die das Geschlecht determinieren, unveränderlich sind. Und deshalb kann auch der Gesetzgeber keine Geschlechtsumwandlung erlauben oder ermöglichen. Er kann nur Frauen erlauben, sich als Männer zu bezeichnen – und umgekehrt. So wie mit dem geplanten Selbstbestimmungsgesetz. Aber dieses Gesetz ändert keine biologischen Fakten (2).

Die Forscherin beklagt die Fakten- und Wissenschaftsfeindlichkeit und den Mangel an Bildung auf dem Gebiet der Biologie: „Magisches Denken sticht wissenschaftliche Erkenntnisse. Diese Mischung aus Befindlichkeit und moralischer Überheblichkeit gepaart mit Unwissenheit ist einfach fatal“ (2). Und genau da liegt das Problem. Links-grüne Politiker bestimmen heute den Kurs, aber nicht anhand wissenschaftlicher Erkenntnisse, sondern ausschließlich nach angeblich moralischen und ideologischen Aspekten. Selbst wissenschaftlich gesicherte Erkenntnisse, die von niemandem ernsthaft bestritten werden, werden geleugnet, wenn sie gerade nicht ins aktuelle Konzept passen.

Ihr Rainer Rahn

Landtagsabgeordneter

(1) https://www.facebook.com/aliceweidel/posts/dieses-land-wird-von-idioten-regiert-mit-diesem-zitat-von-milos-zeman-endet-mein/1970615209616371/

(2) https://www.emma.de/artikel/viele-geschlechter-das-ist-unfug-339689

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