Regierung warnt Juden vor Tragen der Kippa, das hat aber nichts mit dem Islam zu tun…

Guten Morgen liebe Hessen,

vor einigen Tagen hat der Antisemitismusbeauftragter der Bundesregierung – Felix Klein – vor dem Tragen der jüdischen Kippa gewarnt. Er empfiehlt, jedenfalls nicht überall die Kippa zu tragen und sich damit als Jude erkennbar zu machen: „Ich kann Juden nicht empfehlen, jederzeit überall in Deutschland die Kippa zu tragen.“

Der Präsident des Zentralrats der Juden bestätigte die Warnungen: „Es ist seit längerem eine Tatsache, dass Juden in einigen Großstädten potenziell einer Gefährdung ausgesetzt sind, wenn sie als Juden zu erkennen sind“.

Die Warnungen sind sicher berechtigt, antisemitische Angriffe haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Was wäre angesichts dieser Entwicklung naheliegender, als die Ursachen zu erforschen und zu versuchen, diese zu beseitigen ? Doch hier stößt man auf eine unüberwindliche Hürde. Würde man tatsächlich ernsthaft nach den Ursachen suchen, so könnte man zu dem Ergebnis kommen, dass diese Entwicklung – teilweise oder überwiegend – in der Zuwanderung von Migranten aus dem islamischen Kulturkreis begründet ist. Ein solches Ergebnis könnte man aber kaum veröffentlichen, da es islamophob und fremdenfeindlich wäre. Und ein solches Ergebnis wäre zumindest naheliegend, da Antisemitismus in islamischen Ländern weit verbreitet ist.

Aber der Antisemitismusbeauftragte hat die Erklärung auch gleich parat: soweit die Täter tatsächlich Muslime sind, handelt es sich um solche, die schon länger in Deutschland leben: „Viele von ihnen gucken arabische Sender, in denen ein fatales Bild von Israel und Juden vermittelt wird“ (1).

Aha. Muslime werden also erst in Deutschland zu Antisemiten, weil sie hier arabische Sendungen konsumieren. Und warum tun sie das ? Weil sie in Deutschland diskriminiert und benachteiligt werden: sie bekommen keine Arbeit und sitzen deshalb den ganzen Tag vor dem TV und sie bekommen keinen Sprachkurs und müssen deshalb arabische Senden anschauen. Sender, die man in ihren Heimatländern offensichtlich nicht empfangen kann, sondern nur in Deutschland. Ursache ist also – wie so oft – die mangelnde Willkommenskultur.

Inzwischen hat der Antisemitismusbeauftragte Entwarnung gegeben: er rief alle Bürger auf, am morgigen Samstag Kippa zu tragen – als Zeichen der Solidarität. Anlass ist der „Al-Quds-Tag“, an dem – wie in jedem Jahr – in Berlin „wieder in unerträglicher Weise gegen Israel und gegen Juden gehetzt wird“. Der internationale Al-Quds-Tag wurde Ende der 1970er-Jahre vom iranischen Revolutionsführer Ayatollah Khomeini ins Leben gerufen, um gegen die israelische Besatzung der Palästinensergebiete zu protestieren.

Man darf gespannt sein, ob unser Bundespräsident den Tag in seinem Kalender vermerkt hat und der iranischen Staatsführung seine „herzliche Glückwünsche“ zu diesem Feiertag – „auch im Namen meiner Landsleute“ – überbringen wird.

Ihr Rainer Rahn
Landtagsabgeordneter

(1) https://www.t-online.de/nachrichten/deutschland/gesellschaft/id_85818890/felix-klein-antisemitismus-beauftragter-warnt-juden-vor-tragen-der-kippa-.html

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